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Mi., 26.09.2018

DSC-Trainer Saibene lobt Hartherz’ Siegtreffer – nur das Gegentor ärgert die Arminen »Einfach klasse«

Darmstadts Aytac Sulu (links) trifft aus der Drehung per Kopf zur Führung. Arminias Julian Börner lässt ihm zu viel Platz.

Darmstadts Aytac Sulu (links) trifft aus der Drehung per Kopf zur Führung. Arminias Julian Börner lässt ihm zu viel Platz. Foto: Thomas F. Starke

Darmstadt (WB/sba). Einer konnte sein Glück kaum fassen: Florian Hartherz’ Siegtreffer in Darmstadt löste ganz besondere Emotionen beim Arminen aus.

»Es war ein unglaubliches Gefühl. Wie damals beim 1:0 in Bochum, das ich mache. Da schließt sich ein Kreis«, sagte Hartherz. Gut acht Monate liegt der Tag zurück, als Hartherz mit seinem Treffer den Sieg in Bochum eintütete. Der Erfolg am 29. Januar war bis gestern der letzte Auswärtssieg der Arminen.

Perfekt bediente Joan Simun Edmundsson in der Nachspielzeit seinen Teamkollegen. Ein Pass wie gemalt, der in Hartherz Füßen landete. Und der gebürtige Offenbacher gab Gas, zog los Richtung Lilien-Tor und schloss nach diesem Sprint noch zum umjubelten Siegtreffer ab.

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Das sind die schönsten Siege. Dafür spielt man Fußball.

Kapitän Julian Börner

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Der finale Paukenschlag nötigte anschließend auch Trainer Jeff Saibene jede Menge Respekt ab: »Wenn man wie Flo in der 93. Minute noch so einen Lauf macht, bei dem der Gegner nicht mehr hinterher kam und man dann noch die Kraft und die Konzentration hat, diesen Ball so anzunehmen und reinzuschießen, ist das einfach klasse.«

Ausgerechnet vor dem Kracher am Freitag gegen Köln haben sich die Arminen mit dem Sieg in Hessen in Hochstimmung gebracht. Vor allem das »Wie« ließ auch Kapitän Julian Börner in den höchsten Tönen vom aktuellen DSC-Team schwärmen: »Ich bin unfassbar stolz auf jeden Einzelnen. Wir haben bis zur letzten Sekunde daran geglaubt, uns gepusht und Moral bewiesen. Das sind die schönsten Siege. Dafür spielt man Fußball.«

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Ich wusste, dass wir am Anfang etwas schwimmen, bis wir uns gefunden haben.

Trainer Jeff Saibene

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Beeindruckend: Auch die ungewöhnlich vielen Wechsel in der Startelf schwächten den DSC nicht. »Ich hatte keine Bedenken, das habe ich meinem Trainerteam auch so gesagt. Ich wusste, dass wir am Anfang etwas schwimmen, bis wir uns gefunden haben. So ist es gekommen«, sagte Jeff Saibene.

Als ärgerlich hakten die Bielefelder vor allem das Gegentor durch Aytac Sulu ab, bei dem Börner keine gute Figur machte. Und auch zwei Schiedsrichterentscheidungen brachten die Arminen während der Partie auf die Palme. Zweimal blieb ein Elfmeterpfiff aus. Den Bielefelder Erfolg sollte das am Ende aber nicht mehr beeinflussen.

Sportlich keinen Einfluss nehmen kann in nächster Zeit Tom Schütz. Am Samstag gegen Berlin stand der Mittelfeldspieler leistungsbedingt gar nicht im Kader. Der 30-Jährige plagt sich nun auch noch mit Problemen an der Achillessehne herum.

Die Reise nach Darmstadt trat der Routinier wie angekündigt nicht mit an. Gestern morgen wurde Schütz untersucht, wobei sich eine Reizung der Achillessehne bestätigte. Zehn Tage muss der Armine (bislang drei Saisonspiele, zwei Einwechslungen) vorerst mit dem Training aussetzen. Für die Partien gegen Köln und in Bochum (5. Oktober) ist Schütz damit kein Thema.

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