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Mo., 08.10.2018

Arminias Trainer ärgert sich über Mittelmäßigkeit Saibene: »Nein, es ist nicht gut«

Jeff Saibene geht nach eigenen Worten nicht zufrieden in die Länderspielpause. Der DSC-Trainer fordert mehr.

Jeff Saibene geht nach eigenen Worten nicht zufrieden in die Länderspielpause. Der DSC-Trainer fordert mehr. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Bochum/Bielefeld (WB). Mittelmaß, Durchschnitt – damit kann Arminia Bielefelds Trainer Jeff Saibene (50) überhaupt nichts anfangen. Doch nach neun Spieltagen in der 2. Liga ist der DSC genau das: Mittelmaß, Durchschnitt.

Drei Siege, drei Unentschieden, drei Niederlagen: Vor der zweiten Länderspielpause belegt Arminia mit zwölf Punkten Platz zwölf. Der Vorsprung auf Rang 16 beträgt sieben Punkte, der Rückstand auf Platz drei fünf Zähler.

Nach der vermeidbaren 0:1 (0:1)-Niederlage beim VfL Bochum wollte Saibene seinen Frust nicht verbergen. Einmal mehr hatte es vom Gegner Komplimente gegeben, in den Statistiken lag Arminia klar vorne. Allein: Es gab null Punkte.

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Dass wir laufen und kämpfen, kann man ja wohl erwarten.

Jeff Saibene

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»Ich habe Mühe damit, immer alles schön zu reden und zu sagen, es ist alles gut. Nein, es ist überhaupt nicht gut! Weil wir nicht zu Null spielen können und vorne die Tore nicht machen. Und das ist das Entscheidende im Fußball. Dass wir laufen und kämpfen, kann man ja wohl erwarten. Ich gehe sicher nicht zufrieden in die Länderspielpause«, schimpfte der Coach.

Auch Sport-Geschäftsführer Samir Arabi übt Kritik. »Bochum war – im Gegensatz zum 1. FC Köln die Woche davor – sicher nicht besser als wir. Es ist einfach ärgerlich, wie wir die Punkte liegen lassen. Am Ende fehlen auch ein bisschen die Gier und der Wille, das Tor zu machen«, sagte Arabi. Und zum entscheidenden Gegentor beim VfL durch Tom Weilandt erklärte der Sportchef: »So kannst du in der 2. Liga nicht verteidigen.«

Saibene: »Es ist einfach enttäuschend, weil wir defensiv nie zu Null spielen können. Es sind viele individuelle Fehler. Offensiv war natürlich Pech dabei, aber auch da fehlt mir die letzte Überzeugung, die letzte Effizienz. Es fehlt überall ein bisschen, und dann verliert man solche Spiele eben. Und das passt mir gar nicht.« Der Luxemburger meinte, es fehle derzeit »offensiv und defensiv die Qualität, um Spiele zu gewinnen«.

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Wir müssten zwei bis drei Punkte mehr haben.

Sport-Geschäftsführer Samir Arabi

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Arabi und Saibene sind sich auch darüber einig, Komplimente für gute Spiele nicht mehr hören zu wollen, sofern es keine Belohnung in Form von Punkten gibt. »Auch nach dem 0:3 beim HSV wurden wir gelobt für unser Spiel. Aber wird sind im Profifußball, da geht es um Punkte, und die bekommt man eben nicht geschenkt«, sagte Arabi. »Wir müssten zwei bis drei Punkte mehr haben.«

Mit dem Auftritt der Mannschaft waren Trainer und Sportchef am Freitag grundsätzlich zufrieden. Im erstmals praktizierten 3-5-2-System waren die Bielefelder klar überlegen. Zweimal stand der Torpfosten einem DSC-Treffer im Weg. In der zweiten Minute hatte Jonathan Clauss eine große Chance vergeben, 70 Minuten später Joan Simun Edmundsson, der im Sturm den Vorzug vor Andreas Voglsammer erhalten hatte.

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Von sieben Flanken kommen fünf zu tief.

Jeff Saibene

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»Ich wollte mit Eddi einen Neuneinhalber haben, der mehr Kreativität reinbringt. Dass Fabian Klos gespielt hat und nicht Voglsammer, war ein Bauchgefühl. Eddi hatte einen Abschluss, den muss er machen. Ohne Wenn und Aber. Er macht ihn nicht, und uns fehlen die Punkte«, sagte Saibene, der auch Clauss kritisierte: »Von sieben Flanken kommen fünf zu tief. Da können wir reden und machen, die Flanken müssen einfach kommen.«

Auch daran kann in der Länderspielpause gearbeitet werden. Das nächste Punktspiel steigt am Samstag, 20. Oktober (13 Uhr), zuhause gegen die SpVgg Greuther Fürth. Am Mittwoch (18.30 Uhr, Trainingsgelände) absolviert der DSC ein Testspiel gegen Drittligist SV Meppen.

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