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Di., 16.10.2018

Behrendt ist bei Arminia außen vor, schöpft aber neue Hoffnung – Hallenturnier im Januar Das Leiden des Brian

Brian Behrendt hat seinen Stammplatz in der Innenverteidigung verloren. »Das hat weh getan« , sagt er.

Brian Behrendt hat seinen Stammplatz in der Innenverteidigung verloren. »Das hat weh getan« , sagt er. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). Brian Behrendt, Innenverteidiger bei Arminia Bielefeld, macht aus seiner Enttäuschung kein Geheimnis. In den vergangenen fünf Zweitligaspielen nur auf der Ersatzbank zu sitzen, war kein Vergnügen. In den ersten vier Partien spielte der 26-Jährige immer von Anfang an.

»Dass sie mich dann rausgenommen haben, hat natürlich wehgetan«, gibt Behrendt zu und meint mit »sie« Jeff Saibene und seine Co-Trainer. »Draußen sitzen und zugucken macht nie Spaß. Natürlich nagt das schon an einem. Man macht sich Gedanken. Klar gibt es immer wieder Momente, wo es schwierig ist, da wieder rauszukommen«, sagt der seit 2015 für den DSC spielende Rechtsfuß, der seinen Platz an Stephan Salger verloren hat.

Nach dem 0:3 in Hamburg und dem 5:3 gegen Regensburg war zunächst einmal Schluss für Behrendt. Es folgten ein 0:0 in Magdeburg (das einzige Spiel ohne Gegentor bislang), das 1:1 gegen Union Berlin und der 2:1-Erfolg in Darmstadt. »Nach diesen Erfolgen hatte ich die Argumente natürlich nicht auf meiner Seite«, weiß Behrendt, dem nun seine Erfahrung helfen soll. »Es ist schon das eine oder andere Mal vorgekommen, seit ich hier bin. Aber ich habe auch schon gezeigt, wie wichtig ich für die Mannschaft und den Verein bin. Ich bin immer wieder zurückgekommen, deshalb weiß ich damit umzugehen. Aber am Anfang ist es schon ein Einschlag, das muss ich zugeben.«

Als große Stütze in solchen Phasen erweist sich die Familie. Seine Frau und sein kleiner Sohn bauen ihn auf. Sein Vater habe auch viel Ahnung vom Fußball und sei, wie sein Management, ein wichtiger Gesprächspartner. »Man muss sich darauf fokussieren, was man noch vorhat. Sich einzugraben bringt ja nichts, dann kommst du erst recht nicht wieder in die Mannschaft«, verrät Behrendt seine Strategie.

Behrendt: »Hoffnung habe ich immer«

Er versuche sich jetzt in jedem Training anzubieten. Vorige Woche stand er im Test gegen Drittligist SV Meppen (2:1) in der Startformation. Wie im Punktspiel davor beim VfL Bochum (0:1) agierte Arminia mit einer Dreierkette in der Abwehr. Vielleicht hilft Behrendt das neue System beim Weg zurück in die Mannschaft. Denn im 3-5-2 können, im Gegensatz zum 4-4-2, drei Innenverteidiger nebeneinander spielen. »Wir haben das 3-5-2 noch nicht so oft gespielt, das 4-4-2 können wir im Schlaf. Die Dreierkette hat gut funktioniert, auch in der ersten Halbzeit gegen Meppen mit mir«, findet Behrendt. Am Samstag kommt die SpVgg Greuther Fürth nach Bielefeld. Ob Behrendt spielen darf? »Hoffnung habe ich immer. Wenn der Trainer mich braucht, werde ich da sein.«

Am Montag im Training fehlten die Mittelfeldspieler Tom Schütz (Achillessehnenprobleme, macht Individualtraining), Keanu Staude (Sprunggelenksverletzung, könnte Mittwoch individuell trainieren) und Max Christiansen (privater Termin) sowie die drei Nationalspieler Joan Simun Edmundsson, Roberto Massimo und Baboucarr Gaye.

Budenzauber in Gummersbach

Wie in den Vorjahren nimmt der DSC auch 2019 am Hallenturnier in Gummersbach teil. Neben Arminia sind der MSV Duisburg und Fortuna Köln am 13. Januar dabei, drei weitere Teams werden noch gesucht. Einen Tag später reist Arminia ins Trainingslager nach Spanien.

 

 

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