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Sa., 20.10.2018

Arminias Torwart Ortega Moreno fordert bessere Defensivarbeit Eine Frage der Einstellung

Letzter Mann: Stefan Ortega Moreno musste in dieser Saison schon 14 Mal hinter sich greifen.

Letzter Mann: Stefan Ortega Moreno musste in dieser Saison schon 14 Mal hinter sich greifen. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). 14 Gegentore in neun Spielen, dazu hat Arminia Bielefelds Torwart Stefan Ortega Moreno eine ganz klare Meinung: »Das sind natürlich viel zu viele«, sagt der 25-Jährige und fordert vor dem Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth (Samstag, 13 Uhr, Schüco-Arena) seine Vorderleute dazu auf, »nicht nur nach vorne zu schauen«.

Tore zu verhindern, sei eine Sache von »Einstellung und Mentalität«. Die gesamte Mannschaft müsse besser verteidigen, das fange ganz vorne an. »Jedes Gegentor stört mich extrem«, gibt Ortega Moreno zu, und das merkt man ihm bei jedem Satz zu diesem Thema auch an. »Gefühlt ist es zu einfach, gegen uns zu treffen. Die Gegner müssen wenig dafür tun, weil wir uns die Dinger fast selbst reinlegen«, sagt der Schlussmann, der bisher ein Gegentor verschuldete (beim 0:3 in Hamburg).

Moreno: »Müssen Gleichgewicht finden«

Die Abwehrarbeit sei ein Hauptthema in der Länderspielpause gewesen. In welchem System gespielt werde – 4-4-2 oder 3-5-2 –, sei unerheblich. »Das spielt keine Rolle. Es müssen einfach die Zweikämpfe angenommen werden«, fordert Ortega Moreno.

Generell fange Arminia langsam an, »schöneren Fußball zu spielen. Wir haben viel mehr Ballbesitz«, sagt der Keeper, schränkt sogleich allerdings ein: »Wir haben weniger Torgefahr. Da müssen wir ein Gleichgewicht finden und dürfen nicht in Schönheit sterben.« Gegen einen »dreckigen Sieg« schon gegen Fürth hätte er nichts einzuwenden. Fußballspiele zu gewinnen sei in der Regel eben harte Arbeit. Erst einmal dürfe man hinten nichts anbrennen lassen, der Rest komme danach. »Wir müssen uns gegenseitig unterstützen und in Kauf nehmen, dass es auch mal wehtut«, sagt Ortega Moreno.

Vor Wut das Trikot zerissen

Gegen Fürth wollen die Bielefelder zu ihrer Heimstärke zurückfinden. Nach zuvor acht ungeschlagenen Partien auf der Alm beendete der 1. FC Köln diese Serie vor drei Wochen. Nach diesem 1:3 musste sich Arminias Torhüter einiges anhören, denn er hatte vor Wut sein Trikot zerrissen. »Da wurde in meiner Familie gelacht, denn so kennen sie mich nicht. Und in der Mannschaft gab es natürlich auch den einen oder anderen Spruch«, verrät Ortega Moreno.

Auf dem Platz sei er »eher der impulsive Typ«, privat nicht. »Ich war mit der Leistung des Schiedsrichters nicht einverstanden und musste mich echt zusammenreißen, dass ich nichts zu ihm sage. Da habe ich dann lieber mein Trikot zerrissen. Das würde ich nach dem Fürth-Spiel eventuell auch machen, dann aber nur vor Freude«, scherzt Ortega Moreno.

Früher Teamkollege, heute Konkurrent

Ein früherer Mitspieler würde die Laune des Schlussmanns gerne wieder vermiesen. Maximilian Wittek (23) und der Armine waren Teamkollegen bei 1860 München, heute sind sie befreundet. »Mit ihm und auch mit Levent Aycicek habe ich mich bei 1860 sehr gut verstanden, wir haben immer noch viel Kontakt. Er ist sicher heiß darauf, mir mal einen reinzuschweißen«, sagt Ortega Moreno und meint damit die Schusskraft Witteks, besonders bei Freistößen. Greuther Fürth komme »auf der Euphoriewelle« nach Bielefeld. »Für uns wäre ein Sieg natürlich extrem wichtig, um in einen positiven Lauf zu kommen«, hofft der DSC-Torwart.

 

So könnte Arminia spielen

Ortega Moreno - Brunner, Behrendt, Salger - Clauss, Christiansen, Seufert, Prietl, Hartherz - Voglsammer, Klos

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