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Mo., 22.10.2018

Kommentar zu den jüngsten Auftritten des DSC Arminia Bielefeld Gegen den Abstieg

DSC-Trainer Jeff Saibene mag gegen Fürth gar nicht mehr hinschauen.

DSC-Trainer Jeff Saibene mag gegen Fürth gar nicht mehr hinschauen. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Der Sieg war zum Greifen nah. Und mit dann 15 Punkten hätte Arminia nur drei Zähler Rückstand auf Platz zwei gehabt. Das hätte man nach zehn Saisonspielen als sehr ordentliche Bilanz bezeichnen können. Doch nach dem völlig unnötigen 2:3 gegen die SpVgg Greuther Fürth geht der Bielefelder Blick in die andere Richtung. Vier Punkte beträgt der Vorsprung auf Platz 16. Statt Aufstiegsträumen also wieder Abstiegsängste in Bielefeld?

»Wenn man solche Fehler macht, wenn man so verteidigt, wenn man so viele Gegentore bekommt, dann spielt man gegen den Abstieg«, sagte DSC-Trainer Jeff Saibene kurz nach dem Abpfiff völlig illusionslos. Seine Mannschaft hat drei Niederlagen in Folge kassiert, 17 Gegentore sprechen eine deutliche Sprache.

Was der Trainer auch versucht – Viererkette in der Abwehr oder Dreierkette, neues Personal hinten wie vorne –, alles ist derzeit Makulatur. Denn wenn jedes Mal ein anderer Spieler den Gegner durch einen individuellen Fehler zum Tore schießen einlädt, ist die Aufstellung nebensächlich.

Dabei wähnten sich die Bielefelder auf einem sehr guten Weg. Saibene und auch Torwart Stefan Ortega Moreno verwiesen zwei Tage vor dem Spiel darauf, dass sich die Mannschaft spielerisch verbessert habe. Das stimmt.

Vorgeschmack auf Absitegskampf in Aue

Seit Saibene im März 2017 das Traineramt übernommen hat, geht es fußballerisch mehr oder weniger stetig aufwärts. Die Vorsaison schloss Arminia auf Platz vier ab. Und das nach dem Fastabstieg in der Spielzeit davor. Durch gute Transfers im Sommer wurde das Team gezielt verstärkt. Trotzdem hüteten sich die Verantwortlichen davor, als Ziel für die aktuelle Saison mehr als einen einstelligen Tabellenplatz auszugeben. Wie es im Moment aussieht, war das eine weise Entscheidung. Denn derzeit »geht der Blick nach hinten« (Saibene).

Einen ersten Vorgeschmack auf Abstiegskampf wird es schon am Samstag in Aue geben. Fußball spielen ist im Erzgebirge sicher weniger gefragt als kämpfen.

Kommentare

verzwickt

Die momentane Situation verlangt dem Fan wieder einmal viel ab. Die verbesserte Spielweise wird sich aber mittelfristig auszeichnen. Das hilft jetzt natürlich gar nichts.
Aber was soll's in 2. BL spielen fast alle gegen den Abstieg und wir schwimmen auch in dieser Gruppe fröhlich mit. Aber ich bin überzeugt, das es am Ende locker reicht.
Ein Aufstieg ohne umfangreiche Mittel wäre eine Katastrophe. Siehe Nürnberg oder Düsseldorf.

Unnötig ???

Unnötig aber auch nur, weil es eigentlich 3:0 hätte stehen müssen. Aber Vogelsammer hat aktuell kein Zweitliganiveau. Wie der Rest der Mannschaft es auch nicht hat. Aber auch dann hätte man vielleicht nur einen Punkt geholt. Arminia macht aktuel von allen Zweiligisten den schwächsten Eindruck. Der Trainer steht dem in nichts nach. Spätestens wenn die die nächsten zwei Spiele verloren gehen ( wovon man ausgehen muss ) muss Arminia auf der Trainerposition handeln.

2 Kommentare

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