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Di., 23.10.2018

Ex-Armine trotz Niederlage zuversichtlich – DSC testet am Dienstag gegen Bremen Kamper glaubt an Erstligarückkehr

Jonas Kamper mit seiner Frau Zanne und den Töchtern Chloe und Monique im Museum auf der Alm.

Jonas Kamper mit seiner Frau Zanne und den Töchtern Chloe und Monique im Museum auf der Alm. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). »We have to fight weiter!« Kaum ein Spruch passt besser zu Arminia Bielefeld als der von Jonas Kamper. Der Däne spielte von 2006 bis 2010 beim DSC, erzielte in 80 Erstligaspielen zehn Tore und wurde zu einem der beliebtesten Spieler der jüngeren Vergangenheit.

Sein Freistoßtor gegen die Bayern und Oliver Kahn vom September 2006 ist unvergessen. Am Samstag war der 35-Jährige mit seiner Frau Zanne und den Kindern Chloe und Monique in der Schüco-Arena zu Gast und sah die 2:3 (0:2)-Niederlage gegen die SpVgg Greuther Fürth.

»Bielefeld ist meine zweite Heimat. Es berührt mich wirklich, hier zu sein. Arminia war wie eine Familie, das habe ich nirgendwo anders so erlebt«, freute sich Kamper, der von Fans und früheren Weggefährten wie Zeugwart Rainer Schonz herzlich begrüßt wurde.

Testspiel gegen Werder Bremen

Kampers Spruch passt auch in der aktuellen Situation zum DSC. Nach drei Niederlagen am Stück und vor dem Spiel in Aue (Samstag, 13 Uhr) haben die Arminen die Zeichen der Zeit erkannt. »In der 2. Liga darf man sich in keiner Situation ausruhen. Wir haben gegen Fürth eine verheerende zweite Halbzeit gespielt. Das müssen wir aufarbeiten und in Aue besser machen«, forderte Mittelfeldspieler Manuel Prietl.

Trainer Jeff Saibene war kurz nach dem Spiel enttäuscht und auch ein wenig ratlos. »Wir haben komplett den Faden verloren, keine Ahnung wieso«, sagte der 50-Jährige, der zum zweiten Mal in Folge im 3-5-2 hatte spielen lassen und seine Abwehrkette personell veränderte. Für Kapitän Julian Börner spielte Brian Behrendt. »Wir haben vier gleichwertige Innenverteidiger, ich habe mich für diese drei entschieden«, wollte Saibene nicht viel zu Börners Bankplatz sagen. Behrendt und seine Nebenmänner Cedric Brunner sowie Stephan Salger waren die drei Gegentore noch nicht einmal direkt anzulasten. Die groben Fehler machten andere.

Schon am Dienstag kann an der Abwehrarbeit gefeilt werden. Die Arminen bestreiten in Lohne ein Testspiel gegen Erstligist Werder Bremen (18 Uhr).

»Haben sich in der 2. Liga stabilisiert«

Jonas Kamper ist übrigens überzeugt, dass Arminia die Kurve bekommt und über kurz oder lang auch wieder in die Bundesliga aufsteigen wird. »Die Finanzen sind geordnet, sie haben sich in der 2. Liga stabilisiert. Ein Ziel zu setzen und ein Jahr zu nennen, in dem man aufsteigen will, ist gefährlich. Aber wenn sie so weitermachen, wird es auf jeden Fall passieren. Ich hoffe, so schnell wie möglich«, sagte der Däne, der im Sommer seine aktive Karriere beendet hatte.

»Ich war noch drei Tage nach einem Spiel müde. Es wurde Zeit, und ich wollte den Zeitpunkt selbst bestimmen«, erklärt Kamper, der als TV-Experte in seiner Heimat arbeitet und montags bis freitags Versicherungen verkauft.

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