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So., 28.10.2018

Erstmals kassiert Arminia unter Saibene vier Pleiten in Folge Die Krise verschärft sich

Hier wird die Niederlage eingeleitet: Jan Hochscheidts Ball fliegt von der Unterlatte ins Tor, Philipp Klewin ist machtlos.

Hier wird die Niederlage eingeleitet: Jan Hochscheidts Ball fliegt von der Unterlatte ins Tor, Philipp Klewin ist machtlos. Foto: Thomas F. Starke

Bielefeld (WB). Tiefer und tiefer rutscht Arminia Bielefeld in die Krise. Das 0:1 (0:0) beim FC Erzgebirge Aue bedeutete die vierte Niederlage in Folge und eine deutliche Verschärfung der Situation.

Nur noch drei Punkte beträgt der Vorsprung des DSC (14.) auf Rang 16. Tabellenplatz drei ist mittlerweile sieben Zähler entfernt. Erschreckend war aber vor allem die schlechte Darbietung der Arminen in Sachsen.

»Nichts schönzureden«

»Bei den letzten drei Spielen, die wir verloren haben, war die Leistung okay. Heute war es kein gutes Spiel von uns. Es fehlt überall ein bisschen. Es fehlt vorne, es fehlt hinten und es fehlt auch im Mittelfeld. Es gibt nichts schönzureden«, kritisierte Jeff Saibene.

Zwei Spiele hatte der Trainer, der mit dem DSC noch nie zuvor vier Partien in Folge verloren hatte, es im neuen 3-5-2-System probiert. Im Erzgebirge wechselte Saibene zurück zum 4-4-2 – ohne Erfolg. Neben Torwart Philipp Klewin, der den verletzten Stefan Ortega Moreno ersetzte, stand Roberto Massimo erstmals in dieser Saison in der 2. Liga in der Startelf. Erneut auf der Bank saß Kapitän Julian Börner.

Unruhige Zeiten

Nach drei Niederlagen in Folge war allen Arminen bewusst, dass bei einer erneuten Niederlage beste Aussichten auf unruhige Zeiten bestehen würden. Konsequenzen aus dem Wissen – Fehlanzeige. Ohne Biss, zurückhaltend und wenig zielstrebig begann der Auftritt in Aue und zog sich so nahezu durch die 90 Spielminuten. Gegen harmlose Gäste genügte den Sachsen deshalb ein wenig mehr Biss und der Sonntagsschuss von Jan Hoscheidt, um das Spiel für sich zu entscheiden.

Nach einem Pass in den Lauf setzte sich der Auer gegen DSC-Verteidiger Stephan Salger durch und hob den Ball über Klewin hinweg an die Unterlatte, von wo er hinter die Linie sprang – 1:0 Aue (66.).

Vor dem Tor und auch nach dem Rückstand blieb das offensive Angebot der Ostwestfalen aber zu spärlich. Es war offensichtlich, dass sich der DSC schwer tat, »nach vorne in irgendeiner Form zwingend zu werden«, wie es Sport-Geschäftsführer Samir Arabi beschrieb.

Fußballerisch will nicht viel klappen

Fußballerisch will momentan nicht viel klappen bei den Arminen, die nur durch Joan Simun Edmundssons Schuss (30.) und Cedric Brunners Kopfball (50.) in Tornähe kamen.

Beispielhaft für offensive Harmlosigkeit war Sven Schipplock. Bereits in der 13. Minute kam der lange verletzte Stürmer für den am Knie verletzten Fabian Klos aufs Feld, konnte aber keinerlei Akzente setzen.

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Wenn man Woche für Woche verliert, wird es jede Woche schlimmer.

Sven Schipplock

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So wie Schipplock scheint es nahezu allen Arminen zu gehen: Der Kopf blockiert die Beine. Das hat auch Saibene festgestellt: »Wenn man Woche für Woche verliert, wird es jede Woche schlimmer. Es ist jetzt unsere Aufgabe, die Mannschaft in die Spur zu bekommen.« Und das sollte schnell gelingen: Am Mittwoch (20.45 Uhr) ist der MSV Duisburg in der zweiten Runde des DFB-Pokals in der Schüco-Arena zu Gast.

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