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Mo., 29.10.2018

Kommentar zur DSC-Krise Die Situation ist bedenklich

Jeff Saibene (links) und sein Co-Trainer Carsten Rump.

Jeff Saibene (links) und sein Co-Trainer Carsten Rump. Foto: Thomas F. Starke

Von Sebastian Bauer

Für Jeff Saibene war es eine fast aussichtslose Aufgabe, als der bis März 2017 in Deutschland noch vollkommen unbekannte Trainer bei Arminia Bielefeld anheuerte, um den eigentlich nicht mehr zu rettenden DSC zu retten. Klar war damals nur: Der Neue hatte nichts zu verlieren. Wäre die Mission misslungen, Saibenes nach jener Saison auslaufende Vertrag hätte mit großer Wahrscheinlichkeit keine Fortsetzung gefunden. Der Luxemburger wäre um eine Erfahrung reicher und der sowieso nicht mehr zu rettende DSC erneut Drittligist gewesen.

Es kam anders: der Erfolg, die Rettung, noch mehr Erfolg, Tabellenplatz vier nach der vergangenen Saison. Sportlich ging es nahezu nur bergauf seit dem Frühjahr 2017. Für den leidgeplagten Arminia-Fan eine ungewohnte Situation. Doch weiß der, der es mit den Blauen hält, eben auch: Sei dir nie zu sicher, schließlich handelt es sich hier um den DSC Arminia Bielefeld.

Krisen gehören zur Klub-DNA

Und im Spätherbst 2018 beweisen die Arminen , dass die Gene für Krisen und sportliche Probleme natürlich noch zur DNA des Klubs gehören. Die Folge: Saibene muss die schwerste Krise seiner Amtszeit meistern. Eine Situation, die sicherlich nicht aussichtslos, aber mit Sicherheit bedenklich ist.

Der Kredit des Erfolgstrainers ist zwar weiter groß. Dennoch sind erste Stimmen vernehmbar, dass Systemwechsel und Personalrotationen in den vergangenen Wochen nicht zur Stabilität des Zweitligisten beigetragen, sondern die Situation verschärft haben. Dass die Zeichen für den Misserfolg vielleicht zu spät erkannt wurden und nun entsprechend deutlich gegensteuert werden muss.

Woran aber selbst vier Niederlagen in Serie nichts ändern: Der Luxemburger ist ein Ruhepol, hat in der Vergangenheit Konsequenz und das Gespür für die richtigen Entscheidungen bewiesen. Auch wenn der Druck steigt: Jeff Saibene ist ganz sicher in der Lage, den DSC Arminia erneut aus der Krise zu führen.

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