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Di., 30.10.2018

Arminias Krise bringt Sportchef Arabi nicht aus der Ruhe – Präsident Laufer erwartet Reaktion »Wir verfallen nicht in Panik«

DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer (links) und Sport-Geschäftsführer Samir Arabi

DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer (links) und Sport-Geschäftsführer Samir Arabi Foto: Thomas F. Starke

Von Sebastian Bauer

Bielefeld (WB). Die Lage ist ernst, dessen ist man sich beim DSC Arminia Bielefeld bewusst. Niemand beim Fußball-Zweitligisten nimmt den Negativlauf mit vier Niederlagen in Serie auf die leichte Schulter. Und dennoch: Vor Kurzschlussreaktionen warnen Sport-Geschäftsführer Samir Arabi und Präsident Hans-Jürgen Laufer im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT.

»Ganz sicher werden wir jetzt nicht in Panik verfallen, sondern die Situation intern analysieren«, betont Arabi. Der Vereinsboss meint: »Es ist wichtig, dass nun alle in Ruhe und gemeinsam an einer Lösung arbeiten.«

Mit der desolaten Darbietung in Aue (0:1) und der Fortsetzung der Pleitenserie hat die Krise deutlich an Wucht zugenommen . Daraus macht auch Samir Arabi kein Geheimnis: »Dass muss man erst mal wegstecken. Natürlich gehören Niederlagen zum Geschäft. Aber vier Niederlagen in Folge sind schon nicht ohne. Wir müssen analysieren, wie wir in diese Situation gekommen sind. Und was wir machen müssen, um da wieder rauszukommen.«

Nur drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz

Die Chance, ein positives Zeichen in Krisenzeiten zu senden, haben die Arminen bereits am Mittwoch im DFB-Pokalspiel gegen Ligakonkurrent MSV Duisburg (20.45 Uhr, Schüco-Arena). Darauf hofft auch Hans-Jürgen Laufer: »Gegen Duisburg möchte ich eine Reaktion sehen«, gibt der Vereinsvorstand deutlich zu verstehen. Die Mannschaft müsse an sich arbeiten und »sich selbst aus dem Schlamassel befreien«, sagt Laufer.

Bis zum siebten Spieltag, dem 2:1-Sieg in Darmstadt und den damit verbuchten zwölf Saisonpunkten war der DSC noch voll im Soll. Womöglich eine Situation, die zu viele Spieler in Sicherheit gewogen hat. »In einer so ausgeglichen Liga sollte man nie davon ausgehen, dass es ein Selbstläufer ist. Es ist immer gefährlich, wenn man denkt, dass etwas von allein läuft«, hat Arabi festgestellt.

Die Konsequenz: Gefährlich nah sind die Bielefelder nun an die Abstiegsplätze heran gerückt. Nur noch drei Punkte trennen die Mannschaft von Trainer Jeff Saibene aktuell von Relegationsrang 16.

Klos wieder einsatzbereit

Positiv: Stürmer Fabian Klos wird gegen den MSV wieder mit von der Partie sein. In Aue musste der Rekordtorjäger nach einem Schlag aufs Knie bereits nach 13 Minuten vom Platz. Gestern nahm Klos wieder am Training teil, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Mit dem 30-Jährigen wäre der dringend benötigte Führungsspieler zurück in der Elf, der dem DSC in Aue deutlich fehlte. Gut möglich erscheint auch, dass Routinier Tom Schütz nach seiner überstandenen Achillessehnenverletzung in den Kader des DSC Arminia zurückkehrt.

Für die Pokalpartie gegen Duisburg hat der Verein bislang 16.500 Eintrittskarten verkauft, darunter 2500 an Fans der des MSV. Insgesamt erwartet der DSC etwa 18.000 Zuschauer in der Schüco-Arena.

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