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Mi., 31.10.2018

Die Tugenden der Vorsaison sollen dem DSC gegen Duisburg helfen – mit Video Auf der Suche

Trainer Jeff Saibene bleibt seinem Stil treu.

Trainer Jeff Saibene bleibt seinem Stil treu. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). Zu brav und zu leise: Fast schon ein wenig wehrlos hatte sich Arminia Bielefeld in die 0:1-Pleite bei Erzgebirge Aue gefügt. Das soll am Mittwochabend (20.45 Uhr) in der Zweitrundenpartie des DFB-Pokals gegen den MSV Duisburg ganz anders werden.

Etwa 18.000 Besucher (davon 2500 aus Duisburg) werden in der Schüco-Arena erwartet. Und wenn es nach DSC-Trainer Jeff Saibene geht, wird sich Aue nicht wiederholen. »Ich habe viele Gespräche geführt. Erst mit dem Mannschaftsrat, dann einzeln. Ich habe das Gefühl, dass das jedem gutgetan hat. Wir haben einen Schlussstrich gezogen und wollen das Pokalspiel mit neuem Elan und großer Vorfreude angehen. Ich habe den Spielern meine Erwartungen geschildert und habe die Hoffnung, dass die Köpfe wieder frei sind«, sagte der Coach gestern.

Beim Fußball ist vieles Kopfsache

Dass die Einstellung in Aue das Problem gewesen sei, bestreitet Saibene. »Ich glaube nicht, dass es an der Einstellung liegt. Wir sind in einer Negativspirale. Es ist ja nicht so, dass sie nicht wollen – auch wenn es vielleicht so aussah«, erklärte der Luxemburger. Beim Fußball ist vieles Kopfsache.

Ein Hauptmanko war die Zweikampfschwäche. Nur 42 Prozent der Zweikämpfe wurden in Aue gewonnen. »Wir hatten zu wenig Aggressivität im Spiel, wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen. Letztes Jahr hat uns unsere Aufsässigkeit ausgezeichnet. Keiner wollte gerne gegen uns spielen. Da müssen wir wieder hinkommen«, forderte Saibene. Das System sei dabei zweitrangig. »Wir müssen uns daran erinnern, was uns stark gemacht hat. Das ist im Moment ein bisschen verschwunden, aber nicht ganz weg. Wir müssen es nur wieder auf den Platz bringen.«

Coach bemängelt fehlende Kommunikation

Neben der Zweikampfschwäche bemängelte der Coach die fehlende Kommunikation während des Aue-Spiels. »Es war sehr ruhig auf dem Platz. Jeder muss mehr Verantwortung übernehmen, das war ein großes Thema. Da spielt das Alter keine Rolle«, sagte Saibene.

Sich selbst bleibt der Trainer auch nach vier Pleiten am Stück treu. »Wenn ich jetzt eine andere Rolle spielen würde, würde ich das nicht gut finden. Ich fange jetzt nicht an rumzuschreien. Das ist nicht meine Art. Ich mache es wie immer: Sachen klar ansprechen, konsequent sein. Ich ändere mich jetzt nicht wegen vier Niederlagen am Stück«, sagte er.

Weiterhin Ruhe im Verein

Der 50-Jährige freute sich, dass trotz der Krise weiterhin Ruhe im Verein herrscht: »Ich versuche, den Fokus nur auf die Arbeit zu legen und die Mannschaft gut vorzubereiten. Alles andere kann ich nicht beeinflussen. Ich bin mit den Gedanken einfach nur bei der Trainingsarbeit. Als junger Trainer war das anders, da habe ich auch immer nach den Spielen die Zeitungen gelesen. Das mache ich heute nur noch, wenn wir 5:0 gewonnen haben«, sagte er lachend.

Arminia scheiterte im Vorjahr in der ersten Runde, in der Pokalsaison davor wurde das Viertelfinale erreicht und 2014/15 letztmals das Halbfinale. Der MSV erreichte zuletzt 2010/11 das Pokal-Achtelfinale und zog anschließend auch ins Finale ein (0:5 gegen Schalke 04).

So könnte Arminia spielen

Klewin - Brunner, Behrendt, Salger (Börner), Hartherz - Edmundsson, Seufert, Prietl, Staude - Klos, Owusu

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