>

Do., 01.11.2018

Kommentar zum Pokalspiel des DSC Einfach erschreckend

Fabian Schnellhardt lässt die DSC-Verteidiger Julian Börner (links) und Florian Hartherz alt aussehen. Es ist das 2:0.

Fabian Schnellhardt lässt die DSC-Verteidiger Julian Börner (links) und Florian Hartherz alt aussehen. Es ist das 2:0. Foto: Thomas F. Starke

Von Sebastian Bauer

Bielefeld (WB). Dieser gruselige Abend passte erschreckend gut zu Halloween. Von Vorteil für die Arminen war beim verdienten Pokal-Aus einzig und allein, dass zumindest das Abstiegsgespenst im DFB-Pokal keine Rolle spielt.

Es war nur ein schwacher Trost angesichts der Tatsache, dass der DSC die Chance auf die fette Einnahme von 664.000 Euro für den Einzug ins Achtelfinale verspielt hat. Was aber wohl nachhaltiger belastet, ist allerdings der Umstand, dass es die Arminen ziemlich deutlich verpasst haben, endlich ihr Selbstvertrauen aufzutanken.

Wie gemalt war der Pokal, um sich den Ligafrust nach vier Niederlagen in Serie von der Seele zu schießen. Stattdessen trägt der DSC nach 90 Minuten gegen den MSV Duisburg nun einen noch viel schwereren Rucksack mit sich herum. Aufsässiger wollten sie sein, kampfeslustiger als zuletzt. Vorgeführt wurden sie 45 Minuten lang vom Vorletzten der 2. Liga, der verstanden hatte, dass es nur mit Kampf und Leidenschaft funktioniert.

Dem Schicksal gefügt

Besonders erschreckend: Die Arminen fügten sich viel zu leicht ihrem Schicksal und machen sich und ihrem Trainer das Leben damit noch schwerer. Pleitenserie, Personalrochaden und Systemumstellungen haben die von einigen vor der Saison als stärkste Arminia seit Jahren eingeschätzte Mannschaft anscheinend deutlich mehr verunsichert als bislang vermutet.

Damit steigt auch der Druck auf Jeff Saibene. Die längste Niederlagenserie seit fünf Jahren schreit nach Lösungen. Noch finden Trainer und Team diese nicht. Und das macht die Situation immer brenzliger.

Finanziell sicher, sportlich nicht

Es passt zur nervenaufreibenden Geschichte des DSC Arminia Bielefeld, dass der Klub ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, als er finanziell nach vielen Jahren auf dem Schuldenberg dank der Unterstützung der ostwestfälischen Wirtschaft wieder auf gesunden Beinen steht, sportlich mächtig ins Trudeln gerät.

Am Sonntag kommt der Tabellenfünfte FC St. Pauli auf die Alm. Und auch mit ganz viel Fantasie lässt sich aktuell nur schwer vorstellen, wie die völlig vom Weg abgekommenen Arminen bis dahin zurück in die Spur finden sollen. Das 0:3 gegen Duisburg hat klar gemacht, dass es ein »Weiter so« nicht geben kann. Ansonsten wird das Abstiegsgespenst tatsächlich bald Dauergast auf der Alm.

Kommentare

@freemind

Samir bist du es?

Warten

Wann wird der Knoten platzen? Wer geht voran um den Bock umzustoßen? Die jungen Spieler haben es schwer mit dem Druck umzugehen. Die Erfahrenen wirken überfordert.
Jeff muss es schaffen, dss wieder an den Sieg geglaubt wird. Der Stachel sitzt tief. Momentan ließe sich die Situation noch leicht geraderücken. Toi, Toi, Toi. Und viel üben bitte.

WB die negativ Stimmungsmache

Liebes Westfalen Blatt, schaut euch mal die Überschriften der letzten Artikel an. Krise Krise Krise. Wenn ihr sie wollt und fordert, bekommt ihr sie. Ihr macht die Stimmung. Anstatt mal positiv zu schreiben, zu motivieren, zu recherchieren was gut war - Nein. Chancen zu sehen, z. B. dass sich die junge Mannschaft so finden und formen kann. Negatives Denken hat noch nie zu Erfolg oder Selbstbewusstsein geführt. Vielleicht solltet ihr das mal in Betracht ziehen. Motiviert die Mannschaft, die Stadt, die Fans, die Bevölkerung lieber anstatt Panik und Krise zu propagieren. Aber sowas können Zeitungen ja super.

3 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6159849?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2536432%2F