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So., 11.11.2018

2. Liga: Fabian Klos rettet dem DSC das Remis in Ingolstadt Arminia holt einen Punkt

Benedikt Gimber (links) gegen Arminias Patrick Weihrauch.

Benedikt Gimber (links) gegen Arminias Patrick Weihrauch. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Ingolstadt (WB). Die Niederlagenserie hat ein Ende. Arminia Bielefeld hat nach zuvor sechs Pflichtspielpleiten mit dem 1:1 am Sonntag beim FC Ingolstadt den freien Fall gebremst. Zunächst hatte das Tabellenschlusslicht 1:0 geführt. Dann glich Fabian Klos in einem spannenden Zweitligaspiel für die Arminen aus.

DSC-Coach Jeff Saibene hatte angekündigt, dass im Vergleich zum vorherigen 1:2 gegen St. Pauli zwei personelle Änderungen möglich seien. Und so kam es dann auch. Anstelle des erneut am Knie verletzten Cedric Brunner rückte der Franzose Jonathan Clauss auf die Rechtsverteidigerposition.

Und in der Innenverteidigung lief neben Kapitän Julian Börner für Stephan Salger Brian Behrendt im Audi-Sportpark auf. Das DSC-Tor hütete erneut Philipp Klewin.

Nach der Länderspielpause sollen aber sowohl Abwehrmann Brunner als auch der ebenfalls am Knie verletzte Stammkeeper Stefan Ortega Moreno wieder zur Verfügung stehen. Erster Gegner nach der Unterbrechung ist am Freitag, 23. November, der MSV Duisburg.

Mega-Parade von Klewin

In Ingolstadt war Klewin derjenige, der die Ostwestfalen mit einer Mega-Parade vor dem frühen Rückstand bewahrte. Nach einem Freistoß von Konstantin Kerschbaumer kam der lange Stefan Kutsche zum Kopfball. Doch Klewin kratzte die Kugel noch so gerade um den Pfosten (12. Minute). Zu diesem Zeitpunkt hatte der Gastgeber bereits die Kontrolle über die weitgehend schmucklose Begegnung übernommen.

Nach ansprechendem Arminia-Auftakt, bei dem Keanu Staude das 1:0 auf dem Fuß hatte (2.), ließen die Ostwestfalen schnell nach. Manuel Prietls halbherziger Schussversuch verfehlte das Ziel deutlich (6.). Dann kam nichts mehr.

Kerschbaumer-Freistoß an die Latte

Ganz anders die Ingolstädter. Bevor Kutschke Klewin prüfte, hatte bereits Paulo Otavio das 1:0 auf dem Fuß gehabt, sein Schuss war aber zu unplatziert (8.). Die 400 mitgereisten Arminia-Anhänger sahen dann noch mit an, wie ein Kerschbaumer-Freistoß an die Lattenunterkante klatschte (28.). Glück für die Gäste!

»Wenn man sechsmal auf die Schnauze bekommt, sind zwei Unentschieden schon ein Aufschwung«, hatte Ex-Armine Kerschbaumer im Vorfeld der Partie über die letzten Resultate seiner »Schanzer« gegenüber dem »Donaukurier« gesagt.

Der Gastgeber ging als Tabellenletzter in die Begegnung mit Bielefeld, war im Duell der Enttäuschten gegen Arminia aber die bessere Mannschaft.

Rechte Seite enttäuscht

Insbesondere die rechte DSC-Seite mit Clauss und Weihrauch davor enttäuschte. Darum war es auch nicht überraschend, dass Weihrauch noch vor der Pause für Stephan Salger Platz machen musste. Da die übrigen Arminen allerdings auch nicht wesentlich besser waren, konnte der DSC froh sein, gegen keinesfalls brillante Ingolstädter mit einem 0:0 in die Pause gekommen zu sein.

Saibene ließ sein Team nun statt im 4-4-2 mit Dreierkette agieren. Ohne nennenswerten Erfolg. Stattdessen schlug der FCI zu. Salger verlor nach ungenauem Anspiel von Börner den Ball, Frederic Ananou zog los, spielte auf Osayamen Osawe, der wiederum Almog Cohen bediente. Ingolstadts Mittelfeldspieler überwand Klewin mit einem überlegten Schuss aus 14 Metern (55.).

Bielefeld wirkte lethargisch, brachte trotz der Hereinnahme von Andreas Voglsammer offensiv kaum etwas Gefährliches zustande. Doch dann ließen die Hausherren Fabian Klos einen Moment lang aus den Augen. Freistehend versenkte der Stürmer per Kopf eine Flanke von Joan Simun Edmundsson zum 1:1 (78.). Dabei blieb’s, weil der Gastgeber in Person von Dario Lezcano kurz vor Schluss nur den Pfosten traf.

Statistik

Arminia Bielefeld: Klewin - Clauss, Behrendt, Börner, Lucoqui (62. Hartherz) - Weihrauch (43. Salger), Prietl (66. Voglsammer), Schütz, Staude - Klos, Edmundsson

FC Ingolstadt 04: Heerwagen - Neumann, Matip, Gimber - Ananou (69. Gaus), Krauße, Otavio Rosa da Silva - Kerschbaumer, Cohen (65. Röcher) - Kutschke (82. Lezcano), Osawe

Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover) - Zuschauer: 7081

Tore : 1:0 Cohen (55.), 1:1 Klos (78.)

Gelbe Karten: - / Börner (1), Prietl (2), Edmundsson (5)

 

Kommentare

Offenbarungseid

Muss Ulrich B. völlig Recht geben .
vor 2 Jahren habe ich nach dem 2 .Trainerwechsel immer an den Nichtabstieg geglaubt .Hatte den 1.Auswärtssieg in Sandhausen und den Sieg gegen Braunschweig vorausgesagt .
Nur die jetzige Situation ist viel bedrohlicher!!!!
Der Trainer ist bei der Truppe nicht zu beneiden .er ist ein Guter .
Es sind gute Jungs dabei .Wenn ich aber Spieler wie Börner ,Salger .Klos Brandy und der Aussortierte Nöthe sehe wird mir ganz anders .
Charakterlich voll daneben . wenn die Herren nicht wollen ,so spielen sie dann.
Man spielte gegen Rehm . Rehm wollte hohes Pressing spielen mit hoher Laufbereitschaft Das wollten die Herren nicht und so wurde gespielt . Kramny wurde garnicht für voll genommen .Unter Rump wurde alles gegeben und sehr gut gespielt .
Jetzt spielt man gegen den nächsten Trainer .
Vogelsammer schmollt wegen seinem geplatzten Wechsel nach Ingolstadt.
Die Mannschaft wurde jahrelang zu schwach verstärkt .
Durch solche internen Reibereien mausert man sich zum direkten Absteiger .


Schlimmer geht nimmer

Ich hoffe, man rettet sich halbwegs unbeschadet in die Winterpause.Was man heute gesehen hat, war das Spiel eines Absteigers. Dabei täuscht das Ergebnis darüber hinweg, dass Ingolstadt noch die bessere von zwei schlechten Mannschaften war. Was Armina abgeliefert hat, war allenfalls regionaligatauglich. Der desolateste von drei Mannschaftsteilen, die Abwehr, bedarf dringendst einer Verstärkung. Möglicherweise verbessern sich damit auch das Mittelfeld und der Angriff. Was Börner, Salger und Co.abliefern, ist unter aller Kanone. Beide gehören eigentlich nicht einmal auf die Bank. Ich sehe für den Rest der Saison tiefschwarz.

Glück gehabt

Ein echter Duselpunkt wurde errungen. Bei unseren Arminen lief nichts zusammen. Alle bleiben unter ihren Möglichkeiten.
Ich möchte keinen persönlich kritisieren, aber einige haben sich überhaupt nicht mehr unter Kontrolle. Das ist die reine Verunicherung. Keiner will den Entscheidenden Fehler machen. Nach dem aus dem nichts das 1:1 gefallen war, kam dann kurz der Glaube an die eigene Stärke zurück.
Es war mal wieder schön Kerschbaumer zu sehen. Genau so ein Antreiber aus dem Mittelfeld macht den Unterschied. Oder auch die 900.000€ Ablöse. Das tut echt weh. Ich denke das dort am sportlichen Erfolg gespart wurde. Jetzt hilft nur noch sich Punkte zu erarbeiten und teuer in Winter nach zu verpflichten.
Aber positiv ist der gewonnene Punkt. Ich hoffe dieser gibt Sicherheit!!!

3 Kommentare

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