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Di., 13.11.2018

Arminias Einnahmen aus Pokal und Transfers kommen künftig dem Sport zugute Neue Perspektiven

Die DSC-Geschäftsführer Markus Rejek und Samir Arabi schauen in eine positive Zukunft.

Die DSC-Geschäftsführer Markus Rejek und Samir Arabi schauen in eine positive Zukunft. Foto: Thomas F. Starke

Bielefeld (WB/sba). Als nahezu schuldenfreier Zweitligist erweitert sich der Handlungsspielraum des DSC Arminia enorm. Die personelle Aufrüstung zum künftigen Erstligisten wird es deshalb aber nicht geben, wie am Montag alle Verantwortlichen versichern.

»Wir haben das Konstrukt so aufgebaut, dass wir stabil in der 2. Liga spielen können. Und wir könnten auch mal die 3. Liga abfedern«, betont Dr. Maurice Eschweiler, Vorstandsmitglied der DMG Mori AG und Vertreter des »Bündnis Ostwestfalen«. Anson­sten wollen die neuen Arminia-Partner aber »in keiner Weise in sportliche Belange reinreden«, wie Eschweiler erklärt.

Nun liegt es nahe, dass der DSC, obwohl die aktuelle sportliche Situation keinen Anlass dafür bietet, nach sportlich höheren Weihen strebt. »Wir alle haben große Ambitionen. Aber sicher schreiben wir den Aufstieg nicht aufs Tableau. Wir wollen vor allem eins: uns in der 2. Liga stabilisieren«, sagt DSC-Geschäftsführer Markus Rejek.

Erlöse nicht mehr für Schuldentilgung

Fakt ist, dass der Klub ohne Schuldendruck anders planen kann. Einnahmen aus Transfers, dem Pokal oder weiteren Sondereffekten stünden in Zukunft »tatsächlich zur Verfügung«, erläutert Rejek und ergänzt: »In der Vergangenheit hätte dieses Geld dafür genutzt werden müssen, Schulden abzubauen. Ab jetzt können wir es nutzen, um in die Infrastruktur oder in den sportlichen Bereich zu investieren.« Zukünftige sportliche Erfolge wirken sich damit direkt auf die Möglichkeiten des Teams von Trainer Jeff Saibene aus.

»Das ist natürlich sehr erfreulich. Uns ist aber bewusst, dass nun nicht automatisch mehr Geld zur Verfügung steht«, merkt Sport-Geschäftsführer Samir Arabi an. Vergangene sportliche Erfolge, die finanziell beachtliche Einnahmen bescherten, etwa das Erreichen des Pokal-Halbfinals 2015 oder Transfererlöse wie im Sommer (mehr als drei Millionen Euro für Roberto Massimo und Henri Weigelt), fließen nun nicht mehr in die Schuldentilgung.

Auf der neuen, fast schuldenfreien Basis wird Arabis Arbeit erleichtert. »Es gibt jetzt mehr Ruhe, weil weniger Druck da ist. Bislang war es bei Arminia oft existenziell«, sagt der Sportchef.

Investitionen in den Nachwuchs

Doch nicht nur in Beine, auch in Steine soll in Zukunft investiert werden. Am Trainingsgelände an der Friedrich-Hagemann-Straße hat der Klub großen Nachholbedarf. Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe sind dort nötig – auch um den Nachwuchsbereich zu stärken. Rejek: »In Ostwestfalen-Lippe wollen wir das Nachwuchsleistungszentrum der Region sein. Deshalb müssen wir dringend die Infrastruktur verbessern.«

Dafür suchte der Verein zuletzt auch nach Ausweichflächen in der Stadt. Nun ist aber nicht mehr ausgeschlossen, dass ein neues Trainingsgelände an alter Stelle entstehen könnte.

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