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Mi., 21.11.2018

Glosse: Erklärungsversuche für die schwarz-weiss-blaue Mütze des Real-Madrid-Stars Schlägt das Herz von Toni Kroos für Arminia?

Toni Kroos nach dem letzten Deutschland-Spiel mit schwarz-weiss-blauer Mütze.

Toni Kroos nach dem letzten Deutschland-Spiel mit schwarz-weiss-blauer Mütze.

Von Sebastian Bauer

Bielefeld (WB). Die Millionen verdient Toni Kroos beim Edelklub Real Madrid. Doch das Herz des Nationalspielers, das scheint für den bodenständigen Zweitligisten Arminia Bielefeld zu schlagen. Ein nicht ganz ernst gemeinter Beitrag zur Kroos-Mütze.

Folgende Begebenheit muss ja plausibel zu erklären sein. Da spielt die DFB-Elf, in erfolgreichen Zeiten DIE Mannschaft, in Gelsenkirchen gegen die Niederlande. Nach dem Abpfiff, wenn alle geduscht sind, stehen die Spieler dann den Medien Rede und Antwort. Ein paar Floskeln hier, ein paar Floskeln da und: eine schwarz-weiss-blaue Mütze auf dem Kopf von Toni Kroos. 

So war es Dienstagabend zu sehen im Fernsehen. In der Tagesschau präsentierte Kroos stolz sein gestricktes Kleinod. Eine eindeutige Botschaft? »Die Arminia, das ist mein Verein?«

Oder doch der HSV? Oder eine Entschuldigung?

Oder? Vielleicht hat Kroos sein Herz doch an den früher mal großen und fast nicht absteigbaren Ex-Dino Hamburger SV verloren? Schwer vorzustellen. Denn Toni Kroos hat Arminia schon länger im Blick. Mindestens schon seit dem 4. März 2015. Damals saß Kroos vermutlich im fernen Madrid auf der heimischen Couch und schaute das DFB-Pokal-Achtelfinale: Arminia Bielefeld gegen Werder Bremen. Bei eben jenem Bremen kickte damals Tonis kleiner Bruder Felix (heute Union Berlin). Und Bundesligist Bremen verlor 1:3 gegen den Drittligisten DSC.

Und während sich die Bremer Schmach und die Niederlage für seinen Bruder mehr und mehr abzeichneten, tippte Toni Kroos folgende Sätze ins Mobiltelefon und zwitscherte bei Twitter: »Sehr guter Platz da in Bielefeld. Hat mit Fußball nix zu tun..« Hatte es aber doch, war ja DFB-Pokal, auch wenn der Platz nicht im 1a-tip-top-Real-Madrid-Zustand daher kam. 

Und vielleicht, ganz vielleicht, hat sich Toni Kroos also am Montagabend in Gelsenkirchen gedacht: Es ist Zeit für eine Entschuldigung. Er kramte das schwarz-weiss-blaue Strickgut aus der DFB-Sporttasche, setzte es auf und zeigte damit jedem Arminia-Fan: »Ich mag euch doch. War damals doch gar nicht so gemeint.«

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