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Do., 22.11.2018

DSC-Kapitän Börner erklärt Leistungsloch – Verständnis für die Fans – mit Videos Börner: »Ich bin keine Maschine«

Arminias Kapitän Julian Börner (rechts) zieht ab. Gegen Duisburg soll unbedingt die Wende her.

Arminias Kapitän Julian Börner (rechts) zieht ab. Gegen Duisburg soll unbedingt die Wende her. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). Eng und damit kuschelig warm wird es Freitagabend auf den Tribünen der Bielefelder Alm nicht. Arminia rechnet für das Heimspiel gegen den MSV Duisburg (18.30 Uhr) nur mit etwa 15.000 Besuchern. Dass die Fans dem DSC nicht die Bude einrennen, kann Kapitän Julian Börner nachvollziehen.

»Nach sieben sieglosen Spielen würde ich am Freitagabend bei null Grad auch nicht unbedingt ins Stadion gehen. Das ist verständlich. Aber wir sind dafür verantwortlich, dass wir dann vielleicht in zwei Wochen wieder 5000 Fans mehr im Stadion haben«, sagt Börner.

Gerade Duisburg weckt schlechte Erinnerungen. Am 31. Oktober kassierte Arminia im Pokal eine 0:3-Heimklatsche gegen den MSV. Börner: »Dass die Fans enttäuscht und traurig sind, ist völlig nachvollziehbar. Das Heimspiel gegen Pauli (1:2) hat gezeigt, was wir können – gemeinsam mit den Fans. Wir haben leider trotzdem verloren, aber wir haben uns nicht so blamiert und abschießen lassen wie im Pokal gegen Duisburg.«

Zurück in die Erfolgsspur

Generell ist der Zuspruch diese Saison gut. Der Besucherschnitt nach sechs Zweitligaheimpartien liegt bei 19.612, in der vergangenen Spielzeit waren es am Ende 18.002 – ein DSC-Zweitligarekord. Sollten am Freitag weniger als 15.388 Zuschauer kommen (so viele waren es gegen Regensburg), wäre die bisher geringste Besucherzahl dieser Saison unterboten.

Unabhängig von der Zuschauerzahl geht es für Arminia laut Börner darum, endlich zurück in die Erfolgsspur zu kommen. »Wir wissen alle, dass die Situation nicht gut ist. Jetzt heißt es, Freitag von der ersten Sekunde an Gas zu geben. Wir wollen einen positiven Trend einleiten, das haben wir uns fest vorgenommen. Wir müssen Freitag ab 18.30 Uhr zeigen, dass wir es können«, erklärt der 27-Jährige, der seit Sommer 2014 in Bielefeld ist und durchaus noch schlimmere Phasen durchlebt hat. Aber: »Wir dürfen uns das Ganze auch nicht schönreden. Wir wissen, wie der Stand der Dinge ist. Es war schon mal schlimmer, aber wir dürfen auch nicht in einer Wohlfühloase sitzen und sagen, das wird schon irgendwann.«

»Fußball ist nun mal ein Ergebnissport«

Immerhin wurde vor der Länderspielpause mit dem 1:1 beim FC Ingolstadt die Niederlagenserie beendet. »Für den Kopf war es wichtig, mit einem positiven Gefühl in die Länderspielpause zu gehen. Aber es gab trotzdem nur einen Punkt, und Fußball ist nun mal ein Ergebnissport«, weiß der Kapitän, der selbst auch nicht seine beste Saison spielt.

Gegen Greuther Fürth (2:3) und in Aue (0:1) saß er nur auf der Bank. Doch jetzt ist er wieder als Abwehrchef gesetzt. »Ich habe in der Vergangenheit schon bessere Spiele gemacht für Arminia. Jetzt bin ich mal in einem kleinen Loch gewesen, ich bin auch keine Maschine. Ich konnte der Mannschaft in der Phase nicht weiterhelfen, deshalb hat sich der Trainer für einen anderen entschieden. Aber ich war nicht bockig. Das hatte schon seine Gründe«, äußert Börner Verständnis für seine unfreiwillige Auszeit.

Noch drei Heimspiele und dazu ein Derby

Jetzt sei die Stimmung bei ihm und auch in der Mannschaft trotz der Sieglosserie aber »sehr gut. Wir freuen uns auf Freitag und wollen uns für das Pokalspiel revanchieren. Es sind noch fünf Spiele in diesem Jahr, wir wollen die maximale Punktzahl holen. Wir haben noch drei Heimspiele und dazu ein Derby. Es gibt doch nichts Schöneres für einen Fußballer. Und wenn wir die fünf Spiele positiv gestalten, redet keiner mehr über den grauen Oktober und November.«

In welchem System der erste Sieg seit Ende September gelingen soll – Dreier- oder Viererkette in der Abwehr –, ist für Börner unwichtig: »Wir können auch mit fünf Stürmern spielen oder acht Abwehrspielern. Wir müssen Leidenschaft zeigen, Kampf, Wille, Spielfreude – dann ist egal, wer spielt und in welchem System. Ich bin kein Freund davon, zu sagen, das System liegt uns oder das liegt uns nicht. Das sind Ausreden.«

Kommentare

SWieder einmal Lippenbekenntnisse

Wenn ich diese Lippenbekenntnisse höre wird mir ganz anders . Klos will die Ärmel hochkrempeln,
Börner ist keine Maschine ,Salger sieht einen positiven Trend . Es fehlen nur noch Kommentare von Brandy und Nöthe .
Wenn man 2.Liga spielen will muss man alles dafür geben . Auf den Trainingsplatz und auch daneben .
Wenn man in der Freizeit nach den Training nicht proffessionel lebt , ist der Trainingseffekt wie weggeblasen. Im Spiel kann man nichts abrufen !
Bei Vertragsunterzeichnungen mit Berater ist man ganz groß.
Wie schon von mir öfter erwähnt , vor 2 Jahren wurde gegen Rehm gespielt . Rehn hat in Wehen Wiesbaden eine charakterlich weitaus bessere Mannschaft angetroffen ,das zeigt der Erfolg .
Krammny wurde garnicht für voll genommen .Unter Rump wollte man und es wurde Fussball gespielt . Jetzt will man wieder nicht und es kommt der 3 .Trainer dran .
Die Vereinführung muss Jeff Sabaine weiter bis zur Winterpause den Rücken stärken .Dann müssen die Störenfriede gnadenlos aussortiert werden .Und qualitativ nachverpflichtet werden.
Auch das morgige Spiel geht verloren . Empfehle jedem Zuschauer genau die Laufwege und die Zweikampfverhalten der oben genannten Spieler zu beobachten .

1 Kommentare

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