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Mo., 26.11.2018

Im OWL-Duell muss Arminia-Coach Saibene liefern, sonst droht das Ende Letzte Ausfahrt Paderborn?

»Jeff bleibt Chef«: Dieses Plakat hing Freitag im Stadion und zeigt, dass Jeff Saibene noch Kredit bei den Fans genießt.

»Jeff bleibt Chef«: Dieses Plakat hing Freitag im Stadion und zeigt, dass Jeff Saibene noch Kredit bei den Fans genießt. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). Arminia Bielefeld befindet sich im freien Fall, und ausgerechnet beim starken Aufsteiger SC Paderborn muss am Freitag die Wende gelingen. Dass Jeff Saibene im OWL-Duell auf der DSC-Bank sitzt, ist so gut wie sicher. Dass sich der Trainer keine weitere Niederlage erlauben sollte, ebenfalls .

»Das Trainerteam muss einen Plan haben, wie wir in Paderborn punkten können«, sagte Sport-Geschäftsführer Samir Arabi am Sonntagnachmittag und bestätigte damit indirekt, dass es vor dem so wichtigen Spiel in Paderborn keinen Trainerwechsel geben wird . Es habe am Samstag, einen Tag nach dem bitteren 0:1 gegen den MSV Duisburg , »ein sehr, sehr langes Gespräch mit dem Trainerteam gegeben. Es müssen Veränderungen her, sie müssen an den richtige Stellschrauben drehen«, forderte Arabi.

Viele Gespräche auf der Führungsebene

Auch DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer sieht Saibene nicht alleine in der Verantwortung für die Krise (seit acht Pflichtspielen ohne Sieg). »Es kann nicht sein, dass immer nur der Trainer schuld ist«, sagte Laufer und hat einige Gespräche angekündigt: »Mit dem Trainer, aber auch mit dem Mannschaftsrat. Ich würde gerne in die Köpfe der Spieler gucken können, um die Ursachen für die Verunsicherung zu finden. Es kann doch nicht sein, dass sie alles verlernt haben.

Es gibt viel zu besprechen: DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer, Sportchef Samir Arabi und Trainer Jeff Saibene (von links) Foto: Thomas F. Starke

« Zudem werde es natürlich viele Gespräche auf der Führungsebene geben. Bewusst habe man sich nicht direkt nach dem Spiel zusammen gesetzt. »Wir wollten uns nicht von Emotionen leiten lassen«, so Laufer, der zugleich stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender ist. Aufgrund der finanziellen Größenordnung eines Trainerwechsels kann Arabi nicht ohne den Aufsichtsrat entscheiden. »Wir entscheiden im Kollektiv. Wir haben keine Krisensitzung einberufen, sondern wollen mit Ruhe und Besonnenheit entscheiden«, führte Laufer aus.

Nach einem guten Start folgte der Absturz

Klar ist, dass dem 70-Jährigen die Freiburger oder Heidenheimer Politik besser gefällt als zum Beispiel die des Hamburger SV. Während die beiden Klubs aus Baden-Württemberg auf Kontinuität auf der Trainerbank setzen, ist der HSV das genaue Gegenteil. Auch Arminia hatte in der Vergangenheit einen großen Verschleiß. Dieses Thema schien seit der Verpflichtung von Saibene im März 2017 beendet. Der Luxemburger hatte den DSC im Mai 2017 zum Klassenerhalt und in der folgenden Saison auf Platz vier geführt. Es war erwartet worden, dass die aktuelle Saison auch wieder frei sein würde von Abstiegssorgen. Doch nach einem guten Start – zwölf Punkte nach sieben Spielen – folgte der Absturz. Seit zwei Monaten gelang kein Sieg mehr. Aus sieben Zweitligapartien gab es einen mickrigen Punkt, dazu setzte es die 0:3-Pokalpleite gegen Duisburg Ende Oktober.

Verbal stehen die Spieler zu Saibene

Wie kam es dazu? Das können sich die Beteiligten nicht erklären. Ein »großes Problem« (Saibene) ist, dass der DSC nicht zu Null spielen kann. In 16 Pflichtspielen gelang das nur zwei Mal. In der ersten Pokalrunde beim Oberligisten Stendal (5:0) und am fünften Zweitligaspieltag bei Aufsteiger Magdeburg (0:0). Ebenso wie in der Defensive fehlt die letzte Konsequenz auch in der Offensive. Hatte Andreas Voglsammer in der Vorsaison 13 Mal getroffen, steht er derzeit bei zwei Toren. Am Freitag gegen Duisburg präsentierte er sich als Schatten früherer Tage. Sturmkollege Fabian Klos durfte auch erst drei Treffer bejubeln.

Verbal stehen die Spieler zu Saibene. »Der Trainer stellt uns immer gut ein und ist momentan die ärmste Sau der Welt«, sagte stellvertretend Routinier Tom Schütz. Den Worten müssen am Freitag Taten folgen.

Kommentare

Arabi ???

@Daubitz: Der spielt doch gar nicht mit!

Wann wird endlich die Personalie S. Arabi vom Aufsichtsrat in Frage gestellt?

2 Kommentare

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