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Do., 29.11.2018

Arminia-Trainer Saibene holt sich Rückendeckung – mit Video »Sehr gute Gespräche«

Jeff Saibene »will unbedingt, dass es weitergeht« bei Arminia. Ein Sieg morgen würde auch ihm extrem helfen.

Jeff Saibene »will unbedingt, dass es weitergeht« bei Arminia. Ein Sieg morgen würde auch ihm extrem helfen. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). Seit Ende September wartet Arminia Bielefeld auf einen Sieg, doch Jeff Saibene fährt trotzdem mit einem guten Gefühl zum OWL-Duell am Freitag (18.30 Uhr) beim SC Paderborn.

Der Trainer hatte diese Woche »sehr gute Gespräche« mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Hartmut Ostrowski, DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer und Sportgeschäftsführer Samir Arabi. Der Tenor: »Der Verein möchte Kontinuität und Ruhe, auch auf der Trainerposition«, formulierte Saibene. Heißt: Auch eine Niederlage muss nicht zwangsläufig zur Trennung führen, es käme auch auf das Wie an.

Dass die Rückendeckung kein Freifahrtschein ist und bei einer deftigen Pleite doch die üblichen Mechanismen greifen dürften, ist aber auch dem DSC-Coach klar. Schließlich holte er mit seinem Team aus den vergangenen sieben Zweitligaspielen nur einen Zähler. »Wir wollen punkten, aber wenn es nicht laufen sollte, wird der Trainer wieder zum Thema. Das ist normal«, sagte der Luxemburger, der seit März 2017 in Bielefeld arbeitet und in dieser Zeit fast nur Erfolg hatte. Er versuche, nicht sein ganzes Leben von den Niederlagen beeinflussen zu lassen.

Saibene: »Es ist eine schwierige Phase«

»Aber ich würde lügen, wenn ich sage, es ist wie immer. Nein, es ist eine schwierige Phase, auch für mich als Trainer. So eine Phase habe ich noch nie erlebt.« Die Lust hat er aber längst nicht verloren: »Ich kann nur sagen, dass ich immer noch extrem gerne hier bin. Ich fühle mich wohl, in der Mannschaft, in der Stadt. Ich will unbedingt, dass es weitergeht. Es tut mir extrem leid, wie es im Moment läuft, und ich setze alles daran, dass wir da rauskommen. Das ist mein großer Wunsch.«

Diesen Wunsch haben auch die Spieler, ebenso wie die Fans. Etwa 2000 werden morgen in Paderborn dabei sein und hoffen, dass ihre Mannschaft dem starken Aufsteiger Paroli bieten kann. »Die Stärken der Paderborner sind klar: Sie haben viel Offensivpower. Aber sie bekommen auch viele Gegentore. Sie sind offensiv sehr stark und defensiv eher anfällig. Sie sind voller Euphorie, ein bisschen wie wir letztes Jahr. Voller Selbstvertrauen, unbekümmert. Sie haben einen Lauf«, sagte Saibene über den SCP.

Duell mit Brisanz

Auch wenn der Trainer schon mitbekommen hat, dass die Partie von den DSC-Fans nicht als Derby angesehen wird, »ist es natürlich ein Duell mit Brisanz, allein schon, weil es dieselbe Region ist. Aufgrund unserer Lage haben wir natürlich sowieso schon Brisanz genug. So gesehen ist es egal, gegen wen wir spielen«, erklärte der 50-Jährige, der personell nicht gerade aus dem Vollen schöpfen kann. Neben dem gesperrten Cedric Brunner (fünfte Gelbe Karte) fehlen auch die verletzten beziehungsweise angeschlagenen Joan Simun Edmundsson, Nils Seufert, Sven Schipplock, Roberto Massimo und Nils Quaschner.

Seinen Humor hat Saibene jedenfalls trotz der prekären Situation nicht verloren. Dass er nicht ganz pünktlich zur Pressekonferenz erschien, kommentierte er gestern so: »Entschuldigen Sie die Verspätung. Das war jetzt das erste Mal, seit ich hier bin, dass ich eine Minute zu spät komme. Dabei ist mein Sternzeichen Jungfrau, ich komme nie zu spät.«

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