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Fr., 30.11.2018

In einer schwierigen Situation kehrt Armine Hartherz zum SCP zurück – mit Video Zwischen Frust und Freude

Seine Gegenwart heißt Arminia: Florian Harthertz (rechts) vergangene Woche im Spiel gegen Duisburg.

Seine Gegenwart heißt Arminia: Florian Harthertz (rechts) vergangene Woche im Spiel gegen Duisburg. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier und Matthias Reichstein

Bielefeld/Paderborn (WB). Auf dem Paderborner Rasen werden sich die Protagonisten am Abend (18.30 Uhr) nicht schonen. Im Vorfeld gibt es vom Ex-Paderborner Florian Hartherz und seinen früheren Mitspielern, die heute seine Konkurrenten sind, aber viele warme Worte.

Angesprochen auf Markus Krösche (38), Uwe Hünemeier (32) und Christian Strohdiek (30), mit denen Hartherz 2014 im SCP-Trikot in die Bundesliga aufgestiegen war, sagt der Armine: »Das sind super Leute, gute Charaktere mit viel Erfahrung. Sie sind Paderborner durch und durch, sie halten den Laden da zusammen. Ich habe Riesenrespekt vor den Dreien.«

Markus Krösche gibt das Lob prompt zurück. Der 38-Jährige, der nach dem Aufstieg seine Spielerkarriere beendet hatte und inzwischen Sportgeschäftsführer beim SCP ist, sagt über Hartherz: »Flo ist ein Supertyp, der fußballerisch über eine hohe Qualität verfügt und sich auch bei Arminia sehr gut weiterentwickelt hat. Er ist einer, der immer Gas gibt, über eine tolle Mentalität verfügt und deshalb immer ein wichtiger Bestandteil einer Mannschaft ist.«

Und SCP-Abwehrspieler Hünemeier erklärt: »Flo ist ein Junge, auf den man sich absolut verlassen kann. Er ist ein grundsolider Linksverteidiger, der sich offensiv zu einer Waffe entwickelt hat. Er versucht sich immer wieder vorn einzuschalten, schlägt gute Flanken, schießt gefährliche Freistöße und hat sich in den vergangenen Jahren in der 2. Liga etabliert.«

Seine Vergangenheit heißt SC Paderborn: Florian Hartherz (rechts) jubelt zu Erstligazeiten mit Rupp, Meha und Hünemeier (von links). Foto: Imago

Hartherz spielte von 2013 bis 2016 in Paderborn. Dem Aufstieg 2014 folgten direkt zwei Abstiege, nach dem letzten ging er nach Bielefeld. »Natürlich ist das für mich ein besonderes Spiel. Ich habe dort zwei super Jahre gehabt und ein nicht so schönes Jahr. Ich habe viel gelernt. So ein Aufstieg in die Bundesliga prägt für das ganze Leben. Ich habe super Erinnerungen und freue mich darauf, jetzt in Paderborn zu spielen«, erklärt der Linksfuß vor der erstmaligen Rückkehr.

Sein Ex-Klub, der als Aufsteiger eine starke Saison spielt, sei besonders offensiv sehr stark. »Sie spielen schnell und mutig, sie haben pfeilschnelle Spieler vorne drin. Sie machen es sehr gut«, lobt er. Die eigene Situation sei dagegen schwierig. »Das ist für mich das erste Mal, dass ich sieben Spiele in Folge nicht gewonnen und davon auch noch sechs verloren habe«, verrät Hartherz, der sich »viele Gedanken« mache. Er könne »nicht einfach abschalten. Ich hatte ein kleines Tal mit drei, vier Spielen, in denen ich nicht an meine Leistungsgrenze gekommen bin, auch aufgrund der Situation«, sagt der 25-Jährige.

Besonders seine Familie sei in dieser Phase wichtig, »sie helfen mir sehr«, sagt Hartherz. Er habe auch viel mit dem Trainerteam geredet. »Auch das hat mir sehr geholfen.« Generell gilt für ihn: »In solchen Situationen sollte man viel miteinander reden und nicht die Augen davor verschließen.« Vor dem heutigen Spiel versichert Hartherz: »Wir wollen unbedingt gewinnen, das merkt man. Egal wie, wir wollen in Paderborn punkten. Wir versuchen, alles, was wir haben, reinzuwerfen.«

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