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Sa., 08.12.2018

Arminia will den Heimsieg gegen Sandhausen – Saibene bleibt positiv – mit Video Von Pflichten und Zielen

Jeff Saibene glaubt fest an das Ende der Sieglosserie.

Jeff Saibene glaubt fest an das Ende der Sieglosserie. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). Jeff Saibene ist angeschlagen – gesundheitlich. Arminia Bielefelds Trainer fürchtet, ein Grippevirus könnte ihn heimsuchen. Seine Mannschaft soll mit einem Sieg gegen den SV Sandhausen am Sonntag (13.30 Uhr, Schüco-Arena) zur Genesung beitragen. Ein Dreier hätte aber noch viel mehr positive Nebenwirkungen.

Was los wäre, wenn der DSC (14 Punkte aus 15 Spielen) gegen den Tabellenvorletzten (10) verliert, das blendet Saibene aus. »Soll ich jetzt schon daran denken, dass es bei einer Niederlage am Sonntag wieder Trainerdiskussionen gibt? Ich denke keine Sekunde an sowas. So viele negative Gedanken in einem Satz – ich bleibe positiv«, sagt der Luxemburger, der bei der Wahl zum Trainer des Jahres in seinem Heimatland Platz drei belegte (298 Stimmen). Sieger wurde der Deutsche Dino Toppmöller (F91 Düdelingen, 411) vor Nationaltrainer Luc Holtz (331).

Positive Ansätze habe das 2:2 am vorigen Spieltag in Paderborn einige geliefert, findet Saibene: »Zweimal haben wir bei einem stehenden Ball schlecht verteidigt. Ansonsten haben wir vieles gut gemacht: diese Dynamik, die uns letztes Jahr ausgezeichnet hat, vorne angreifen, mutig sein. Auf der Schiene wollen wir weiterfahren.« Allerdings verhinderte das Ausgleichstor von Julius Düker in der 90. Minute den ersten Sieg seit Ende September. Hat das Warten am Sonntag ein Ende? Seit acht Zweitligaspielen hat Arminia nicht mehr gewonnen. Die Heimbilanz macht noch weniger Mut. Die vergangenen fünf Pflichtspiele auf der Alm wurden alle verloren (4:12 Tore). Saibene interessiert die Statistik derzeit nicht. »Wir hatten auch mal eine Phase von zwölf Spielen ohne Niederlage, jetzt von vier Ligaheimspielen ohne Punkt. Wir wollen gewinnen und wieder eine Serie starten.«

Personell ein wenig mehr Spielraum

Ob ein Sieg gegen den Tabellenvorletzten Pflicht sei? »Es ist vor allem unser Ziel«, bekräftigt der Coach, der nach mehreren Wechseln in Paderborn wieder »sein« 4-4-2 spielen ließ. In Gesprächen mit den Spielern wurde deutlich, dass alle Beteiligten dies wollen. »Wir haben in vielen Systemen schon gute Spiele gemacht, aber auch schon weniger gute. Wir können alles spielen, aber das 4-4-2 spielt die Mannschaft am liebsten, da haben wir die besten Spiele gemacht«, erklärt Saibene, der personell wieder ein wenig mehr Spielraum hat.

Kapitän Julian Börner ist nach Erkrankung wieder dabei, Cedric Brunner hat seine Gelbsperre abgesessen. »Börner kommt zurück, Brunner ist immer eine Alternative. Keanu Staude hat sehr wenig trainiert diese Woche. Das sind die drei Fragezeichen«, sagt der Coach und ergänzt: »Klar ist aber auch, dass die Mannschaft in Paderborn ein gutes Bild abgegeben hat, da hat einiges gepasst. Das muss man auch berücksichtigen.«

Es droht eine Saisonminuskulisse

Staude war erkrankt, sein Einsatz ist fraglich. Börner wird sich wohl auf der Bank wiederfinden, weil das neue Innenverteidigerduo Brian Behrendt/Manuel Prietl in Paderborn überzeugte. Offiziell festlegen wollte sich der Trainer am Freitag noch nicht.

Brian Behrendt denkt, er und Prietl »haben Gründe dafür geliefert, dass wir wieder zusammen spielen. Aber wie der Trainer aufstellt, werden wir sehen. Es hat sehr gut funktioniert. Wir wären auf jeden Fall bereit.«

Für den Innenverteidiger ist die Partie gegen Sandhausen »ein Sechs-Punkte-Spiel. Wir können die Lücke größer werden lassen. Sieben Punkte wären schonmal ein gutes Polster.« Dass er und seine Kollegen unter Druck stünden, sei klar. »Der Druck ist ja nicht erst seit heute da. Den haben wir uns selber auf die Schultern gelegt. Aber Druck ist immer da, er sollte auch da sein, dann bleibt man fokussiert. Der Druck ist außerdem da, weil wir Bielefeld glücklich machen wollen, wir wollen die Fans glücklich machen und uns natürlich auch.«

Vor vollem Haus spielen die Bielefelder am Sonntag nicht. Etwa 14.000 Zuschauer werden erwartet, darunter 50 Gästefans. Es droht eine Saisonminuskulisse.

So könnte Arminia spielen

Ortega Moreno - Brunner (Clauss), Prietl, Behrendt, Hartherz - Weihrauch, Christiansen, Schütz, Staude (Lucoqui) - Klos, Voglsammer

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