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Do., 13.12.2018

Viele Infos, wenig Zeit: Wie Uwe Neuhaus die Arminia auf das Kiel-Spiel vorbereitet Noch Platz auf der Festplatte

Neuer Trainer, neues Glück: Unter Uwe Neuhaus (in rot) wittern auch die zuletzt von Jeff Saibene suspendierten Julian Börner (rechts) und Stephan Salger (Mitte) ihre Chance.

Neuer Trainer, neues Glück: Unter Uwe Neuhaus (in rot) wittern auch die zuletzt von Jeff Saibene suspendierten Julian Börner (rechts) und Stephan Salger (Mitte) ihre Chance. Foto: Thomas F. Starke

Bielefeld (WB/dis). Nach der lockeren Kennenlern-Einheit am Dienstag wurde es gestern ernst beim Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld. Der neue Coach Uwe Neuhaus ließ am Trainingszentrum an der Friedrich-Hagemann-Straße die Türen verriegeln: Zutritt verboten, alles streng geheim! Das gilt übrigens auch für diesen Donnerstag.

Es ist eine extrem kurze Woche für den Coach und seinen Assistenten Peter Nemeth. Beide sind schon morgen Abend mit ihrem neuen Team beim ganz starken Tabellenvierten Holstein Kiel gefordert (18.30 Uhr, Holstein-Stadion).

Neuhaus und Nemeth unternehmen ihr Möglichstes. Doch um besser vorbereitet im Nest der Störche zu landen, fehlt die Zeit. Neuhaus versucht darum, ein Maximum an Informationen über seine neue Mannschaft zu sammeln. »Ich brauche von allen Mitarbeitern des Funktionsteams, von Trainern, Spielern Infos«, sagt der 59-Jährige und versichert: »Es ist noch genügend Speicherplatz auf der Festplatte.«

Einem Ordner darauf könnte Neuhaus den Namen »System und Taktik« gegeben haben. Eigentlich bevorzugt der Ex-Trainer von Dynamo Dresden (drei Jahre im Amt) und Union Berlin (sieben Jahre im Amt) ein 4-3-3. Die DSC-Profis aber, das hatten sie zuletzt auch Neuhaus-Vorgänger Jeff Saibene gegenüber deutlich zum Ausdruck gebracht, fühlen sich im 4-4-2 wohl. Und nun? »Ich diktiere nichts auf. Im Optimalfall lasse ich im 4-3-3 spielen. Aber wenn ich genau weiß, dass die Mannschaft das nicht spielen möchte, mache ich einen Fehler, wenn ich es trotzdem durchdrücken will.« Er werde das Team darum »mit einbeziehen«. Erste Gespräche mit dem Mannschaftsrat habe er bereits geführt.

Die Ostwestfalen müssen sich steigern

In welchem System auch immer – die Ostwestfalen müssen sich steigern, um am Freitag an der Ostsee zu bestehen. Neuhaus warnt vor zu hohen Erwartungen. Er bevorzuge Ballbesitzfußball, der von einer gewissen Zielstrebigkeit gekennzeichnet sei. »Aber wir werden sicher nicht alles perfektionieren können in den beiden Spielen bis zur Winterpause. Dafür ist es zu umfangreich.« Schließlich könne er »nicht Hand auflegen oder mit dem Finger schnippen, und wir haben eine völlig andere Spielweise in Kiel. Das wird nicht funktionieren.«

Kiels Coach Tim Walter rechnet jedenfalls nicht mit großen Überraschungen. »Das Spiel der Bielefelder wird sich durch den Trainerwechsel nicht stark verändern, Uwe Neuhaus ist ja erst seit ein paar Tagen da«, sagt der 43-Jährige. Mit überaus einsatzfreudigen Arminen rechnet Walter indes schon: »Die Spieler werden willig sein, weil sie sich bei ihrem Trainer neu beweisen wollen.« Und auch Kiels Außenverteidiger Jannik Dehm ahnt: »Durch den Trainerwechsel ist eine neue Situation entstanden. Jeder Spieler wird sich voll reinhauen, um einen Stammplatz zu ergattern.«

Kommentare

Die Strategen lauschen

Die Widersacher von Jeff Sabaine lauschen . Klos Börner Salger Brandy . Es fehlt nur noch Nöthe .
Fällt Uwe Neuhaus bei den gewissen spielern in Ungnade ,wird er Mitte März ,wie seine Vorgänger zu den Akten gelegt . Er ist ein guter Trainer nur gegen diese Gang und den GF Sport wird er es schwer haben .

1 Kommentare

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