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Do., 13.12.2018

Vor dem Spiel in Kiel: Arminias neuer Trainer Uwe Neuhaus im Video-Interview »Ein Neuanfang für jeden«

Im Video-Interview: Arminias neuer Trainer Uwe Neuhaus.

Im Video-Interview: Arminias neuer Trainer Uwe Neuhaus.

Bielefeld (WB/sba). Erstes Spiel, neuer Trainer: Bei seiner Premiere als Coach von Arminia Bielefeld bekommt es Uwe Neuhaus gleich mit einer kniffligen Aufgabe zu tun.

Am Freitag (18.30 Uhr) ist der DSC beim starken Tabellenfünften Holstein Kiel zu Gast. Spannend wir dabei nicht nur das sportliche Kräftemessen. Wie reagiert die Mannschaft nach zehn Pflichtspielen ohne Sieg auf den Trainerwechsel ? Jeff Saibenes Nachfolger hat in seinen ersten Tagen bei Arminia gute Eindrücke gewonnen: »Die Eindrücke sind durchweg positiv. Aber es war natürlich jede Menge Arbeit und sehr viele Gespräche. Den Spielern gegenüber habe ich versucht deutlich zu machen, dass es schon irgendwo ein Neuanfang für jeden ist.«

Trotz der stressigen Anfangsphase fand Neuhaus auch Zeit zur Besinnung, was dem Trainer extrem wichtig ist, wie er im Video-Interview verrät: »Die Zeit muss man sich nehmen. Man muss die Gedanken auch mal in andere Richtungen lenken.«

Das ganze Video-Interview mit Uwe Neuhaus sehen Sie hier:

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Ambivalente Gedanken zu Arminias Entwicklung: Einerseits gefällt mir die Personalie Uwe Neuhaus, den ich schon früher gern auf der Alm gesehen hätte, zurzeit überwiegt jedoch noch die Enttäuschung. Auch wenn ich Saibenes Aufstellungen, taktische Ausrichtungen und Ein-/Auswechslungen zuletzt überhaupt nicht mehr nachvollziehen konnte, erwarte ich von einem Zweitligakader, dass solche Wechsel niemals zu solch einem TOTALABSTURZ führen dürfen. Entweder müssen wir die Charakterfrage stellen oder die Qualitätsfrage. Und in diesem Punkt muss ich Neuhaus widersprechen. Es kann nicht Aufgabe des Trainers sein, den Profis eine Wohlfühlatmosphäre zu verschaffen, sondern man sollte ihnen in unserem speziellen Fall klarmachen, dass ALLE Spieler bis zum Saisonende unter Beobachtung stehen. Wer nicht mitzieht oder seine Leistung aus anderen Gründen nicht abrufen kann oder will, muss gnadenlos aussortiert werden. Mit Menschlichkeit ist Saibene offensichtliich nicht weitergekommen bei den Spielern, die einen der geilsten Jobs überhaupt haben, auch wenn ich mir nicht anmaße, alle internen Abläufe und ggf. Schwierigkeiten zu kennen oder auch nur zu ahnen. Natürlich sollte die Arbeit Spaß machen. Dieser kommt jedoch garantiert, wenn sich alle voll einbringen.

Aber auch in der Geschäftsführung und im Vorstand sollte alle Protagonisten unter Beobachtung stehen, Rejek ausgenommen. Der hat seinen Job gemacht. Durchhalteparolen, Vertrauensbeweise und dann der Tritt in den Arsch von einem Tag auf den anderen hätte ich denen so nicht zugetraut, aber diese "besonderen Umstände" müssen für alle gelten. Ab sofort. Hat mir noch gut gefallen, dass die Protagonisten des Bündnisses sich gut verstehen, sehe ich die Freundschaft von Lauscher zu Arabi eher mit Bauchschmerzen, auch wenn Freundschaften sich nicht steuern lassen.

Arminia ist seit gefühlt 10 Jahren im Existenzkampf-Modus, das ist unübersehbar. Wir müssen uns davon lösen, plötzliche Panikattacken sind kein guter Ratgeber. Die erste Chance auf Kontinuität ist vertan. Mir fehlt die Fähigkeit zur Selbstreflexion bei den Verantwortlichen, was die aktuelle Stellung innerhalb der 2. Liga betrifft, die eigentlich banale Einsicht, dass dieser Verein bei dieser Historie immer zuerst einen Blick nach unten werfen muss, und das ligaunabhängig. Daher würde ich gern von Arabi hören, welche konkreten Ziele er bei 4 Punkten Vorsprung auf einen Relegationsplatz gefährdet sah.

Wenn wir die letzte Zeit Revue passieren lassen, sind bei Arminias Verantwortlichen neuerdings bei öffentlichen Bekundungen Zweifel angesagt. Die abgesagte JHV wegen der bevorstehenden Zahlungsunfähigkeit mit anschließenden Beschwichtigungen war nachvollziehbar. Laufers Beteuerungen in Richtung Saibene sind erst wenige Wochen her ("er hat uns den Allerwertesten gerettet") und sind es nicht. Stimmt es wirklich, dass sich das Bündnis aus dem operativen Geschäft raushalten will? Oder wurde von dort Druck ausgeübt in Richtung Trainerwechsel? Im Kasperletheater nebenan würde man sagen: "Wir wissen es nicht".

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