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Fr., 14.12.2018

Arminias Trainer Neuhaus baut beim Debüt in Kiel auf Kapitän Börner – mit Video Mit »ein bisschen Mut«

Gegen Kiel lief bisher nicht viel für Uwe Neuhaus (links, mit Assistent Peter Nemeth). Seine Ausbeute nach acht Spielen gegen die Störche: zwei Siege, ein Unentschieden, fünf Niederlagen. In der Vorsaison setzte es mit seinem Ex-Klub Dynamo Dresden ein 0:3 und ein 0:4. Heute hat der neue Arminia-Coach Gelegenheit, diese Bilanz aufzubessern.

Gegen Kiel lief bisher nicht viel für Uwe Neuhaus (links, mit Assistent Peter Nemeth). Seine Ausbeute nach acht Spielen gegen die Störche: zwei Siege, ein Unentschieden, fünf Niederlagen. In der Vorsaison setzte es mit seinem Ex-Klub Dynamo Dresden ein 0:3 und ein 0:4. Heute hat der neue Arminia-Coach Gelegenheit, diese Bilanz aufzubessern. Foto: Thomas F. Starke

Bielefeld (WB/dis). Es wird ernst für Uwe Neuhaus. Am Freitagabend tritt der DSC Arminia Bielefeld mit seinem neuen Trainer zum letzten Hinrundenspiel dieser Zweitligasaison bei Holstein Kiel an (18.30 Uhr). 600 Arminia-Anhänger werden im Holstein-Stadion Augenzeugen der Neuhaus-Premiere sein. Vor der Partie sprach der 59-Jährige, der am Dienstag die Nachfolge von Jeff Saibene antrat, über ...

... seinen Eindruck von der Mannschaft: »Absolut positiv. Ich stelle eine große Offenheit der Spieler mir gegenüber fest. Und die Bereitschaft, das Vergangene vergessen zu können und zu müssen, um einen Neuanfang zu starten. Es ist ja auch ein Stückweit normal, dass jeder eine neue Perspektive sieht – speziell die, die hinten dran waren (damit sind auch der zuletzt ausgemusterte Verteidiger Stephan Salger und der seit Januar auf Spielpraxis wartende Angreifer Christopher Nöthe gemeint; die Redaktion).«

... den zuletzt aus disziplinarischen Gründen suspendierten Kapitän Julian Börner: »Julian Börner ist dabei. Er hat sich in der Zeit, seit ich hier bin, nichts zu Schulden kommen lassen. Ein Kapitän ist ja auch immer ein Aushängeschild. Und grundsätzlich gehört ein Kapitän auch in die Mannschaft.«

... seine ersten Arbeitstage bei Arminia: »Ich bin ein totaler Frühaufsteher. Wenn das Frühstücksbuffet im Hotel eröffnet ist, dann sitze ich da. Und dann geht die Gedankenmaschine an. Ich habe sehr viele Gespräche – auch unter vier Augen – geführt. Allerdings nicht mit allen Spielern. Auch mein Tag hat nur 24 Stunden. Und bevor ich etwas oberflächlich mache, nur damit jeder mal dran war, warte ich lieber noch ein bisschen. Irgendwann kommt jeder an die Reihe. Ich habe mir erstmal die Führungsspieler ausgesucht. Also diejenigen, die in der Lage sind, der Mannschaft Impulse zu geben und die in puncto Organisation und Führung vorangehen. Wir haben zudem im Trainerteam fast rund um die Uhr zusammengesessen. Es ist insgesamt sehr viel Input, weshalb ich auf der Festplatte in meinem Kopf noch alles in die richtigen Dateien einordnen muss.«

... die Gabe, abschalten zu können: »Wenn ich irgendetwas kann, dann abschalten und schlafen. Ich freue mich, dass ich diese Gabe habe. Ich telefoniere abends auch viel mit meiner Frau (Neuhaus ist seit 2013 mit Britta Calmus, der ehemaligen Finanzbuchhalterin seines Ex-Klubs 1. FC Union Berlin, verheiratet; die Redaktion) um Kraft zu schöpfen und auf andere Gedanken zu kommen. Aber selbst wenn es in diesen Telefonaten auch mal um Fußball geht, bedeuten die Gespräche mit ihr für mich immer ein Abschalten. Zumal ich schon auch finde, dass man sich austauschen muss und jeder dem anderen erzählt, was er am Tag erlebt hat.«

... ein Gespräch mit Vorgänger Jeff Saibene: »Ich werde mir seine Nummer geben lassen. Ich bin der Meinung, es macht Sinn, unter Kollegen ein paar Worte zu wechseln. Ich weiß aber auch, dass man nach einer enttäuschenden Nachricht wie einer Freistellung erstmal ein bisschen Abstand braucht.«

... die Spielweise in Kiel: »Wir müssen das mitnehmen, was bisher gut war. Aber wir wollen jetzt auch ein kleines bisschen in meine Richtung gehen und versuchen, meine Denkweise über Fußball umzusetzen. Wir müssen einen Weg festlegen, den wir zusammen gehen wollen. Dazu gehört ein bisschen Mut. Den muss die Mannschaft aufbringen, um auch nach vorne aktiv zu sein. Wenn man in Kiel 90 Minuten lang darauf bedacht ist, kein Tor zu kassieren, wird es irgendwann fallen – definitiv.«

... den Gegner Holstein Kiel: »Kiel hat einen absoluten Lauf. Die Mannschaft steckt auch bei Rückstand nie auf. Uns stehen 90 Minuten Dauerstress bevor. Aber Kiel spielt auch risikoreich, das gilt es auszunutzen.«

... die Arminia-Aufstellung: »Es wird sicher keine fünf oder sechs Veränderungen geben. Ich denke positionsspezifisch. Das heißt, dass ich dazu tendiere, jeden auf seiner favorisierten Position spielen zu lassen. Die Zusammenstellung der Mannschaft ist momentan das absolute Hauptthema.«

So könnte Arminia spielen

Ortega Moreno - Brunner, Behrendt (Salger), Börner, Hartherz - Weihrauch, Prietl, Schütz, Staude - Klos, Voglsammer

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