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Do., 20.12.2018

Nur ein Sieg gegen Heidenheim wäre für Tom Schütz ein versöhnlicher Abschluss So will Arminia das Jahr noch retten

Im letzten Spiel des Jahres wollen sich Tom Schütz (rechts) und Arminia noch einmal richtig reinhängen.

Im letzten Spiel des Jahres wollen sich Tom Schütz (rechts) und Arminia noch einmal richtig reinhängen. Foto: Thomas F. Starke

Von Sebastian Bauer

Bielefeld (WB). In Sachen Weihnachten ist Tom Schütz bereit: Alle Geschenke sind besorgt. Sportlich sind der Mittelfeldspieler und Arminia Bielefeld allerdings nicht fertig. Vor der Winterpause gilt es deshalb, noch etwas Wichtiges zu erledigen.

Für den DSC sollen drei Punkte gegen den 1. FC Heidenheim im letzten Spiel des Jahres am Samstag (13 Uhr, Schüco-Arena) die vorgezogene Bescherung werden. »Wenn wir das Spiel erfolgreich bestreiten, dann kann man sagen, dass wir das Jahr noch einigermaßen gerettet haben«, sagt Schütz. Viel euphorischer wird die Betrachtung nicht ausfallen. Zu sehr wirkt die Serie von zehn Spielen ohne Sieg nach – daran änderte auch der Erfolg am Freitag in Kiel nichts, wie Tom Schütz betont: »Kiel war enorm wichtig für die Mannschaft und für den Verein. Aber wir dürfen das nicht zu hochhängen. Das war ein Spiel, bei dem wir eine vernünftige Leistung auf den Platz gebracht haben.«

Wochenlang gelang den Arminen das nicht mehr. Statt Fortschritte zu machen, entwickelte sich der Tabellenvierte der vergangenen Saison während seiner sportlichen Horror-Serie spielerisch sogar ein Stück zurück. Am Ende bezahlte Ex-Trainer Jeff Saibene dafür mit seinem Job. Eine Maßnahme, die in der Öffentlichkeit kritisch aufgenommen worden war, aber zumindest schon in Kiel Wirkung zeigte.

Effekt Trainerwechsel

Erklärbar scheint der Effekt Trainerwechsel dennoch nicht zu sein. Seit Schütz beim DSC spielt, ist Uwe Neuhaus bereits der achte Coach, den der 30-Jährige in Bielefeld erlebt. »Wenn ein neuer Trainer da ist, kommen neue Impulse von außen. Jeder muss sich neu hinterfragen, jeder will sich zeigen und neu beweisen. Ich will nicht sagen, dass vorher alles schlecht war. Aber es ist eine neue Situation. Man muss sich komplett auf alles neu einstellen. Vielleicht hat das etwas freigesetzt«, versucht der Routinier sich an einer Erklärung.

Fakt ist, dass sich Mannschaft und Ex-Trainer in eine Art Stillstand manövriert hatten und erst mit Neuhaus der neue, wichtige Schwung zurückkam. Mit diesem Rückenwind soll nun der zweite Sieg in Folge gelingen. Nicht nur tabellarisch wäre das wichtig, auch die Außenwirkung haben Schütz und Co. nach sechs sieglosen Zweitligaheimspielen in Serie im Blick: »Wir wollen einen versöhnlichen Abschluss für die Fans, den Verein, für uns.«

Hilfsbedürftigen und sozial benachteiligten Menschen soll am Samstag ein Stadionbesuch ermöglicht werden. Um dies zu realisieren, hat der Arminia Supporters Club eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen, um benachteiligten Menschen Tickets zur Verfügung zu stellen. Alle Infos dazu gibt es hier.

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