>

Mo., 24.12.2018

Arminia verabschiedet sich mit einer Heimpleite in die Winterpause Ein fader Beigeschmack bleibt

Bei Arminia gibt es auch im neuen Jahr viel Diskussionsbedarf für Stefan Ortega Moreno (Zweiter von rechts) und Co.

Bei Arminia gibt es auch im neuen Jahr viel Diskussionsbedarf für Stefan Ortega Moreno (Zweiter von rechts) und Co. Foto: Thomas F. Starke

Von Sebastian Bauer

Bielefeld (WB). Arminia Bielefeld wähnte sich bereits auf dem Lösungsweg. Dann kam Heidenheim, die nächste Heimpleite sowie ein Jahresausklang, der so gar nicht nach dem Geschmack des DSC war – und der vor allem zeigte: Trainer und Mannschaft haben in 2019 jede Menge Arbeit vor sich, um Lösungen zu finden.

Das 1:2 gegen den FCH stand sinnbildlich für ein weitgehend verkorkstes Halbjahr der Arminia. Und es ließ das Kurzzeithoch durch den 2:1-Sieg in Kiel eine Woche zuvor schnell wieder vergessen. »Man geht mit einem faden Beigeschmack in die Pause«, gestand Mittelfeldspieler Manuel Prietl ein.

Wieder eine Führung verspielt

Die allgemeine Stimmungslage hatte am Samstagnachmittag wenig von »Frohes Fest«. Stattdessen fühlte sich vieles vertraut an. Wieder kein Heimsieg, was den Arminen nun schon sieben Spiele in Folge nicht gelang. Und wieder mal verspielte der Zweitligist zuhause eine Führung und verlor am Ende. Dasselbe Missgeschick unterlief den Ostwestfalen schon gegen Fürth und St. Pauli. Ausgerechnet in der Schüco-Arena, früher mal die Festung Alm, sind die Knie durch die Rückschläge der vergangenen Wochen weicher als auswärts. »Das wirkt nach. Und das war ein Thema in der Ansprache, dass wir uns von der Kulisse nicht beeinflussen lassen sollen. Das zu sagen und die Realität sind natürlich zwei paar verschiedene Schuhe«, stellte der neue Trainer Uwe Neuhaus fest.

Dabei war der DSC gut gestartet, zeigte sich engagiert und ging schließlich durch einen sehenswerten Schuss von Tom Schütz vom linken Strafraumeck in Führung (33.). Es folgte Robert Andrichs Sonntagsschuss zum 1:1 (43.). Dann rutschte Börner im Mittelfeld am Ball vorbei, und der Weg war frei für Heidenheims 2:1 durch Denis Thomalla (51.). Neuhaus führte die Spielentwicklung auch auf die Verunsicherung der Mannschaft zurück: »Symptomatisch ist das 1:2. Das legen wir regelrecht auf. Diese Situationen sind Folge der letzten Wochen, Monate und Heimspiele.«

Was man den Arminen nicht absprechen konnte, waren Laufbereitschaft und Wille. Was aber unverkennbar fehlte, waren spielerische Lösungen. Vor allem im Laufe der zweiten Halbzeit flog nahezu jeder Ball hoch und weit geschlagen in die Heidenheimer Hälfte – ohne viel Effekt. Neuhaus gefiel das nicht so: »Wir wollen nicht einfach jeden Ball lang nach vorne schlagen und hinterher. Das stellen wir uns schon anders vor. Es war nicht alles schlecht, aber es war auch vieles nicht gut.«

Die Chancenverwertung...

Zweites traf vor allem auf die Chancenverwertung zu. Allein Andreas Voglsammer hatte den Ausgleich zuerst auf dem Fuß (59.) und dann auf dem Kopf (90.+3). Auch Börner scheiterte mit einem Kopfball (51.). »Das sind für mich Situationen, wo du eigentlich erst jubeln und dann verwandeln musst – um es ein bisschen zu überspitzen«, bemängelte der DSC-Coach.

Trainer und Mannschaft haben ab dem Trainingsauftakt am 3. Januar also viel zu tun. Der Fokus wird dabei darauf liegen, sich spielerisch ein ganzes Stück weiterzuentwickeln, im Ballbesitz noch mehr »Lösungen zu finden«, wie es Prietl beschrieb.

Darüber, wo er im neuen Jahr die Hebel ansetzen muss, wird Uwe Neuhaus im Urlaub nachdenken: »Es steht im Zentrum meiner Gedanken, wie ich der Mannschaft so gut wie möglich helfen kann.« Er wolle an vielem arbeiten, ganz besonders daran, dass »wir mehr Lösungen haben, das wir mehr ins Tempospiel kommen«.

Dabei helfen könnten dann womöglich schon Verstärkungen, wie Neuhaus sagt: »Es ist die Frage, wie lernfähig der Einzelne und die ganze Mannschaft ist. Ich glaube schon, dass wir uns deutlich verbessern können. Ob der ein oder andere Neuzugang uns schneller helfen würde, das werden wir natürlich besprechen.«

Kommentare

Lesen wir Bild..

Kollege Hoffmann traut sich in Bild den direkten Vergleich zwischen Krõsche und Arabi...Wasser auf meine Mühlen.Ich erwarte Arabis Demission vor dem Trainingsauftakt....alles andere wäre fahrlässig und nicht vermittelbar.Ich gehe seit 1980 zur Alm und dieser Amateur ist mehr als überfällig...mir reicht es.

1 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6278818?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2536432%2F