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Di., 15.01.2019

Arminia-Rückkehrer Yabo will den Ligaerhalt nicht versprechen, glaubt aber fest daran – mit Video Yabo: »Keiner kann in die Glaskugel gucken«

Sie nennen ihn Ray: Reinhold Yabo (26) steht nach 2017 erneut beim DSC unter Vertrag. Damals war er von RB Salzburg nur für ein halbes Jahr ausgeliehen. Diesmal machte Arminia Nägel mit Köpfen. Yabos Kontrakt läuft bis Juni 2022.

Sie nennen ihn Ray: Reinhold Yabo (26) steht nach 2017 erneut beim DSC unter Vertrag. Damals war er von RB Salzburg nur für ein halbes Jahr ausgeliehen. Diesmal machte Arminia Nägel mit Köpfen. Yabos Kontrakt läuft bis Juni 2022. Foto: Thomas F. Starke

Benidorm (WB). Mit der Verpflichtung von Reinhold Yabo ist Arminia Bielefeld in diesem Winter ein Transfercoup gelungen. Warum der 26-Jährige RB Salzburg und die Europa League hinter sich lässt, um sich nach 2017 ein zweites Mal Arminia und dem Abstiegskampf in der 2. Liga zu widmen, erklärt der gebürtige Jülicher im Interview.

Nach dem Klassenerhalt mit Arminia vor eineinhalb Jahren haben Sie gesagt: Jeff Saibene wird irgendwann einen Bundesligisten trainieren. Jetzt sind Sie wieder da, Saibene aber ist entlassen.

Yabo: Das ist Wahnsinn, im Fußball kann alles so schnell gehen.

War Saibene, zu dem Sie ein gutes Verhältnis hatten, noch im Amt, als Arminia in diesem Winter den Kontakt zu Ihnen hergestellt hat?

Yabo: Nein.

Sie wussten demnach, dass Sie hier auf Saibenes Nachfolger Uwe Neuhaus treffen würden. Was gefällt Ihnen an seiner Spielidee?

Yabo: Der Trainer möchte einen attraktiven, spielerisch geprägten Fußball von uns sehen. Das passt zu mir.

4-4-2 oder 4-3-3 – welches System behagt Ihnen mehr und in welcher Rolle spielen Sie am liebsten?

Yabo: Meine besten Spiele für Arminia habe ich vorne gemacht. Bei RB Salzburg bin ich fast nur als Stürmer beziehungsweise Außenstürmer aufgelaufen. Die Sechserposition im defensiven Mittelfeld kommt auf keinen Fall in Frage. Ich habe den Drang nach vorne, und den möchte ich ausleben – ob als Stürmer oder auf einer Position im offensiven Mittelfeld ist nicht so entscheidend. Ich bin variabel einsetzbar.

Mit Salzburg haben Sie in der Europa League gespielt, in Bielefeld wartet Abstiegskampf. Was hat Arminia so attraktiv für einen Wechsel gemacht?

Yabo: International zu spielen, ist nichts Neues mehr für mich. Ich will nicht sagen, dass es zur Gewohnheit geworden ist, aber man kennt es einfach. Ich weiß, wie es sich anfühlt, auf diesem Niveau Kräfte zu messen. Das Gesamtpaket hat den Ausschlag pro Arminia gegeben. Wenn ich das Niveau in der zweiten deutschen Liga mit dem in der ersten österreichischen vergleiche, dann muss ich sagen: In der Dichte ist die zweite deutsche Liga stärker. In Österreich sind Salzburg, Wien und Sturm Graz auch gemessen an deutschem Niveau erstligatauglich. Aber das sind eben nur drei Mannschaften. Danach kann es auch sehr schnell sehr zäh werden.

Wie zäh wird mit Arminia der Weg zum Klassenerhalt?

Yabo: Keiner kann in die Glaskugel gucken. Wir möchten attraktiven Fußball spielen, aber erstmal geht es darum, in der Liga zu bleiben. So sollten wir es angehen und so werden wir es angehen. Aber dass Arminia absteigt, kann ich mir absolut nicht vorstellen. Zumal die aktuelle Mannschaft im Vergleich zu jener von vor eineinhalb Jahren qualitativ besser ist.

Die Fans haben auf die Nachricht ihrer Rückkehr erfreut bis euphorisch reagiert. Das ist natürlich auch mit gewissen Erwartungen verbunden.

Yabo: Die meisten werden dabei sicher das Braunschweig-Spiel im Hinterkopf gehabt haben, als mir beim 6:0 ein Dreierpack gelungen ist. Das war die Kirsche auf der Sahne. Was die Erwartungshaltung angeht: Ich möchte mich so schnell wie möglich in Topverfassung bringen. Mehr kann ich erstmal nicht versprechen.

Während Ihres ersten Engagements lief es ja nicht nur sportlich gut für Sie, sondern auch privat.

Yabo: Ja, das stimmt, unser Sohn Prime Lucas ist am 11. April 2017 in Bielefeld zur Welt gekommen. Auch das war bei der Entscheidung ein wichtiger Faktor. Nach seiner Geburt habe ich dann auch meinen ersten Treffer für Arminia erzielt. Das war gegen Stuttgart. Wer würde mit solchen Erlebnissen nicht ebenfalls etwas Positives verbinden?

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