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Do., 17.01.2019

Stürmer ist bereit für eine Vertragsverlängerung bei Arminia – mit Video Fabian Klos: »Alter ist nur eine Zahl«

»Ich habe mich rein körperlich nicht oft so gut gefühlt wie jetzt mit 31«, sagt Fabian Klos (Mitte).

»Ich habe mich rein körperlich nicht oft so gut gefühlt wie jetzt mit 31«, sagt Fabian Klos (Mitte). Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Benidorm (WB). Im Trainingslager in Benidorm sind unter Uwe Neuhaus die Antennen der Arminia-Profis scheinbar noch ein Stückchen weiter ausgefahren, als das nach einem Trainerwechsel ohnehin üblich ist. »Jeder ist komplett auf Sendung«, sagt Stürmer Fabian Klos.

Klar, dass das auch mit der Umstellung des Spielsystems von einem 4-4-2 auf ein 4-3-3 zusammenhängt. »Es kommt viel Neues auf uns zu«, sagt der 31-Jährige. Aber »jeder ist bereit, das aufzusaugen. Denn jeder ist komplett überzeugt von der Idee, wie wir in der Rückrunde spielen wollen.«

Mehr Ballbesitz, mehr Offensive: Das sind zwei der markantesten Merkmale des neuen Systems mit nur drei Mittelfeldspielern, aber eben auch mit drei Spitzen. Klos: »Defensiv ändert sich nicht so viel, offensiv schon. Wir wollen jetzt mehr den Ball haben.«

4-3-3 zuletzt 2009

Der Angreifer ist lange dabei. Ein 4-3-3 aber hat Klos zuletzt gespielt, als er noch beim MTV Gifhorn in der Oberliga Niedersachsen kickte. Das war in der Saison 2008/09. Über den VfL Wolfsburg II fand er 2011 den Weg nach Bielefeld, wo er im Vorjahr zum Rekordtorschützen des Zweitligisten avancierte (118 Pflichtspieltreffer). Weitere Tore sollen folgen. Klos: »Wenn das 4-3-3 funktioniert, ergeben sich für einen Mittelstürmer in der Regel ein paar mehr Abschlusssituationen. Die gilt es dann auch zu verwerten.«

Neuhaus zieht das neue 4-3-3 durch. Als sein Vorgänger Jeff Saibene in der Hinrunde das System verändern wollte, pochte der Mannschaftsrat vehement auf das Beibehalten des eingeübten 4-4-2. »Das muss man differenziert betrachten«, sagt Klos.

»Unter Jeff Saibene ging es darum, innerhalb der Saison das System zu wechseln, um kurzfristig wieder Erfolg zu haben. Doch wenn du eineinhalb Jahre 4-4-2 spielst, feste Abläufe hast und sollst das von der einen Woche auf die nächste ändern, ist das nicht so einfach.« Deshalb habe Uwe Neuhaus während der letzten zwei Spiele vor der Winterpause auch weiter am 4-4-2 festgehalten. »Aber jetzt haben wir eine komplette Wintervorbereitung Zeit, um das Neue einzustudieren. Das macht es einfacher, das ist ein großer Unterschied«, urteilt Klos.

Test gegen 1860 München

Im Testspiel am Donnerstag gegen 1860 München haben die Arminen Gelegenheit zu überprüfen, wie gut sie die Vorgaben ihres neuen Trainers bereits verinnerlicht haben. Klos: »Die Testspiele sind das Wichtigste im Moment. Wir brauchen sie. Denn noch sind wir nicht so weit, dass wir morgen ins nächste Meisterschaftsspiel gehen und Dynamo Dresden herspielen könnten.«

Klos selbst kämpft an der Costa Blanca nicht nur mit dem neuen System und um seinen Stammplatz im Sturm, sondern auch um einen neuen Vertrag. Am 30. Juni läuft sein Kontrakt aus. »Ich stehe nicht morgens auf und mache mir Sorgen, dass ich ab Sommer arbeitslos sein könnte«, erklärt er gelassen und meint: »Ich glaube, dass es Stand heute nicht nur mein Wunsch, sondern auch der Wunsch des Vereins und des neuen Trainers ist, dass wir über den Sommer hinaus zusammenarbeiten. Aber alle Seiten sind relativ entspannt. Zwischen unserem Sport-Geschäftsführer Samir Arabi auf der einen und meinem Berater Kai Michalke und mir auf der anderen Seite hat sich über die Jahre ein gewisses Vertrauensverhältnis entwickelt. Niemand hat das Gefühl, wir müssten eine schnelle Lösung erzwingen.«

An seiner Fitness sollte die Fortsetzung der Zusammenarbeit jedenfalls nicht scheitern. »Alter ist nur eine Zahl«, philosophiert Klos und betont: »Ich habe mich rein körperlich nicht oft so gut gefühlt wie jetzt mit 31.« Zudem sei er mental ein Stück weit ausgeglichener als früher. Und auch das darf ja ohne Weiteres als ein positiver Nebeneffekt des Älterwerdens eingestuft werden.

Sportchef Arabi kündigt »offene und ehrliche Gespräche« an

Fabian Klos ist gemeinsam mit Tom Schütz der dienstälteste Profi im Arminia-Kader. 2011 holte Samir Arabi beide zum damaligen Drittligisten. Über eine mögliche Verlängerung des am Saisonende auslaufenden Vertrags von Rekordtorschütze Klos sagt der Sport-Geschäftsführer: »Wir wissen, was wir an Fabi haben und Fabi weiß, was er an Arminia hat. Klar ist, dass wir mit einem so verdienten Spieler sehr offen und sehr ehrlich über die Situation reden werden.« Eine Verlängerung, erklärte Arabi, werde von Klubseite angestrebt.

Laut Klos werde sein Berater Kai Michalke in Kürze in Benidorm eintreffen. Dann wird sich sicher auch etwas Zeit finden, um mit Arabi über das Thema Vertragsverlängerung zu sprechen.

 

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