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Mi., 30.01.2019

Mittelfeldmann treibt das Spiel an – »Dresden ist ein gutes Pflaster« – mit Videos Prietl ist Arminias Dynamo

Manuel Prietl (links) führt den Ball. 2016 setzte er sich mit Arminia in der 2. Pokalrunde in Dresden (rechts Marco Hartmann) durch.

Manuel Prietl (links) führt den Ball. 2016 setzte er sich mit Arminia in der 2. Pokalrunde in Dresden (rechts Marco Hartmann) durch. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). 2014 rettete sich Arminia am letzten Zweitligaspieltag in Dresden in die Relegation (3:2). 2016 gewannen die Ostwestfalen bei Dynamo völlig überraschend im Pokal (1:0). 2017 feierte der DSC mit Trainer Jeff Saibene bei den Sachsen den Klassenerhalt (1:1). Und 2019 möchten die Bielefelder diese Serie nun unbedingt fortsetzen.

Kein Wunder, dass Manuel Prietl angesichts dieser Erfolge vor dem Start in die Rest-Rückrunde Mittwochabend (20.30 Uhr) im Rudolf-Harbig-Stadion sagt: »Dresden ist für uns ein gutes Pflaster.«

300 Anhänger begleiten den DSC an die Elbe. Apropos Elbe: Nur drei Tage später steigt auf der ausverkauften Alm dann der Heim-Höhepunkt dieser Saison gegen den Hamburger SV (Samstag, 13 Uhr).

Eine Partie mit Ablenkungs-Potenzial für die Profis von Trainer Uwe Neuhaus. Oder nicht? Prietl: »Keiner von uns hat in dieser Woche vom HSV geredet. Unser Fokus liegt auf Dresden.«

Auf der Sechserposition

Und natürlich darauf, das unter Neuhaus eingeführte neue Spielsystem bestmöglich umzusetzen. Prietl agiert im 4-3-3 auf der Sechserposition und treibt aus dem zentral-defensiven Mittelfeld heraus das Spiel der Ostwestfalen an. Er ist, wenn man so will, Arminias Dynamo.

»Ich bin die erste Station zwischen Abwehr und Mittelfeld. Im Spiel gegen den Ball ändert sich im Vergleich zum vorherigen 4-4-2 nicht so viel. Im Spiel mit dem Ball schon. Wir haben jetzt eine Anspielstation mehr im Mittelfeld«, sagt der Österreicher.

Die Mannschaft habe speziell während des Trainingslagers in Spanien »viel Input bekommen vom Coach. Das war anstrengend – nicht so sehr für den Körper, aber für den Kopf«. Das 4-3-3 klappe schon gut, müsse aber »noch verfeinert werden«. Nach mehreren Jahren im 4-4-2 habe man das Gehirn erst einmal »umprogrammieren« müssen.

»Cool wie immer«

In vielen der Testspiele habe der DSC unter Neuhaus »sehr dominant agiert«. Prietl: »Gegen Mannschaften wie Kiel oder Paderborn, die Fußball spielen wollen, haben wir uns mit unserem Pressing früher in den Ligaspielen leichter getan. Aber gegen Teams wie Heidenheim oder Sandhausen hat uns im letzten Drittel oft die Lösung gefehlt. Ich glaube, wir haben uns diesbezüglich verbessert.« Der 27-Jährige meint zudem, dass nach dem Trainerwechsel im Dezember von Saibene zu Neuhaus »ein Ruck durch die Mannschaft gegangen ist«.

Dass die Partie für den neuen Coach, der zuvor gut drei Jahre lang Dynamo trainiert hatte, eine außergewöhnlich emotionale sein dürfte, sei Neuhaus nicht anzumerken. Laut Prietl sei der Coach »cool wie immer. Aber«, ergänzt Prietl und lächelt, »ich kann mir schon vorstellen, dass das Spiel etwas Besonders für ihn ist.« Es liegt an den Arminen, dass es in Neuhaus’ Erinnerungen auch ein solches bleiben wird.

So könnte Arminia spielen

Ortega Moreno - Clauss, Behrendt, Börner, Hartherz - Edmundsson, Prietl, Seufert - Staude, Klos, Voglsammer

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