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Sa., 02.02.2019

Das große Duell auf der ausverkauften Alm: Arminia gegen den HSV – mit Video Neuhaus hat einen Plan

DSC-Trainer Uwe Neuhaus hofft auf den ersten Arminia-Heimsieg seit dem 1. September.

DSC-Trainer Uwe Neuhaus hofft auf den ersten Arminia-Heimsieg seit dem 1. September. Foto: imago

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). Vor ausverkauftem Haus gegen den Tabellenführer: Es ist angerichtet für ein Fußballfest, wenn Arminia Bielefeld an diesem Samstag (13 Uhr, Schüco-Arena) den Hamburger SV empfängt.

»Dieses Spiel ist für uns eine Riesenchance«, sagt Arminias Trainer Uwe Neuhaus. Er und sein Team wollen »versuchen, viele Fans zurück zu gewinnen. Das sollte unser Ziel sein.« Denn obwohl der 59-Jährige erst seit dem 10. Dezember beim DSC ist, weiß er natürlich, »dass die Zuschauerzahlen rückläufig waren«. Und das ist auch kein Wunder. Seit dem 1. September (5:3 gegen Jahn Regensburg) haben die Arminia-Anhänger auf der Alm keinen Sieg mehr bejubeln dürfen. In den folgenden acht Spielen (inklusive des 0:3 im Pokal gegen Duisburg) kassierte Bielefeld sechs Niederlagen.

Heimpremiere ging daneben

Für eine davon war Neuhaus mitverantwortlich, denn seine Heimpremiere ging mit dem 1:2 gegen den 1. FC Heidenheim am 22. Dezember auch daneben. Für die Partie gegen den Aufstiegsfavoriten von der Elbe sieht der Coach nun aber einen Vorteil. »Ein guter Faktor ist die Erwartungshaltung, mit der die Zuschauer ins Stadion kommen. Gegen Heidenheim hatten alle nach dem Sieg in Kiel einen klaren Sieg erwartet und wurden bitter enttäuscht. Gegen Hamburg weiß jeder, es ist Spitz auf Knopf. Es wird ein ganz enges Match. Wenn wir alles abrufen, können wir es packen. Die Erwartungshaltung ist eine andere, das kann uns helfen«, so Neuhaus.

Als großer Mutmacher taugt natürlich auch der 4:3-Erfolg vom Mittwoch in Dresden. Bei Neuhaus’ Ex-Verein Dynamo lag der DSC 0:2 und 1:3 zurück, gewann aber noch. »Das kann enorm helfen, wenn eine Mannschaft spürt und weiß, dass man Spiele drehen kann. Der Glaube daran, Spiele zu gewinnen, ist ein mitentscheidender Faktor für den Sieg. Eine Aktion kann ein Spiel verändern. So eine Aufholjagd ist immer absolut positiv. Diese Gefühl kann man gar nicht beschreiben. Das pusht natürlich und hilft für die nächsten Wochen, so etwas erlebt zu haben«, spielt der Trainer vor allem auf die mentale Komponente der geglückten Aufholjagd an.

Plan gegen den HSV

Für den HSV hat Neuhaus »einen Plan im Kopf«. Diesen besprach er am Freitag noch mit seinen Spielern. Es sei die Frage, »ob wir die spielerische Komponente der Hamburger mit total intensivem Pressing über 90 Minuten zerstören können, ob wir dafür genügend Körner haben.« Generell standen Regeneration und Gespräche im Vordergrund, viel Zeit zum Training blieb nicht.

Ob Reinhold Yabo nach seinem Einsatz als Einwechselspieler in Dresden gegen Hamburg nun schon in der Startelf stehe, sei offen. »Es tut ganz gut, so einen Spieler von der Bank bringen zu können. Auf der anderen Seite könnte er uns natürlich auch von Anfang helfen, gut ins Spiel zu kommen«, sagt Neuhaus.

Zum spät geplatzten Transfer des Rumänen Dorin Rotariu (23), der am Donnerstag wie berichtet durch den Medizincheck gerasselt war, erklärt der Trainer: »In der Kürze der Zeit neigt man manchmal dazu, Dinge zu übersehen. Das haben wir Gott sei Dank nicht gemacht. Es ist schade, aber davon geht die Welt nicht unter.«

So könnte Arminia spielen

Ortega Moreno - Brunner, Behrendt, Börner, Hartherz - Prietl - Edmundsson, Seufert - Staude (Yabo), Klos, Voglsammer

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