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Mo., 04.02.2019

Foul an HSV-Profi Mangala beim 1:0? Schiri Siebert fragt bei Voglsammer nach Voglsammer: »Es kann sein, dass ich ihn treffe«

Erwischt: Armine Andreas Voglsammer trifft erst den Ball und dann den Kopf des Hamburgers Orel Mangala.

Erwischt: Armine Andreas Voglsammer trifft erst den Ball und dann den Kopf des Hamburgers Orel Mangala. Foto: Oliver Schwabe

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Lewis Holtby war kaum einzufangen. Wie ein Rohrspatz schimpfte der Kapitän des Hamburger SV über eine vermeintliche Fehlentscheidung von Schiedsrichter Daniel Siebert, von der man durchaus behaupten kann, dass sie erheblichen Einfluss auf den Ausgang der Partie bei Arminia Bielefeld hatte.

Schiri Siebert mit Mangala und Holtby (r.). Foto: imago

Was war passiert? DSC-Angreifer Andreas Voglsammer war bei seinem Bestreben, nach einem Freistoß von Nils Seufert den Ball ins Tor zu befördern, an die Grenze des Erlaubten gegangen. Und wohl auch ein wenig darüber hinaus. HSV-Profi Orel Mangala jedenfalls sank, noch während der Ball die Torlinie passierte, zu Boden. »Das 1:0 ist ein klares Foul und Gelb, weil er ihm ins Gesicht tritt«, war für HSV-Trainer Hannes Wolf die Sache klar.

Und nichtmal Arminia-Coach Uwe Neuhaus mochte widersprechen, nachdem er Voglsammers hohes Bein nach der Partie am Fernseher gesehen hatte. »Das 1:0 war grenzwertig, da hätte man ein Foul geben müssen«, urteilte Neuhaus über die Szene in der 19. Minute.

Zwei, die das anders sahen, waren Schiri Siebert und Torschütze Voglsammer selbst. »Das geht alles so schnell. Ich versuche da hinzukommen, sehe die Chance mit dem Bein am höchsten. Ich treffe dann auch definitiv erstmal den Ball«, sagte der Bielefelder, der allerdings einräumte: »Es kann sein, dass ich dann ihn treffe.«

Unparteiische um TV-Bilder bemüht

Voglsammer berichtete, Schiedsrichter Siebert habe ihn nach der Szene gefragt, ob er Mangala erwischt habe. »Ich habe ihm geantwortet, dass ich es nicht genau sagen kann. Nach dem Spiel kam der Schiri dann noch mal zu mir. Er sagte, die Szene sei ein bisschen grenzwertig gewesen, aber für ihn kein Foul.«

Offenbar hatte der Unparteiische bei Halbzeit die TV-Bilder bemüht, um sich von der strittigen Aktion noch mal ein genaueres Bild zu verschaffen. Denn auch Siebert, 34 Jahre alter Studienreferendar aus Berlin, wird schon gewusst haben, dass nach der – allerdings völlig berechtigten – Roten Karte gegen Gotoku Sakai (12. Minute) mit Voglsammers Treffer das Schicksal des HSV praktisch besiegelt war.

Als Wolf gefragt wurde, wie er über das Nachhaken des Schiedsrichters bei Voglsammer denke, antwortete der HSV-Trainer: »Die Frage ist ja schon falsch, weil das am Ende keine Rolle spielt. Denn wenn er ihn nicht trifft, ist es gefährliches Spiel und indirekter Freistoß. Wenn er ihn trifft, ist es ein Foul und direkter Freistoß. Er springt mit offener Sohle, so etwas ist im Mittelfeld schon mal ganz anders bewertet worden. Am Ende«, so Wolf weiter, »war es für uns ein gebrauchter Tag«.

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