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Do., 07.02.2019

Vor dem Spiel in Regensburg: Neuhaus kritisiert Trainingsleistung – mit Video Stresstest für Arminia

»Einen Spannungsabfall in unserer Situation könnte ich nicht akzeptieren«, sagt DSC-Coach Uwe Neuhaus.

»Einen Spannungsabfall in unserer Situation könnte ich nicht akzeptieren«, sagt DSC-Coach Uwe Neuhaus. Foto: Oliver Schwabe

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Sechs Punkte aus zwei Spielen: Uwe Neuhaus hätte allen Grund, mit dem Start ins neue Fußballjahr rundum zufrieden zu sein. Wäre da nicht die Übungseinheit am Dienstag gewesen, die den Coach von Arminia Bielefeld vor der Zweitligapartie am Freitag beim SSV Jahn Regensburg (18.30 Uhr) auf den Plan rief.

»Ich hatte mehr Qualität im Training erwartet und war mit einigen Dingen nicht einverstanden. Das war nicht genug«, kritisierte Neuhaus und betonte: »Einen Spannungsabfall in unserer Situation könnte ich nicht akzeptieren, das wäre absolut der falsche Weg.« Seine Spieler dürften »nicht aufhören, Dinge weiterzuentwickeln«.

Nicht vom Weg abweichen

Allerdings, mutmaßte Neuhaus, könnte der kleine Hänger auch damit zu tun gehabt haben, dass »die Mannschaft vielleicht mal eine – vor allem mentale – Pause gebraucht hat«, weshalb man »den Vorfall auch nicht zu hoch hängen sollte«. Er habe direkt im Anschluss an die Einheit gegenüber den Spielern deutlich zum Ausdruck gebracht, dass Arminia in puncto »Leidenschaft, Mentalität und Willen nicht vom bislang so erfolgreich eingeschlagenen Weg abweichen« dürfe.

Neuhaus ahnt wohl, dass nach dem Heim-Highlight am Samstag gegen Hamburg (2:0) nun ein knallharter Mentalitätstest auf sein Team zukommt. Der Coach: »Hamburg als Tabellenführer war wie für uns geschaffen. Wir hatten durch das vorherige 4:3 in Dresden viel Rückenwind mit in die Partie genommen. Dazu das ausverkaufte Haus.

Kontrastprogramm in Regensburg

Und jetzt fährt man nach Regensburg. Das ist natürlich ein Kontrast.« Auch im Hinblick auf die Spielweise. Während die Hamburger stark an Ballbesitz interessiert sind, »spielt Regensburg am liebsten gegen den Ball – und das auf eine sehr, sehr beeindruckende Art und Weise mit totaler Intensität«, weiß Neuhaus, der ahnt: »Da werden wir keine Zeit haben, um mal durchzupusten.«

Deshalb warnt der 59-Jährige: »Wenn wir das nicht in die Köpfe reinkriegen, dann wird es schwer, und dann glaube ich auch nicht, dass wir von dort etwas mitnehmen werden.« Es sei seine Aufgabe, die Spieler auf diese Situation entsprechend einzustellen. Denn Neuhaus erwartet von der Partie in der Continental-Arena nicht weniger als einen »Stresstest über die vollen 90 Minuten«.

Grund zur Hoffnung

Die Arminen müssten vorbereitet sein darauf, dass die Regensburger unter ihrem Trainer Achim Beierlorzer den »geplanten Ballverlust als taktisches Mittel einzusetzen wissen, um dann gleich wieder ins Gegenpressing zu gehen«, weiß Neuhaus.

Allerdings geht in der laufenden Serie das taktische Konzept des SSV Jahn in den Auswärtsspielen besser auf als zu Hause. In der Auswärtstabelle ist Regensburg Vierter, in der Heimtabelle dagegen nur 13. Und von ihren 33 Saisontoren haben die Bayern nur zehn daheim erzielt. Für die 300 bis 350 Fans, die am Freitag aus Bielefeld nach Regensburg reisen, besteht also durchaus Grund zur Hoffnung, erneut eine fröhliche Heimfahrt erleben zu können.

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