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Fr., 08.02.2019

Armine Ortega Moreno wünscht sich in Regensburg das nächste Zu-Null – mit Video »Eine Sache der Mentalität«

Stefan Ortega Moreno packt zu. Der DSC-Keeper blieb am Samstag gegen Hamburg zum zweiten Mal in dieser Serie ohne Gegentor.

Stefan Ortega Moreno packt zu. Der DSC-Keeper blieb am Samstag gegen Hamburg zum zweiten Mal in dieser Serie ohne Gegentor. Foto: imago

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Zu null – Stefan Ortega Moreno wusste schon gar nicht mehr, wie sich das anfühlt. Im Heimspiel gegen Hamburg gelang Arminia Bielefeld am vergangenen Samstag erst das zweite Spiel in dieser Saison ohne Gegentreffer – für den DSC-Torwart ein Grund zum Genießen.

»Ich bin mit einem guten Gefühl nach Hause gegangen. Es war ein Abend, an dem das Bier ein bisschen besser geschmeckt hat«, sagt der Torwart und hätte keine Einwände, wenn die Ostwestfalen auch im dritten Zweitligaspiel dieses Jahres am Freitagabend  bei Jahn Regensburg (18.30 Uhr, Continental-Arena) hinten dicht blieben.

Die Defensivleistung beim 2:0-Erfolg gegen den HSV sei  »ein Schritt in die richtige Richtung« gewesen, urteilt Ortega Moreno: »Jeder hat sich hinten reingeschmissen und gemerkt, dass es auch ganz geil sein kann, wenn man ein Tor verhindert und nicht nur, wenn man eins schießt.«

Drei Halbzeiten ohne Gegentor

Drei Zu-Null-Halbzeiten in Folge haben die Arminen zuletzt abgeliefert. Das hatte es in dieser Saison zuvor noch gar nicht gegeben. Als der DSC sein bis Samstag erstes und einziges Spiel ohne Gegentor beendet hatte, »waren draußen noch 20 Grad«, erinnert sich Ortega Moreno. Es war ein lauer Altweibersommerabend Mitte September, als die Bielefelder mit einem 0:0 aus Magdeburg heimreisten.

»Wir haben viel zu viele Gegentore kassiert bisher«, urteilt Ortega Moreno. 31 Mal musste der Keeper schon hinter sich greifen. Nur sieben Teams sind hinten noch anfälliger als Arminia. Doch immerhin stimmt jetzt der Trend, auch wenn es zum Jahresauftakt in Dresden (Endstand 4:3 für den DSC) ja »schon wieder gut losging« (Ortega Moreno). 1:3 lagen die Gäste dort zur Pause zurück.

An HSV-Spiel anknüpfen

Doch seitdem brennt hinten nichts mehr an. Uwe Neuhaus ist es trotzdem »noch zu früh«, bereits von einer neuen Defensivstabilität zu sprechen, wenngleich der DSC-Trainer lobt: »Gegen Hamburg hat die Mannschaft es defensiv richtig gut gemacht. Wir haben uns reingeknallt und in jeder Situation alles gegeben.«

Dass der DSC unter Neuhaus nun im 4-3-3-System statt im 4-4-2 agiert, stelle für die Defensivarbeit keine Umstellung und damit auch kein Problem dar, erklärt Ortega Moreno. Abwehrarbeit sei mehr »eine Sache der Mentalität« als des Systems. Und diesbezüglich gelte es, so der Schlussmann, am Freitagabend an die Leistung vom HSV-Spiel anzuknüpfen.

Der Keeper selbst habe im 4-3-3 »zehn bis 20 Ballkontakte mehr pro Spiel«, was daran liege, dass »wir insgesamt versuchen, mehr Ballbesitz zu haben«. Dem 26-Jährigen gefällt es, noch stärker ins Spiel eingebunden zu sein. Zum einen sei es »bei den aktuellen Temperaturen gar nicht so schlecht, viel in Bewegung zu bleiben«, zum anderen habe er »Spaß daran, das Spiel zu eröffnen«.

Holtby ins Leere laufen gelassen

Ortega Moreno kommt es zugute, dass er zu den spielerisch stärksten Schlussmännern der Liga zählt. Die Szene im ersten Durchgang, in der er den attackierenden HSV-Kapitän Lewis Holtby ins Leere laufen ließ, zählt zu den Höhepunkten des Hamburg-Spiels. »Man guckt sich im Vorfeld die Gegner an und schaut, was das für Spielertypen sind. Aber ich nehme mir so etwas natürlich nicht vor. Ich wollte den Ball wegschlagen, Holtby wollte blocken. Da war es klar, dass es gutgeht, wenn ich den Haken mache. Aber man darf das auch nicht in jedem Spiel probieren, denn die anderen schauen sich das ja auch an.«

In Regensburg erwartet Ortega Moreno eine zweikampfgeprägte Partie, in der es gelte, kühlen Kopf zu bewahren. Das Hinspiel jedenfalls war eine ganz heiße Kiste. Bielefeld siegte mit 5:3. Jahn-Coach Achim Beierlorzer erinnert sich gut: »Wir haben in Bielefeld Geschenke verteilt. Die hätte ich gerne wieder.«

So könnte Arminia spielen:

Ortega Moreno - Brunner, Behrendt, Börner, Hartherz - Yabo, Prietl, Seufert - Edmundsson, Klos, Voglsammer

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