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Di., 19.02.2019

Arminias Kapitän fehlt dennoch in Berlin Schiedsrichter entschuldigt sich nach Börner-Rot

Julian Börner sah am Sonntag Rot.

Julian Börner sah am Sonntag Rot. Foto: dpa

Bielefeld (WB/jen). Julian Börner wird Arminia Bielefeld im Zweitligaspiel beim 1. FC Union Berlin am Freitag (18.30 Uhr, Stadion An der Alten Försterei) fehlen. Nach seiner Roten Karte im Heimspiel am Sonntag gegen den 1. FC Magdeburg (1:3) wurde der DSC-Kapitän am Montag im Einzelrichterverfahren vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) »wegen eines unsportlichen Verhaltens« mit der Mindestsperre von einem Meisterschaftsspiel belegt. Arminia stimmte dem Urteil zu, das damit rechtskräftig wurde.

Bitter für Börner und den Verein, dass der Platzverweis nur zustande kam, weil das Schiedsrichtergespann um Sascha Stegemann vor Börners Vergehen eine klare Abseitsstellung zweier Magdeburger übersehen hatte. Durch den auf das Foul folgenden direkten Freistoß ging der FCM 1:0 in Führung. Weil eben dieses Tor fiel, wurde Börner vom DFB »nur« für ein Spiel gesperrt und nicht für zwei. An der Tatsachenentscheidung an sich ist nicht zu rütteln.

Immerhin: Stegemann hat sich kurz nach dem Spiel bei Samir Arabi »förmlichst für die gravierende Fehlentscheidung entschuldigt«, wie der DSC-Sportgeschäftsführer gestern verriet. Mit dem Videoschiedsrichter wäre es gar nicht erst dazu gekommen. Diesen gibt es aber bisher nur in der Bundesliga. Ende März stimmen die Zweitligisten darüber ab, ob der VAR (Video Assistant Referee) auch in ihrer Liga eingeführt wird. Allerdings erst zur Saison 2020/21, wie Arabi erklärte. Der 40-Jährige ist »generell für den Videobeweis. Ich würde ihn aber nur bei Abseitsentscheidungen einsetzen, weil da meist ganz klare Entscheidungen getroffen werden können. Bei Handspielen ist die Regel zu schwammig, da gibt es immer zu viele subjektive Meinungen«, sagte Arabi. Er rechnete vor, dass mit dem VAR einige Tore nicht gegen Arminia gefallen wären, wie zum Beispiel das Abseitstor des SV Sandhausen im Dezember oder auch das Siegtor des FC St. Pauli im November.

Am Freitag in Berlin dürfte Stephan Salger den Platz von Börner in der Innenverteidigung übernehmen. Gegen Magdeburg war Salger nach dem Platzverweis für Patrick Weihrauch eingewechselt worden und hatte Börners Position übernommen.

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