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Do., 21.02.2019

Mit Arminia bei Union: Neuhaus hat keinen Sinn für Sentimentalitäten – mit Videos »Ich lasse mich nicht ablenken«

Aufsteiger: Im Mai 2009 führte Uwe Neuhaus Union Berlin zurück in die 2. Liga – an seiner Seite seine heutige Frau Britta.

Aufsteiger: Im Mai 2009 führte Uwe Neuhaus Union Berlin zurück in die 2. Liga – an seiner Seite seine heutige Frau Britta. Foto: imago

Von Dirk Schuster

Bielefeld/Berlin (WB). Es fehlte nicht viel, und der großflächige Stromausfall in dieser Woche im Bezirk Treptow-Köpenick hätte sich auch auf die Zweitligapartie des DSC Arminia am Freitag bei Union Berlin (18.30 Uhr) ausgewirkt. Doch DSC-Sprecher Daniel Mucha gibt Entwarnung.

»Unser Spiel ist nicht betroffen«, meint Mucha. Das heißt: Für die beiden Teams und die mehr als 20.000 Zuschauer, die erwartet werden, erstrahlt im Stadion an der Alten Försterei das Flutlicht so hell wie immer. Eine Atmosphäre, die Arminia-Trainer Uwe Neuhaus zu schätzen weiß. Sieben Jahre lang war er Coach der Köpenicker und spricht von einer »tollen, erfolgreichen Zeit«, in der man »viele Dinge auf den Weg gebracht hat«.

Am Freitag aber kehrt er nach Ost-Berlin zurück, um den Unionern weh zu tun. »Ich fahre nicht dahin, um Bekannte wiederzutreffen, sondern um etwas mitzunehmen«, betont Neuhaus. Auch wenn er natürlich weiß, dass das nicht so einfach werden wird.

Berlin ist die beste Heimmannschaft der 2. Liga, hat von seinen elf Saisonspielen an der Alten Försterei noch keins verloren (acht Siege, drei Unentschieden). Ein Holz, so Neuhaus, aus dem Aufsteiger geschnitzt sind. »Union spielt nicht immer glänzend, aber durchweg souverän, zudem mit einer großen Überzeugung und Gelassenheit«, urteilt der Ex-Unioner und kommt zu dem Schluss: »Berlin ist absolut reif, um aufzusteigen.« Er würde dem Team seines Schweizer Kollegen Urs Fischer »den großen Wurf auch wünschen – wenn sie auf die drei Punkte gegen uns verzichten können«.

Trennung verlief damals bemerkenswert geräuschlos

Neuhaus genießt in der Hauptstadt auch gut viereinhalb Jahre nach seinem Abschied noch immer einen exzellenten Ruf. Die Trennung verlief damals bemerkenswert geräuschlos. Neuhaus brachte die Saison 2013/14 auf Tabellenplatz neun zu Ende, dann ging man auseinander. Mitgenommen hat er – außer einer Menge guter Erinnerungen – auch seine Ehefrau Britta Calmus. Mit der ehemaligen Finanzbuchhalterin des 1. FC Union ist Neuhaus seit Juni 2013 verheiratet. Hängt wegen des Duells zwischen Union und Arminia nun der Haussegen schief? Mitnichten. »Sie hält Arminia und mir die Daumen. Aber wenn Arminia nicht gegen Union spielt, werde ich eine Frau haben, die auch Union die Daumen drückt. Sie hat dort schließlich noch ein paar Jährchen länger gearbeitet als ich.«

Neuhaus und Union, das ist ein Wiedersehen mit »besonderer Emotion, besonderer Vorfreude«, sagt der Trainer: »Drei Jahre am Stück bei einem Verein, das passiert schon mal. Aber sieben Jahre sind eine außergewöhnlich lange Zeit.« Und dennoch, betont der Coach, sei auch dieser Besuch am Ende »business as usual«. Neuhaus betont: »Ich lasse mich nicht ablenken.«

Man spürt: Der Trainer will nach der jüngsten Niederlage gegen Magdeburg nun wieder das Maximum holen. Und auch wenn in Treptow-Köpenick die Stromversorgung gesichert ist, hat Neuhaus nur eins im Sinn: Union morgen den Stecker zu ziehen.

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