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Mi., 27.02.2019

Schwierige Saison für das Arminia-Talent – Abschied schon im Sommer nicht ausgeschlossen Was wird aus Massimo?

Im Hinspiel in Darmstadt gelang Roberto Massimo (links) in dieser Szene sein einziges Saisontor. Ob er beim Rückspiel an diesem Sonntag überhaupt zum Kader zählen wird, ist ungewiss.

Im Hinspiel in Darmstadt gelang Roberto Massimo (links) in dieser Szene sein einziges Saisontor. Ob er beim Rückspiel an diesem Sonntag überhaupt zum Kader zählen wird, ist ungewiss. Foto: dpa

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Dieser Deal nötigte sogar seinen schärfsten Kritikern Respekt ab: Als Samir Arabi im Frühjahr 2018 Roberto Massimo für kolportierte 2,5 Millionen Euro an den VfB Stuttgart verkaufte , um das Arminia-Talent im Gegenzug für zwei Jahre direkt wieder auszuleihen , ging ein Raunen durch die Branche.

Eine Wahnsinns-Summe für einen so jungen und unerfahrenen Spieler. Denn als die Transfer-Nachricht im Mai vergangenen Jahres die Runde machte, hatte Massimo ja gerade einmal sechs Zweitligaeinsätze auf dem Konto.

Heute, ein Dreivierteljahr später, fällt die Zwischenbilanz ernüchternd aus. Sportlich hat der 18 Jahre alte Offensivspieler stagniert. Sowohl der mittlerweile entlassene Jeff Saibene als auch dessen Nachfolger auf dem Trainerposten, Uwe Neuhaus, formulierten im Saisonverlauf deutlich, dass Massimos Leistungen nicht ihren Ansprüchen genüg(t)e.

Neuhaus: »Ich erwarte einen Leistungssprung von Roberto«

Saibene suchte im August das Vier-Augen-Gespräch mit seinem Top-Talent, um ihm zu sagen, dass er »eine Schippe drauflegen muss«. Und der aktuelle Coach Neuhaus meinte vor wenigen Wochen: »Ich erwarte einen Leistungssprung von Roberto.«

Neuhaus brachte Massimos Zurückhaltung auch mit dem Verletzungspech in Verbindung, das den Spieler heimgesucht hatte. Krankheiten sowie eine Sprunggelenksblessur warfen den Jung-Profi zurück. »Robbie kommt extremst über seine Dynamik«, sagte Arabi gestern. Probleme am Gelenk seien für einen solchen Spieler Gift. Zuletzt setzte ihn dann auch noch ein Infekt außer Gefecht.

Helmut Schulte war gestern nach Bielefeld gekommen, um sich persönlich ein Bild von Massimo zu machen. Der 61-Jährige, der als Trainer und Manager unter anderem für St. Pauli, Düsseldorf und Union Berlin arbeitete, ist vom VfB Stuttgart im Herbst 2018 als Betreuer für verliehene Spieler verpflichtet worden. »Ein sinnvoller Luxus, den sich aber nur ein Erstligist leisten kann«, bemerkte Arabi und meinte: »Mit so einem Trainingsbesuch bringt der Verein Wertschätzung seinem Spieler gegenüber zum Ausdruck.«

Saisonbilanz: Drei Einsätze und ein Tor

Massimo kann das brauchen. Ganze drei Zweitligaeinsätze (ein Tor) hat er in der laufenden Serie vorzuweisen. Ausgeschlossen ist es dennoch nicht, dass er schon zur neuen Serie wechselt. Der VfB verfügt über eine entsprechende Option. Bedarf könnte beispielsweise dann entstehen, wenn Stuttgart – zurzeit Tabellen-16. – aus der 1. Liga absteigen sollte. Dann wäre eine Konstellation möglich wie vor vier Jahren bei Alexander Schwolow. Arminia hatte den Stammkeeper für zwei Jahre vom SC Freiburg ausgeliehen.

Doch als die Breisgauer aus der Bundesliga abstiegen, verkauften sie Roman Bürki an Borussia Dortmund und stellten Schwolow lieber ins eigene Tor, anstatt ihn weiterhin Arminia zu überlassen. Nach nur einem Jahr war der Keeper schon wieder weg.

Schwolow allerdings war damals Leistungsträger, Massimo dagegen ist ein Ergänzungsspieler. Arabi: »Man darf in der Debatte nicht vergessen, dass Roberto noch ein ganz junger Mensch ist, der noch in der U19 spielen könnte.« Und dem noch elf Spiele bleiben, um dieser missglückten Saison noch eine Wende zu geben.

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