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Fr., 01.03.2019

Kapitän kämpft mit Arminia um den Klassenerhalt – und um einen neuen Vertrag Börner braucht noch ein paar Punkte

Trainer Uwe Neuhaus muss entscheiden, ob Julian Börner gegen Darmstadt wieder als Kapitän vorangehen darf.

Trainer Uwe Neuhaus muss entscheiden, ob Julian Börner gegen Darmstadt wieder als Kapitän vorangehen darf. Foto: Oliver Schwabe

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Nach für seine Verhältnisse schwächerer Hinrunde verlief für Julian Börner auch der Start in dieses Jahr holprig. Zwei der fünf Zweitligaspiele seines DSC Arminia hat der Kapitän 2019 komplett verpasst, einmal war nach 30 Minuten schon Feierabend. Ein Grund war Verletzungspech, ein anderer der Platzverweis im jüngsten Heimspiel gegen Magdeburg (1:3). Nach der Zwangspause in Berlin ist Börner für das Heimspiel am Sonntag gegen Darmstadt (13.30 Uhr, Schüco-Arena) nun wieder einsatzbereit. Aber darf er auch spielen?

»Ich bin selbst ein bisschen gespannt«, sagt Börner. Denn natürlich hat er von seinem Tribünenplatz im Stadion an der Alten Försterei gut sehen können, dass sein Vertreter Stephan Salger an der Seite von Brian Behrendt in der Innenverteidigung einen anständigen Job gemacht hat gegen den Aufstiegsanwärter Union Berlin. Insbesondere nach der Pause habe »das ganze Team eine richtig gute Leistung gezeigt«, lobt Börner.

Der 28-Jährige weiß, dass eine Rückkehr in die Startelf darum kein Automatismus ist, wenngleich er als Kapitän eine gewisse Sonderstellung einnimmt. »Ein Kapitän ist ja auch immer ein Aushängeschild. Und grundsätzlich gehört ein Kapitän auch in die Mannschaft«, hatte Trainer Uwe Neuhaus nach seinem Dienstantritt im Dezember geäußert.

Börner und Salger im direkten Duell

Börner will gar nicht um den heißen Brei herumreden. Klar sei es unglücklich gewesen, dass der Schiedsrichter zuvor eine Magdeburger Abseitsstellung übersehen hatte. Für seine Notbremse an sich sei – losgelöst von der Fehlentscheidung – Rot jedoch die passende Farbwahl gewesen.

Börner hat versucht, sich im Training für die Partie gegen Darmstadt anzubieten. Da Neuhaus bezüglich der Innenverteidiger eher konservativ denkt und durchaus Wert auf einen Rechts- und einen Linksfüßer legt, dürfte Behrendt als gesetzt gelten. Allerdings hat auch das Linksfüßer-Duo Börner/Salger bereits hinlänglich bewiesen, dass es in der Lage ist, gemeinsam Arminias Abwehrzentrum dicht halten zu können. Zumal Behrendt im Direktvergleich mit Salger sowohl gegen Magdeburg als auch in Berlin jeweils knapp den Kürzeren zog.

Sowohl für Börner als auch für Salger wären weitere Einsätze auch insofern wichtig, als dass beide noch um eine Verlängerung ihres Vertrags kämpfen. Die Kontrakte der Profis enden am 30. Juni, beide könnten sich sehr gut vorstellen, zu bleiben.

Arabi spielt auf Zeit

Dass die versäumten Begegnungen im neuen Jahr – eine wegen der Rotsperre, die andere wegen muskulärer Probleme – sich im Kampf um einen neuen Kontrakt in seinem Fall nachteilig auswirken könnten, kann Börner sich nicht vorstellen. »Ich habe fast 150 Spiele für Arminia gemacht. Ich glaube nicht, dass zwei verpasste Partien entscheidend sein werden«, sagt er. 19 Mal, drei Mal davon in der laufenden Serie, hat Börner seit 2014 für Arminia getroffen. Damit ist er der mit Abstand torgefährlichste Verteidiger.

Konfrontiert mit Börners ungeklärter Vertragssituation spielt Samir Arabi auf Zeit. Es sei ja »noch früh«, betont der DSC-Sport-Geschäftsführer. Bis zum Saisonende bleiben noch elf Partien, in denen Börner punkten kann: im Kampf um den Klassenerhalt mit Arminia – und auch in eigener Sache.

Kommentare

Time to say Goodbye

Maßstab für die Frage nach einer Vertragsverlängerung mit Börner sollte zunächst seine Leistung in dieser Saison sein. Und die ist nicht genügend. Weiterhin sind Börners Mängel im Spielaufbau grundsätzlicher Art und nicht formbedingt. Für anspruchsvolleren Ballbesitz-Fußball, wie er Neuhaus vorschwebt, ist Börner nicht geeignet. Das Aufbauspiel fängt ganz hinten an. Eine Vertragsverlängerung für Börner sollte es daher nicht geben, genausowenig für Salger. Die Position des Innenverteidigers benötigt als allererste einen echten Neustart.

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