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So., 03.03.2019

Arminias Stürmer Voglsammer ist ein Fitnessfanatiker – 13.30 Uhr Anpfiff gegen Darmstadt – mit Videos »Ein bisschen krank«

Immer voll fokussiert: Arminias Angreifer Andreas Voglsammer.

Immer voll fokussiert: Arminias Angreifer Andreas Voglsammer. Foto: dpa

Von Sebastian Bauer

Bielefeld (WB). Dass er vor Kraft strotzt, muss Andreas Voglsammer gar nicht erst betonen. Man sieht es Arminias Offensivspieler ohne Zweifel an. Es liegt also in der Natur der Sache, dass der muskelbepackte Voglsammer heute mit breiter Brust (und breitem Kreuz) ins Spiel gegen den SV Darmstadt 98 (13.30 Uhr, Schüco-Arena) geht.

Der 27-Jährige ist längst nicht mehr nur Fußballprofi, sondern auch Fitnessfanatiker. »Ja, es ist schon ein bisschen krank von mir«, gibt der Angreifer zu. Nahezu täglich ist er im Fitnessstudio, was er mit Fotos und Videos bei Instagram dokumentiert. Für Voglsammer ist es zum festen körperlichen Ritual geworden, ohne das der Fußballer laut eigener Aussage gar nicht erst die volle Kraft auf dem Platz abrufen könnte: »Ich fühle mich nicht gut, wenn ich nicht trainiert habe. In den nächsten Einheiten auf dem Platz fühle ich mich dann nicht so gut, so spritzig, wie ich mich sonst fühlen würde.«

Andreas Voglsammer im Interview

Kritikern und Zweiflern am vielen Training neben dem Profitraining begegnet er gelassen. Seine Trainingssteuerung im Studio sei genau auf die Einheiten auf dem Platz abgestimmt: »80 bis 90 Prozent sind im Mobilitäts- und Stabilitätsbereich für den Rumpf. So lange ich schnell und beweglich bin, passt es.«

Schnelligkeit, Beweglichkeit und Torgefahr haben in der Vergangenheit vor allem einen Verein auf Voglsammer aufmerksam gemacht. Von Jahresanfang 2018 bis vergangenen Sommer baggerte Zweitligakonkurrent FC Ingolstadt an Voglsammer. Und erst gerade soll das Interesse der Bayern am Arminen erneut entfacht sein. Ein Thema, das An­dreas Voglsammer ausgiebig begleitet, das ihn nach eigener Aussage aber nicht vom Wesentlichen ablenkt: »Mich hat das nie weiter beschäftigt. Ich wusste, dass ich meinen Job zu tun habe. Und der ist hier in Bielefeld. Deswegen zerbreche ich mir keinen Kopf darüber, was gewesen wäre wenn. Ich habe viel gespielt in der Zeit. Deshalb kann ich nicht so viel falsch gemacht haben.«

Dabei war die Gefahr zu Scheitern in den vergangenen Monaten sogar etwas größer als zuvor. Das unter Trainer Uwe Neuhaus neue 4-3-3-System forderte auch von Voglsammer – eigentlich Sturmspitze, nun Flügelspieler – einige Umstellungen und neue Abläufe: »Es ist eine ungewohnte Situation, wenn man in einem neuen System auf einer ganz anderen Position spielt. Aber ich fühle mich immer wohler. Die Automatismen kommen immer mehr. Es wird einfacher, die Abläufe reinzukriegen.«

Uwe Neuhaus im Interview

Zwei Tore gelangen ihm im neuen System, sechs Treffer sind es in dieser Saison bislang insgesamt. Tore allein sind für Trainer Uwe Neuhaus aber nicht der Maßstab. Den Coach interessiert die Gesamtentwicklung seines Offensivspielers. Um Voglsammer ans neue System heranzuführen, erinnerte er ihn an seine Anfangszeit beim DSC. »Ich habe es am Anfang versucht, ihm schmackhaft zu machen. Als er hierhin gekommen ist, hat er über die rechte Seite seine ersten Tore gemacht. Jetzt spielt er links, das kommt ihm als Rechtsfuß noch mehr zugute.« Wie gut, das kann An­dreas Voglsammer heute gegen Darmstadt erneut unter Beweis stellen.

So könnte Arminia spielen

Ortega Moreno - Clauss, Behrendt, Börner (Salger), Hartherz - Prietl - Yabo, Seufert - Edmundsson, Klos, Voglsammer

 

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