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Mo., 04.03.2019

Kapitän Julian Börner verlieh Arminias Abwehr Stabilität Bei Börner kribbelt es

Julian Börner kehrte nach seiner Rotsperre in die Startelf zurück.

Julian Börner kehrte nach seiner Rotsperre in die Startelf zurück.

Von Sebastian Bauer

Bielefeld (WB). Es zählte in dieser Saison lange Zeit nicht zu den Stärken von Arminia Bielefeld, hinten torfrei zu bleiben. Mit dem 1:0 gegen den SV Darmstadt 98 hat der DSC erst zum vierten Mal in dieser Saison hinten die Null gehalten. Drei dieser Spiele fanden unter Trainer Uwe Neuhaus statt.

Erheblichen Anteil an der weißen Defensiv-Weste hatte auch Julian Börner. Nach seiner Rotsperre gegen Union Berlin in der Vorwoche kehrte der Kapitän gestern gegen die »Lilien« in die Startelf zurück. Zusammen mit Innenverteidiger-Kollege Brian Behrendt verlieh der 28-Jährige Arminias Abwehr die nötige Stabilität – die Basis für die Null, die stehen muss.

»Wir haben wenig zugelassen«, freute sich Börner, der aber wie alle anderen nicht komplett zufrieden war: »In der zweiten Halbzeit haben wir die spielerische Komponente, den Mut, auch das gewisse Risiko ein bisschen vernachlässigt.«

Am Ende stand dennoch ein Sieg, der intern von besonderer Bedeutung war, wie Börner verriet: »Der Trainer hatte ausgegeben, dass es ein sehr, sehr wichtiges Spiel ist. Wenn nicht vielleicht sogar das wichtigste in dieser Phase. Wir wollten unbedingt als Sieger vom Platz gehen, damit wir den Abstand nach unten vergrößern.«

»Das wird Gänsehaut-Feeling«

Der positive Nebeneffekt: Mit dem vierten Heimsieg der Saison sackt der DSC gleich noch ein bisschen Selbstvertrauen für das Spiel am Samstag bei Tabellenführer 1. FC Köln ein. Beim Gedanken an das Duell, an ein stimmungsvolles, ausverkauftes Kölner Stadion kribbelt es auch bei Arminias Abwehrchef schon kräftig: »Das sind die schönsten Momente als Fußballer. Das wird Gänsehaut-Feeling. Wir freuen uns alle tierisch drauf.«

Diese Vorfreude soll Antrieb für mehr, vielleicht sogar für eine kleine Überraschung am Rhein sein. Die Zähler 32, 33 und 34 sind alles andere als einplanbar, wären aber ein entscheidender Schritt Richtung Klassenerhalt. Börner betonte: »Rein rechnerisch brauchen wir noch ein paar Pünktchen. Und die werden wir in naher Zukunft holen, da bin ich mir sehr, sehr sicher.«

Kommentare

Nette Auslegung

Dass es im Spiel gegen Darmstadt kein Gegentor gegeben hat, ist in erster Linie auf den schwachen Gegner zurückzuführen und nicht auf die Leistungsstärke eines Julian Börner. Gegen Köln darf er gerne beweisen, was er kann. Ich befürchte jedoch, nicht sonderlich viel. Eine Weiterentwicklung vermag ich bei ihm nicht zu erkennen. Das gilt auch für Florian Hartherz. Anders verhält es sich mit J.Clauss. Er hat sich deutlich verbessert und ist ein echter Konkurrent für Cedric Brunner geworden. Es ist nur schade, dass Anderson Lucoqui bei Neuhaus keine Einsatzzeiten erhält. Mit ensprechender Spielpraxis dürfte er Florian Hartherz schnell vergessen machen.

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