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Sa., 09.03.2019

Überforderter DSC verliert verdient mit 1:5 beim Spitzenreiter Köln fertigt Arminia ab

Lasse Sobiech (links) und Johannes Geis (rechts) stoppen Arminias Reinhold Yabo.

Lasse Sobiech (links) und Johannes Geis (rechts) stoppen Arminias Reinhold Yabo. Foto: dpa

Von Sebastian Bauer

Köln (WB). Das war eine Nummer zu groß für Arminia Bielefeld: Bei Tabellenführer 1. FC Köln kassierte der DSC eine deutliche 1:5 (0:2)-Niederlage. Damit endete auch die stolze Auswärtsserie der Arminen.

Die Niederlage im Rhein-Energie-Stadion vor 4000 mitgereisten Fans war der erste Punktverlust in einer Auswärtsarena seit dem 0:1 in Aue Ende Oktober vergangenen Jahres. Zwölf Punkten in der Fremde (drei Siege, drei Unentschieden) folgte damit die erste und verdiente Nullrunde.

Schon vor dem Spiel musste DSC-Trainer Uwe Neuhaus einen Rückschlag hinnehmen. Kapitän Julian Börner fiel mit einem grippalen Infekt aus, für ihn begann Stephan Salger in der Innenverteidigung.

Köln startete so, wie man es von einem Aufstiegsfavoriten erwartet: Mit dem klaren Verständnis, hier nichts anbrennen lassen zu wollen. Es dauerte einige Minuten, bis die Arminen sich aus der ersten kölschen Druckphase befreien konnten. Als es soweit war, kamen die Gäste erstmals gefährlich vors FC-Tor. Patrick Weihrauch, der für den verletzten Nils Seufert in die Anfangsformation gerückt war, flankte flach vors Tor, aber Andreas Voglsammer und Fabian Klos konnten die Hereingabe nicht mehr erwischen. Das alles passierte vor den Augen von Jeff Saibene. Arminias ehemaliger Trainer saß zusammen mit dem Ex-Co-Trainer Carsten Rump auf der Tribüne .

Auf der anderen Seite beschäftigten DSC-Schreck Simon Terodde und Sturmkollegen Jhon Cordoba die Bielefelder Innenverteidigung. Immer wieder kamen die Kölner gefährlich vor das Tor der Arminen, waren dann aber nicht zwingend genug. Abschlussqualitäten zeigte dafür Dominick Drexler. Nach einem Pass von Marco Höger auf den auf der rechten Seite durchstartetenden Drexler, setzte sich der Kölner problemlos gegen den Salger durch und traf über DSC-Torwart Stefan Ortega Moreno hinweg zum 1:0 (14.).

Terodde trifft zum 2:0

Statt sich zu berappeln wirkten die Ostwestfalen in der Folge noch verunsicherter. Alles schien einen Tick zu schnell zu sein für die Mannschaft von Uwe Neuhaus – der DSC wirkte mehr wie ein Zuschauer, denn wie ein Kölner Konkurrent. Die Folge: Eckeball Köln, Kopfball Terodde, 2:0. Es war der elfte Treffer, den Terodde in seiner Karriere gegen Bielefeld erzielt hat und das 24. Tor in dieser Saison.

Gut für den DSC: Die Kölner ließen es nach dem 2:0 deutlich gemächlicher angehen, was den Gästen einen kurzen Moment zum Luft holen ließ.

Nur blieb der Favorit nach der Pause nicht in diesem deutlich ruhigeren Gang, sondern schaltete gleich wieder hoch. Das bekamen die Arminen bitter zu spüren. Cordoba hängte auf der linken Seite Brian Behrendt ab und vollendete zum 3:0 ins lange Ecke (48.).

Klos verfehlt Tor knapp

Immerhin durfte der DSC noch einmal mit einer eigenen Aktion in die Kölner Machtdemonstration hereinplatzen, als ein Schuss von Fabian Klos nur knapp links am Tor der Hausherren vorbeiflog (52.). Auf der anderen Seite traf Simon Terodde zunächst nur die Latte (66.) und dann erneut ins Schwarze – 4:0 (70.).

Eine Minute später konnte Andreas Voglsammer das Ergebnis zumindest ein wenig abschwächen. Nach einer abgefälschten Hereingabe traf der DSC-Stürmer aus kurzer Distanz zum 1:4. Dafür durften kurz vor Schluss noch einmal die FC-Fans jubeln: erneut traf Terodde zum 5:1 (90.).

Besser können es die Arminen wieder am Sonntag, 17. März machen: Dann ist der VfL Bochum zu Gast in der Schüco-Arena.

Köln: Horn - Sobiech, Meré, Hector - Clemens, Höger (75. Schaub), Geis, Kainz - Drexler (89. Koziello) - Terodde, Cordoba (63. Modeste)

Bielefeld: Ortega Moreno - Clauss, Behrendt, Salger, Hartherz (46. Lucoqui) - Prietl - Yabo (65. Staude), Weihrauch - Edmundsson, Klos, Voglsammer

Schiedsrichter: Fritz (Korb)

Zuschauer: 50.000 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Drexler (14.), 2:0 Terodde (21.), 3:0 Cordoba (48.), 4:0 Terodde (70.), 4:1 Voglsammer (71.), 5:1 Terodde (90.)

Gelbe Karten: - / -

Kommentare

Noch Fragen ?

Dieses Spiel war gut, weil es die Schwächen schonungslos aufgedeckt hat. Sprüche wie: "Es gibt solche Tage" pp. sind daher völlig deplaziert. Herr Börner hatte sich wohlweislich schon mal abgemeldet. Er wußte, dass er gegen Köln nur alt aussehen kann. Das Leistungsniveau der Mannschaft reicht allenfalls für das Mittelfeld, aber nicht für das obere Drittel der Tabelle. Wenn man mittelfristig höhere Ambitionen haben sollte, gehören bestimmte Leute nicht in den Kader. Salger, Börner und Hartherz sind die drei Kandidaten in der Verteidigung, die allenfalls Drittliga-Ansprüchen genügen. Auch Behrend hat so seine Schwächen. Voglsammer bolzt oftmals völlig sinnfrei Richtung Tor, vergibt regelmäßig in 1:1 Situationen und hat keinen Blick für den besser postierten Mitspieler. Es gibt viel zu tun. Nur wer packt es an ?

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