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Di., 19.03.2019

Arminias Routinier Tom Schütz ist beim überraschenden Comeback sofort zur Stelle »Ich bin ja keine 18 mehr«

Tom Schütz (links) feierte am Sonntag gegen Bochum sein Comeback. Der Armine hatte zuletzt Wadenprobleme.

Tom Schütz (links) feierte am Sonntag gegen Bochum sein Comeback. Der Armine hatte zuletzt Wadenprobleme. Foto: imago

Bielefeld (WB/jen). Seit Januar plagte sich Tom Schütz mit Wadenproblemen herum. Mehr als ein Sieben-Minuten-Einsatz gegen Magdeburg (1:3) am 17. Februar war seit der Winterpause nicht drin für Arminia Bielefelds Mittelfeldspieler. Und noch am Freitag, zwei Tage vor dem Spiel gegen den VfL Bochum , schien ein Einsatz ausgeschlossen.

Doch dann saß der 31-Jährige am Sonntag auf der Ersatzbank und feierte kurz vor der Pause sein Comeback. Der Routinier ersetzte den verletzten Nils Seufert und spielte so, als habe es die Probleme mit der Wade und seine Ausfallzeit nicht gegeben. »Ich habe es so auch nicht erwartet. Aber es ist umso schöner, wenn man reinkommt und gewinnt«, sagte der mit Fabian Klos dienstälteste Armine (seit Juli 2011 beim DSC). Dass er keine große Anlaufzeit benötigte, begründete er mit seiner Erfahrung aus nun 328 Ligaspielen (2. und 3. Liga): »Ich bin ja keine 18 mehr, ich bin schnell wieder drin.«

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Seitdem ich hier bin, hat es die Mannschaft ausgezeichnet, dass sie nach schwächeren Leistungen oder wenn wir einen auf den Deckel bekommen haben, ihr wahres Gesicht gezeigt hat.

Tom Schütz

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Und weil Schütz eben 31 ist und schon so lange dabei, konnte er nach dem 3:1-Erfolg noch ein Pauschallob an die Mannschaft verteilen. »Seitdem ich hier bin, hat es die Mannschaft ausgezeichnet, dass sie nach schwächeren Leistungen oder wenn wir einen auf den Deckel bekommen haben, ihr wahres Gesicht gezeigt hat«, betonte der gebürtige Bamberger mit Blick auf die 1:5-Abfuhr beim 1. FC Köln in der Woche zuvor.

Schütz sieht noch Steigerungspotenzial, hebt aber den Willen hervor

Trotz des Rückstandes reichte es für die Arminen gegen Bochum zum 3:1. »Das zeigt auch, welche Moral wir im Team haben«, sagte Linksverteidiger Anderson Lucoqui. Schütz ergänzte: »Vielleicht haben wir das Gegentor gebraucht, dass wir alle nochmal ein paar Prozente drauf gelegt haben. Auch mit dem 1:1 haben wir uns nicht zufrieden gegeben und sind am Ende belohnt worden.« Natürlich gebe es noch jede Menge Steigerungspotenzial, führte Schütz aus: »Aber jeder hat gemerkt, dass die Mannschaft unbedingt will.«

Erkrankte können die Länderspielpause zur Erholung nutzen

34 Punkte haben die Arminen nun auf dem Konto, der Vorsprung auf Relegationsrang 16 beträgt elf Zähler, acht Zweitligaspiele sind es noch. »Wenn wir uns das noch nehmen lassen, läuft alles falsch. Aber wir werden jetzt nicht aufhören mit dem Fußball spielen. Wir haben noch acht Spiele und wollen so viele wie möglich gewinnen. Das ist eine Situation, in der man befreit aufspielen kann. Wir wollen uns weiter entwickeln. Das wollen wir angehen«, erklärte Schütz, der sich wünscht, dabei verletzungsfrei mitwirken zu können. »Ich hoffe, dass es körperlich so bleibt und es nicht wieder einen Rückschlag gibt.«

Jetzt ist erst einmal Länderspielpause. Diese können einige Arminen wie Manuel Prietl und Reinhold Yabo, die gegen Bochum erkrankt fehlten, zur Erholung nutzen. Und auch Schütz kann sich weiter ranarbeiten, denn bei 100 Prozent ist er nach seiner Zwangspause noch nicht.

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