>

Sa., 30.03.2019

Arminia vergeigte Hinspiel gegen Fürth – Sonntag Zeit zur Revanche – mit Video Schlechte Erinnerungen

Entscheidende Szene: Andreas Voglsammer vergibt gegen Fürths Torwart Sascha Burchert das mögliche 3:0, der DSC verliert 2:3.

Entscheidende Szene: Andreas Voglsammer vergibt gegen Fürths Torwart Sascha Burchert das mögliche 3:0, der DSC verliert 2:3. Foto: imago

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). Nach zwei Pleiten in Folge scheint Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld am 20. Oktober 2018 auf einem guten Weg. Der DSC führt im Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth zur Pause 2:0. Doch nach 90 Minuten steht es 2:3, der Frust ist groß. Es ist eine Niederlage mit Langzeitwirkung. An diesem Sonntag (13.30 Uhr) kommt es in Franken zum Wiedersehen.

Bis einschließlich 9. Dezember gelingt nach dem bitteren 2:3 kein Sieg mehr, Trainer Jeff Saibene muss schließlich gehen. Unter dessen Nachfolger Uwe Neuhaus wollen die Arminen nun Revanche an den Fürthern nehmen. Ein Dreier im Sportpark Ronhof hätte mehrere positive Effekte.

Zunächst tabellarisch: Mit dann 37 Punkten wären wohl die letzten Zweifel am Klassenerhalt ausgeräumt. Zudem wäre die Schmach des Hinspiels einigermaßen getilgt. Und dann wäre da noch die Sache mit dem Länderspielpausen-Fluch. Wie berichtet warten die Arminen seit dem 13. Spieltag der Saison 2016/17 darauf, eine Partie nach einer Länderspielpause zu gewinnen. Acht Mal haben sie es versucht, acht Mal haben sie es nicht geschafft (vier Unentschieden, vier Niederlagen). Neuhaus probierte sich am Freitag an einer Erklärung. »Es scheint so zu sein, dass die Mannschaft dazu neigt, in Länderspielpausen komplett runterzufahren«, legte der Coach den Finger in die Wunde.

5:0 gegen Erstligist Hannover 96

Es war nun in den vergangenen 14 Tagen an ihm, dafür zu sorgen, dass dies nicht erneut passiert. Der 59-Jährige verweist auf den 5:0-Sieg im Test gegen Erstligist Hannover 96 in der Vorwoche und erklärt: »Die Mannschaft hat es gegen Hannover ordentlich gemacht, das war schon mal ein wichtiger Schritt. Die Trainingseindrücke sind absolut positiv. Das sind die Dinge, die man in der Vorbereitung machen kann und sollte, und das haben wir getan. Wie es dann am Sonntag aussieht? Das kann anders sein. Aber ich gehe davon aus, dass die Mannschaft auch das Ziel hat, diese Serie zu durchbrechen.«

Auf die Frage, ob er nach dem wichtigen Sieg gegen Bochum nun mit nachlassender Motivation bei seinen Profis rechne, antwortete Uwe Neuhaus: »Ich glaube, dass es grundsätzlich dazu gehört, eine Mannschaft so vorzubereiten, dass sie die Mentalität auf den Platz bringen kann. Den entscheidenden Anteil hat allerdings jeder Spieler selbst und trägt die Verantwortung. Aber wenn ich den Eindruck vermittele, dass es nach dem gewonnen Spiel gegen Bochum relativ egal ist, ob wir in Fürth gewinnen oder nicht, hätte ich einen Fehler gemacht. Ich glaube aber, dass mir das nicht passiert ist. Den letzten Kick muss sich jeder Spieler selber aneignen. Jeder Spieler trägt Verantwortung für sich. Das ist auch ein Zeichen von Qualität, das Maximum abrufen zu können.«

500 Fans begleiten die Arminen

Mit welchem Personal der DSC antritt, ist auf einigen Positionen noch offen. Zumindest mochte sich Neuhaus nicht öffentlich festlegen, wer zur Startelf gehört. Gesucht wird ein Ersatz für den gelbgesperrten Innenverteidiger Brian Behrendt sowie für die angeschlagenen Mittelfeldspieler Nils Seufert (Oberschenkelprobleme) und Joan Simun Edmundsson (Bänderdehnung im Knie).

Die Alternativen für Behrendt heißen Stephan Salger (29) und Amos Pieper (21). Neuhaus hat also die Wahl zwischen Routine und Jugend. Er habe »eine Tendenz«, sagte der Trainer nur. Für Seufert wird Patrick Weihrauch als Achter auflaufen, den Platz von Edmundsson dürfte Jonathan Clauss einnehmen. Ein Fragezeichen steht hinter Keanu Staude (muskuläre Probleme), der gegen Hannover mit zwei Toren glänzte.

Die Arminen werden von etwa 500 Fans begleitet. Diese werden sehen, dass ihr DSC auf eine laut Neuhaus »richtig gute Mannschaft« treffe. »Sie haben extrem schnelle Spieler und verfügen über ein starkes Umschaltspiel. Wir dürfen dort nicht viele Fehler im Mittelfeld machen«, sagte der Trainer.

So könnte Arminia spielen

Ortega Moreno - Brunner, Börner, Salger (Pieper), Lucoqui - Prietl - Yabo, Weihrauch - Clauss, Klos, Voglsammer

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6506513?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2536432%2F