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Di., 02.04.2019

Doch gegen Aue erhebt nun Rückkehrer Behrendt Anspruch auf seinen Abwehrplatz Pieper besteht den Stresstest

Arminias Abwehrtalent Amos Pieper (21) macht ein langes Bein. Am Sonntag in Fürth gab er sein Startelfdebüt.

Arminias Abwehrtalent Amos Pieper (21) macht ein langes Bein. Am Sonntag in Fürth gab er sein Startelfdebüt. Foto: imago

Von Dirk Schuster

Fürth/Bielefeld (WB). Die Situation war ja nicht so ganz ohne für den jungen Amos Pieper. Zum ersten Mal durfte der Verteidiger seit seinem Wechsel im Winter in einem Zweitligaspiel von Beginn an ran für die Arminia. Und dann hieß es im Auswärtsspiel bei Greuther Fürth nach gerade einmal 23 Minuten schon 0:2.

»Der Start war nicht gut«, sagte Pieper (früher Borussia Dortmund II). Doch der 21-Jährige behielt die Nerven: »Ich habe einfach versucht, mein Spiel zu machen und habe die Zweikämpfe gesucht.« 71 Prozent seiner Duelle Mann gegen Mann entschied Pieper für sich – Bestwert auf Seiten der Bielefelder. Die Partie sei zu diesem Zeitpunkt außerdem »noch viel zu lang gewesen«, um sich am Ronhof schon zu vergraben.

Unbeeindruckt spielte der Abwehrmann (»Ich war nicht sonderlich aufgeregt«) auch nach den beiden Nackenschlägen von Julian Green (10. Minute) und Daniel Keita-Ruel (23.) seinen Stiefel runter. Gewiss half es ihm, dass ihn an den beiden Gegentoren keine unmittelbare Schuld traf. Greens Tor war ein Sonntagsschuss. Und beim Konter, den Keita-Ruel gekonnt abschloss, war Pieper an einen anderen Fürther gebunden.

Behrendt kehrt nach Sperre zurück

Dass die Arminen den 0:2-Rückstand noch in ein Remis verwandelten, »spricht für unsere Moral«, sagte Pieper. »Aber das können wir nicht jedes Mal so machen.« Warum eigentlich nicht? Das 2:2 war bereits der 18. Punkt, den die Bielefelder in dieser Serie nach einem Rückstand noch gesammelt haben. Ein Wahnsinnswert.

Sport-Geschäftsführer Samir Arabi zählt allerdings zu denen, die auf den Nervenkitzel nach einem Rückstand ganz gut verzichten könnten. »Die erste Halbzeit hat mich genervt, die zweite versöhnt«, bilanzierte der 40-Jährige, der die Einstellung der Ostwestfalen im ersten Durchgang kritisierte: »Man muss immer gierig sein. Aber das war vor der Halbzeit bei uns nicht der Fall.«

Trainer Uwe Neuhaus habe nach Auskunft Piepers auf ein Donnerwetter bei der Halbzeitansprache verzichtet. »Schlechtreden hilft nicht viel. Wir haben uns gepusht anstatt uns zu zerfleischen«, sagte der Innenverteidiger, der sich mit einer guten Darbietung zuvor im Testspiel gegen Hannover (5:0) für sein Startelfdebüt in Fürth empfohlen hatte. Die Partie am Ronhof sei »die passende Gelegenheit gewesen, ihn unter Wettkampfbedingungen einzusetzen. Er kann eine Menge Selbstvertrauen aus dem Spiel mitnehmen«, befand Neuhaus. Ob er Pieper auch im kommenden Heimspiel am Freitag (18.30 Uhr) gegen Aue einen Starteinsatz ermöglichen werde, sei aber offen – auch deshalb, weil Platzhirsch Brian Behrendt nach abgesessener Gelbsperre zurückkehrt.

Staude und Seufert steigen ein

Max Christiansen und Ersatzkeeper Philipp Klewin stehen im Duell mit dem FC Erzgebirge ebenfalls wieder zur Verfügung. Beide konnten voll mittrainieren. Keanu Staude und Nils Seufert sollen am Dienstag wieder einsteigen, während Joan Simun Edmundsson (Knie) die ganze Woche Rehamaßnahmen absolvieren und erneut nicht dabei sein wird.

Für die darauffolgende Partie beim FC St. Pauli (Sonntag, 14. April) sind seit Montag alle knapp 3000 Gästekarten vergriffen.

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