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Do., 11.04.2019

DSC-Gegner stellt Trainer und Sportchef frei – Klos fehlt weiter Beben auf St. Pauli

Neuer Pauli-Trainer: Jos Luhukay.

Neuer Pauli-Trainer: Jos Luhukay. Foto: dpa

Von Sebastian Bauer

Bielefeld/Hamburg (WB). St. Pauli ist allein wegen der Reeperbahn für jede Menge Trubel bekannt. Selbst für Kiez-Verhältnisse spielten sich am Mittwoch aber ungewöhnlich turbulente Ereignisse in dem Hamburger Stadtteil ab. Vier Tage vor dem Heimspiel gegen den DSC Arminia Bielefeld stellte der FC St. Pauli Trainer Markus Kauczinski sowie Sportchef Uwe Stöver frei.

Nach zuletzt vier sieglosen Spielen in Folge war der Kredit der beiden Entlassenen bei der Vereinsführung schon vollständig aufgebraucht. »Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, gerade weil wir Uwe und Markus persönlich sehr schätzen. Aber im Sinne des FC St. Pauli halten wir diesen Schritt für notwendig, um die Saison sportlich erfolgreich zu beenden und die Weichen für die neue Saison stellen zu können«, sagte Vereinspräsident Oke Göttlich.

Kauczinskis Nachfolger wird ein in Ostwestfalen nicht unbekannter Trainer. Jos Lukukay, 2005 bis 2006 beim SC Paderborn, wird neuer Coach der Hamburger. Der Niederländer arbeitete zuletzt beim englischen Zweitligisten Sheffield Wednesday, wo er im Dezember 2018 entlassen worden war. In Deutschland trainierte der 55-jährige Luhukay zuletzt den VfB Stuttgart (2016).

Klos muss weiter pausieren

Womöglich wird DSC-Coach Uwe Neuhaus am Sonntag (13.30 Uhr, Millerntorstadion) mit seiner Mannschaft also auf einen anders formierten und äußerst motivierten Gegner stoßen – nicht das erste mal würde ein Trainerwechsel entsprechend beflügeln und so den gewünschten Effekt erzielen.

Nach dem freien Mittwoch fokussiert sich die Vorbereitung der Arminen ab Donnerstag voll auf den Kiez-Klub. »Der eigene Ballbesitz soll wieder Schwerpunkt sein, gerade in St. Pauli, dort ist eine heiße Atmosphäre. Da ist es immer ganz gut, wenn man selbst den Ball hat«, kündigte Neuhaus an.

Auch am Donnerstag wird Fabian Klos wohl nicht am Training teilnehmen. Im Spiel gegen Aue hatte sich der Stürmer eine Wunde am Fuß zugezogen, die genäht werden musste. Einem Einsatz am Sonntag soll aber dennoch nichts im Wege stehen. Keine Option wird weiterhin Joan Simun Edmundsson sein. Nach seiner bei der Länderspielreise erlittenen Zerrung betätigt sich der Färinger weiterhin im Aufbautraining.

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