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Fr., 19.04.2019

Vorletzter Ingolstadt will fast geretteter Arminia alles abverlangen – mit Videos Abstiegskampf pur

Fabian Klos (vorne) machte sich auch auf St. Pauli für Arminia krumm. Gleiches wird am Sonntag wieder nötig sein.

Fabian Klos (vorne) machte sich auch auf St. Pauli für Arminia krumm. Gleiches wird am Sonntag wieder nötig sein. Foto: imago

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). Arminia Bielefeld hat sich eigentlich aus dem Abstiegskampf verabschiedet. Doch zum einen ist der Fußball-Zweitligist mit 39 Punkten immer noch nicht ganz gerettet, zum anderen kommt am Ostersonntag der Tabellenvorletzte FC Ingolstadt (23 Punkte) in die Schüco-Arena (13.30 Uhr). Und da erwartet DSC-Trainer Uwe Neuhaus genau das: »Abstiegskampf, mit allem was dazu gehört.«

Dass seine Mannschaft dann dagegen hält, auch wenn sie im Gegensatz zum Gegner nicht um das Überleben in der Liga kämpft, davon geht der Coach aus: »Ich habe keinen Anlass, etwas anderes zu glauben.« Nach dem 1:1 der Vorwoche beim FC St. Pauli komme auf sein Team »wieder einmal eine etwas andere Spielweise zu, dem Tabellenstand angepasst«, sagte Neuhaus am Donnerstag während der Pressekonferenz. Ingolstadt werde »kämpfen bis zum Letzten. Sie versuchen es mit vielen langen Bällen auf Stefan Kutschke.« Den Stürmer kennt Neuhaus aus seiner Zeit in Dresden bestens. In der Saison 2016/17 erzielte Kutschke 16 Tore in 32 Spielen.

Neuhaus: »Sie haben viele gute Spieler in ihren Reihen«

Der FCI wollte eigentlich um den Bundesligaaufstieg kämpfen, nicht gegen den Sturz in Liga drei. »Sie haben viele gute Spieler in ihren Reihen«, weiß der Arminia-Trainer, erkennt bei den »Schanzern« aber ein »Kopfproblem. Nach elfmaliger 1:0-Führung haben sie nur zweimal gewonnen.« Die Bielefelder führten zuletzt selbst 1:0 und konnten trotzdem nicht siegen. In Hamburg wurde die sehr gute Spielweise der ersten Halbzeit nicht bis zum Ende durchgezogen. Neuhaus: »Das wird auch in Zukunft nicht immer gelingen. Es muss aber unser Ziel sein, dass wir vom Willen und vom Grundgedanken her versuchen, das umzusetzen. In der zweiten Halbzeit haben sie es gar nicht mehr versucht. Da nehme ich lieber ein paar Fehler in Kauf, weiß aber, dass die Mannschaft auf dem richtigen Weg ist. Wer ins Spiel geht und Angst hat, Fehler zu machen: Das ist der falsche Ansatz.«

Im Vergleich zum St.-Pauli-Spiel muss der Trainer seine Startelf aller Voraussicht nach auf einer Position verändern. Für Florian Hartherz, der sich am Sprunggelenk verletzt hatte, dürfte die Zeit bis Sonntag zu knapp werden. Neuhaus machte kein Geheimnis daraus, dass Anderson Lucoqui als Linksverteidiger auflaufen würde. Froh ist der Coach, dass Joan Simun Edmundsson wieder im Training mitmischt. Nach fast vier Wochen Pause (Bänderzerrung im Knie) kommt Ingolstadt aber wohl zu früh für den Färinger. »Er hat bei bestimmten Bewegungen immer noch ein leichtes Ziehen. Er sollte erst dabei sein, wenn er völlig beschwerdefrei ist. Dann wäre Eddi definitiv ein Mann für den Kader«, sagte Neuhaus.

Arminia rechnet am Ostersonntag mit etwa 15.000 Zuschauern. Aus Ingolstadt werden maximal 100 Fans erwartet.

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