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Di., 23.04.2019

Zuschauer äußern Unmut über Arminias Niederlage gegen Ingolstadt Börner: »Wenn man solche Geschenke verteilt...«

Julian Börner hat Verständnis für den Unmut mancher DSC-Fans.

Julian Börner hat Verständnis für den Unmut mancher DSC-Fans. Foto: dpa

Bielefeld (WB/jen). Die Pfiffe nach dem Abpfiff hatten Trainer und Spieler der Arminia wohl vernommen. Ein Teil der 15.880 Zuschauer äußerte seinen Unmut. Trainer Uwe Neuhaus nutzte die Pressekonferenz, um sich beim Großteil der Zuschauer zu bedanken, die trotz der Niederlage nicht mit dem Anfeuern aufhörten. »Ganz lieben Dank an unsere Kurve, die uns immer wieder unterstützt hat. Das hat schon gut getan«, sagte Neuhaus.

Kapitän Julian Börner hatte Verständnis für den Unmut. »Dass die Fans enttäuscht sind, ist doch klar. Wenn ich Ostersonntag mit meiner Familie ins Stadion gehe, will ich natürlich auch lieber einen Sieg von Arminia bejubeln. Wir haben es leider nicht geschafft, das tut mir leid«, sagte der Abwehrchef, der auch ansonsten klare Worte fand: »Im Strafraum muss es eine klare Zuteilung geben. Solche Tore dürfen nicht passieren. So etwas, beim 0:1 und auch beim 0:2, geht natürlich nicht, auch nicht in der 2. Liga. Wenn man solche Geschenke verteilt, braucht man sich nicht zu wundern, dass man zuhause gegen Ingolstadt 0:3 zurückliegt.«

72 Prozent Ballbesitz

Rechtsverteidiger Cedric Brunner sagte: »Wir haben dem Gegner drei Tore geschenkt. Am Ende hatten wir es einfach nicht verdient. Nach dem 0:2 kam von uns zu wenig, offensiv hatten wir zu wenige Ideen.« Da nützte es auch nichts, dass der DSC 72 Prozent Ballbesitz hatte. Denn richtig gefährlich wurde es für Ingolstadt fast nie. FCI-Profi Sonny Kittel lobte die Arminen dennoch: »Bielefeld hat bestimmt den besseren Fußball gespielt. Wir würden auch lieber spielen und kombinieren. Doch in unserer Situation ist das egal.«

Kommentare

Was schwätzt er denn da ?

Wer in der Lage ist, Fehler zu analysieren, sollte auch die Fähigkeit besitzen, sie abzustellen. Es sein denn, es fehlen die handwerklichen Mittel. Dann sollte man aber auch hier zu der Erkenntnis gelangen, dass die 2. Bundesliga wohl eine Etage zu hoch ist. Gelingt mir das nicht, sollten mir andere dabei behilflich sein.

Sehr gute Überschrift!

"Börner und die Geschenke der Abwehr" - diese Überschrift kann man eigentlich schon so stehenlassen.
54, 47 jetzt schon 48. Das sind leider nicht die Lottozahlen, sondern die - gewaltige - Zahl der Gegentore in den letzten 3 Saisonen. Das Problem ist chronisch, egal welcher Trainer sich auch an seiner Behebung versucht. Die Abwehr muss generalüberholt werden. Wenn man die Gelegenheit der auslaufenden Verträge von Börner und Salger heuer nicht nutzt, um diese schwache Innenverteidigung durch neues Personal zu ersetzen - dies zumal nach der Sanierung mit mehr Mitteln ausgestattet -, verstehe ich die Welt nicht mehr.

2 Kommentare

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