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Fr., 03.05.2019

Arminias Coach lobt den SCP, erwartet aber weiterhin Köln und Hamburg als Aufsteiger – mit Videos Neuhaus rechnet mit Stresstest

Da kommt was auf sie zu: Trainer Uwe Neuhaus und Kapitän Julian Börner wissen um die Angriffsstärke des SC Paderborn.

Da kommt was auf sie zu: Trainer Uwe Neuhaus und Kapitän Julian Börner wissen um die Angriffsstärke des SC Paderborn. Foto: Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Der DSC Arminia wird am Freitag 114 Jahre alt. Dass der SC Paderborn am Abend zum Geburtstag die drei Punkte an die Bielefelder verschenkt, ist allerdings eher nicht zu erwarten. Die Dom-städter wollen in die 1. Liga aufsteigen, der DSC für den ungeliebten Nachbarn indes zum Stolperstein werden. Vor der Partie äußerte sich Arminia-Trainer Uwe Neuhaus ausführlich über ...

... die Spielweise des SCP: » An ihrer Spielweise werden die Paderborner gegen uns überhaupt nichts ändern . Ich erwarte für uns einen Stresstest ähnlich wie gegen die Regensburger (unter Neuhaus in der Rückserie 3:0 für den DSC), die auch permanent anlaufen und dem Gegner keine Ruhe lassen. Es zeichnet die Paderborner schon die ganze Saison lang aus, dass sie enorm viel investieren.«

... die angemessene Bezeichnung für die Partie – Nachbarschaftsduell oder Derby: » Ich glaube schon, dass es ein Derby ist . Beide Trainer brauchen sich keinerlei Gedanken über Motivation zu machen. Jeder muss Farbe bekennen.«

... die Lust auf die Spielverderberrolle: »Die spüre ich definitiv – nicht nur aufgrund der Aussagen meiner Spieler, sondern auch aufgrund der Art, wie die Mannschaft trainiert. Am Donnerstag war deutlich zu sehen, dass jeder unbedingt seine Chance nutzen wollte, um noch in die Mannschaft zu rutschen. Das hat Spaß gemacht.«

... den kleinen Negativtrend von zuletzt drei Partien in Folge ohne Sieg: »Es ist doch normal, dass es nicht nur linear nach oben geht. Wir dürfen jetzt nur keine Angst vor der zweiten Halbzeit haben, bloß weil wir jetzt drei Mal hintereinander in der zweiten Hälfte schlechter waren als in der ersten. Wir müssen unseren Weg konsequent weitergehen.«

... die beiden direkten Aufsteiger in die 1. Liga: »Ich habe mich vor der Saison festgelegt, dass Köln und Hamburg es schaffen werden. Köln ist immer noch souverän Erster. Und Hamburg hat es mit Heimspielen gegen Ingolstadt und Duisburg sowie dem Auswärtsspiel in Paderborn weiterhin zu weiten Teilen selbst in der Hand. Ich glaube immer noch, dass sie es schaffen werden.«

... die Einstimmung auf das Spiel: »In der Spielbesprechung ist die eigene Mannschaft natürlich immer ein wesentlicher Bestandteil. Aber ich glaube schon, dass ich den Fokus auch darauf werfen werde, was diese Partie auch für die Fans bedeutet. Wir können zudem unsere komplette Saison mit einem Erfolg insgesamt ein bisschen mehr zum Positiven gestalten. Durch einen Sieg im Derby würde vieles andere in Vergessenheit geraten. Letztlich sind es immer viele Wege, die nach Rom führen. Ich mache mir im Laufe des Tages immer wieder ein paar Stichpunkte, um bei der Besprechung dann einen Roten Faden zu haben.«

... den Ersatzmann für Rotsünder Brian Behrendt, der wegen seiner Notbremse am Montagabend beim 2:2 in Duisburg vom DFB für eine Partie gesperrt wurde: »Amos Pieper und Stephan Salger sind in der Innenverteidigung die Kandidaten für den Platz neben Julian Börner. Es gibt eine Tendenz, aber die Antwort möchte ich lieber noch für mich behalten.« (In Duisburg wurden nach Behrendts Platzverweis beide zeitgleich eingewechselt – Pieper nahm Behrendts Platz in der Innenverteidigung ein, Salger sicherte davor im defensiven Mittelfeld ab.)

... die besondere Derbymotivation: »Die ist von Spieler zu Spieler unterschiedlich. Der eine ist bei 80 Prozent Motivation allein deshalb, weil es ein Derby ist. Der nächste sagt, ob das ein Derby oder nicht, ist nicht so wichtig, ich will sowieso gegen jeden gewinnen. Es wird sich zeigen, ob meine Spieler ihren Aussagen Taten folgen lassen oder ob es Sprüche waren so ähnlich wie das Pfeifen im Walde. Aber wir wissen ja alle, dass das auch ein kleines bisschen dazu gehört.«

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