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Di., 07.05.2019

Arminia-Duo Klos/Voglsammer fehlt ein Tor, um Wichniarek/Labbadia einzuholen Zwei Legenden auf den Fersen

3. Mai 2019: Fabian Klos (links) lässt sich von Sturmpartner Andreas Voglsammer feiern.

3. Mai 2019: Fabian Klos (links) lässt sich von Sturmpartner Andreas Voglsammer feiern. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). Sie treffen wie sie wollen. Fabian Klos und Andreas Voglsammer sind das beste Zweitliga-Sturmduo des DSC Arminia Bielefeld seit 18 Jahren. In den letzten beiden Saisonspielen fehlt den beiden Angreifern nur noch ein Tor, um mit zwei DSC-Legenden gleichzuziehen.

Artur Wichniarek, in Bielefeld als »König Artur« in der Vereinschronik verewigt, und Bruno Labbadia haben in der Spielzeit 2000/01 zusammen 29 Tore erzielt. Klos und Voglsammer stehen nach dem 2:0 gegen den SC Paderborn am vorigen Freitag bei 28 Treffern. Klos traf doppelt gegen den SCP und kommt nun auf 16 Tore in 31 Partien. Voglsammer hat bisher zwölf Mal getroffen. Vor 18 Jahren war Wichniarek 18 Mal erfolgreich, Labbadia kam auf elf Treffer – am Saisonende.

Klos: »Von uns beiden profitiert die Mannschaft«

»Jeder weiß, dass Vogi und ich uns nicht nur neben dem Platz gut verstehen, sondern auch immer besser auf dem Platz. Wir profitieren voneinander, und von uns beiden profitiert die Mannschaft«, sagte Klos nach dem Paderborn-Spiel. Der größte Unterschied zwischen dem aktuellen DSC-Traumpaar und dem damaligen Duo ist die Zahl der Torvorlagen. Während Wichniarek 2000/01 nur einen Treffer vorbereitete und Labbadia gar keinen, steht Klos aktuell bei zehn Assists und Voglsammer bei fünf. Am Freitag hatte der gebürtige Rosenheimer beide Tore von Klos vorbereitet.

Voglsammer, der im 4-3-3 von Trainer Uwe Neuhaus als Linksaußen aufläuft, freute sich: »Ich habe mich endlich mal revanchieren müssen beim Klosi. In letzter Zeit hat meistens er für mich aufgelegt. Jetzt war ich an der Reihe, das hatte ich ihm vor dem Spiel auch schon gesagt. Dass es zweimal so wunderbar funktioniert, ist natürlich super für uns.« Beim 2:2 in Duisburg war es genau umgekehrt: Voglsammer hatte zweimal getroffen, der Vorbereiter hieß beide Male Fabian Klos. Insgesamt haben sich die beiden nun acht Treffer gegenseitig aufgelegt.

20. Mai 2001: Artur Wichniarek (links) jubelt mit Sturmpartner Bruno Labbadia.

Der zentrale Stürmer der offensiven Dreierreihe erlebt seine beste Zweitligasaison überhaupt. Klos ist der Ligatopscorer im Jahr 2019 mit 19 direkten Torbeteiligungen. Von den letzten 15 DSC-Toren schoss der Vizekapitän acht, sein kongenialer Partner sechs. Die letzten zehn Treffer teilen sich die beiden. »Ein Großteil meiner Tore ist in der Rückrunde dazu gekommen. Wir haben ein anderes Spielsystem mit einer anderen Rolle für den Mittelstürmer. Dann kann so ein Lauf mal zustande kommen. Ich bin froh, dass es in der Vielzahl der Fälle zu Punkten geführt hat«, sagt Klos (31), der unter Neuhaus seinen x-ten Frühling erlebt. Arminias Rekordtorschütze (129 Treffer) hatte Anfang April seinen Vertrag bis Juni 2021 verlängert.

Die Stürmer im Vergleich

Artur Wichniarek:

18 Tore/1 Vorlage

in 25 Spielen

Bruno Labbadia:

11 Tore/0 Vorlagen

in 31 Spielen

Fabian Klos:

16 Tore/10 Vorlagen

in 31 Spielen

Andreas Voglsammer:

12 Tore/5 Vorlagen

in 32 Spielen

Sportgeschäftsführer Samir Arabi sagte: »In der Konstellation funktioniert es mit dem Trainer sehr gut, und das System passt sehr gut zu Fabi. Der Trainer schafft es immer wieder, ihn anzutreiben. Fabi hat so eine gewisse Ruhe in sich. Da kann man nur hoffen, dass es so weitergeht.«

Auch in den letzten beiden Saisonspielen (Sonntag beim SV Sandhausen und am 19. Mai zuhause gegen Holstein Kiel) will das Arminia-Duo weiter glänzen. Klos könnte sogar auf 20 Tore kommen. Unter Druck setzt er sich aber nicht: »Ich habe mir keine Zahl vorgenommen und keine Grenzen gesetzt. Wenn ich noch zwei, drei mache, ist es okay. Wenn ich nicht treffe und wir gewinnen, bin ich auch d’accord. Die 20-Tore-Marke habe ich nicht im Blick.«

Trapp im Visier?

Maurice Trapp vom Drittligameister VfL Osnabrück hat laut dem Portal www.liga-zwei.de das Interesse des DSC Arminia geweckt. Der Innenverteidiger spielte eine starke Saison beim künftigen Zweitligisten. Auf den 27-jährigen Linksfuß (Vertrag beim VfL bis 30. Juni 2020) soll auch der FC St. Pauli ein Auge geworfen haben.

Zum Gesundheitszustand von Arminias Rechtsverteidiger Cedric Brunner machte der Verein gestern keine neuen Angaben. Der 25-Jährige hatte sich wie berichtet gegen Paderborn eine schwere Gehirnerschütterung und eine Schultereckgelenksprengung zugezogen, er muss operiert werden. Nach einem Zusammenstoß mit SCP-Profi Jamilu Collins war Brunner zu Boden gestürzt und kurzzeitig bewusstlos gewesen.

Kommentare

König Klos...?

So langsam könnten wir uns mal einen respektvollen Spitznamen für Klos ausdenken.
König Artur hat zwar viele Tore für Arminia erzielt, war aber bei weitem nicht vereinstreu wie Klos.

1 Kommentare

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