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Mo., 20.05.2019

Kommentar zu Arminia Bielefeld Der Anfang eines Weges

Uwe Neuhaus vor der Südtribüne.

Uwe Neuhaus vor der Südtribüne. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Was wäre, wenn? Was wäre, wenn die Bielefelder Arminen in der Hinrunde nicht neun sieglose Spiele am Stück aneinander gereiht hätten. Wenn sie ein paar dieser Partien gewonnen hätten. Wäre dann vielleicht noch deutlich mehr möglich gewesen als Platz sieben? 31 Punkte hat der DSC in der Rückrunde geholt, mehr schaffte nur Aufsteiger SC Paderborn (32).

Der Erfolg ist ganz eng mit dem Namen Uwe Neuhaus verbunden. Und der wäre vielleicht gar nicht gekommen, wenn es in der Hinrunde besser gelaufen wäre. Seit der 59-Jährige das Traineramt von Jeff Saibene übernahm, läuft es wieder bei den Arminen. So gut, dass Neuhaus jetzt schon versucht, mit Blick auf die neue Spielzeit keine Luftschlösser entstehen zu lassen. »Wir haben in der Rückserie ein bisschen was geschafft. Es ist der Anfang eines Weges, ohne jetzt zu Spinnereien verleiten zu wollen«, erklärte der Erfolgstrainer kurz nach dem Saisonende.

Vielleicht dachte Neuhaus dabei auch daran, dass der DSC am Ende der Saison 2017/18 sogar Vierter war. Manch DSC-Fan träumt eher schneller als langsamer vom Aufstieg, wie realistisch das auch immer sein mag. Wenn am 20. Juni die Vorbereitung auf die Spielzeit 2019/20 beginne, könne man sich für Platz zwei in der Rückrundentabelle der nun zu Ende gegangenen Saison nichts mehr kaufen, betonte Neuhaus. Der erfahrene Ex-Profi setzt lieber auf »gute, harte, ehrliche Arbeit«, wie er sagte. Die Basis scheint gelegt zu sein beim DSC unter Neuhaus, dafür sprechen die Zahlen.

In der Sommerpause wird er – mit den erhofften Verstärkungen – daran arbeiten, dass Konstanz in die Mannschaft kommt, damit sie eine komplette Saison auf dem Niveau der Rückrunde spielen kann. Wenn der DSC dann einen Lauf erwischt wie der OWL-Rivale in dieser Spielzeit, wer weiß... Doch hier sind wir wieder beim »Was wäre wenn« und bei den Luftschlössern. Und wie schnell diese zerplatzen können, weiß man in Bielefeld nur zu gut

Kommentare

Ein Sisyphos namens Arminia

Sisyphos hat sich bekanntlich auch immer wieder auf den Weg gemacht und durfte jeden Tag das Privileg genießen, den Weg von Neuem beginnen zu dürfen... Bitte einmal einen solchen Weg länger gehen. Marathonläufer müssen auch durchziehen und dürfen nicht bei der erstbesten Krise aus dem Rennen aussteigen. Immer dran denken: Dieser Weg wird kein leichter sein... Und das muss man abkönnen. Die Mannschaft muss mit in die Pflicht genommen werden. Es ist doch erwiesen: Neuhaus funktioniert grundsätzlich. Und zwar sehr gut. Wenn es zwischendurch nicht laufen sollte, auch mal die Mannschaft in Frage stellen. Und natürlich erst einmal in der Saisonvorbereitung einen guten Job machen und einen ausgewogenen Kader aufstellen. Nicht wieder Anfängerfehler machen und nur mit 3 Innenverteidigern in die Saison gehen.

Konstanz beim DSC

Dieser Weg sollte zu Beginn der Saison18/19 auch mit Jeff Saibene beschritten werden. Aber von Konstanz beim DSC nichts zu sehen. War ja die vergangenen Jahre sowohl was die Ergebnisse als auch die Trainerentlassungen betrifft schon Tradition. Was dann leider nach dem 16zehnten Spieltag dieser Saison passierte haben ja alle gesehen. Auch unter Saibene wurde damals nach Platz 4 im Vorjahr gut gestartet. Wie schnell hatt damals auch die Mannschaft dieses vergeigt. Der momentane Erfolg ab Spieltag 17 gibt Neuhaus und Arabi momentan recht. Mir wäre es am 12.12.18 lieber gewesen unter Jeff Saibene weiter zu machen und auch der Mannschaft von Vorstandsseite mal zu zeigen, dass auch diese für die damalige Situation verantwortlich waren. Wie es dann weiter gegangen wäre, ist natürlich nicht mehr nachvollziehbar. Bin sehr gespannt wie lange Uwe Neuhaus sich beim DSC behaupten kann. Ich bin selbst seit 1981 im Rhein-Main Gebiet ansässig aber nach wie vor seit 1968 Anhänger dieses Clubs und würde gerne noch einmal die erste Liga mit Arminia erleben. Als Ostwestfale sage ich nur noch siehe Paderborn. Aus nicht viel jede Menge machen.

Am Anfang eines Weges...

....nun denn.Vermutlich ist es meinem Alter geschuldet.Mein Arminia Weg begann in der ersten Liga.Erstes Spiel gegen Inter Mailand 3:1 gewonnen....das war 1980.Heute wird mir über die Presse mitgeteilt,das wir am Anfang des Weges sind und Geduld gefragt ist....Geduld ist eine Tugend und liegt im Auge des Betrachters.Ich sollte mich zukünftig Block 5/6 nennen,dann könnten die Älteren damit etwas anfangen.Nun denn, üben wir uns nicht schon seit mindestens 8 Jahren in Geduld? Gefühlte 300 neue Spieler,eine Vielzahl neue Trainer und fast jedes Jahr ein neuer Weg....Leute,ich bekomme langsam müde Beine vor lauter neuen Wegen..in PB dauert so ein Weg nur 2 Jahre,dann ist man dort auf dem Gipfel und kassiert 33Millionen für den Aufstieg.Es tut mir leid,ich verstehe unseren Scout immer noch nicht, vermutlich rennen wir immer noch um den Berg rum und finden den Gipfel nicht.Das wäre eine akzeptable Erklärung.Er kennt den Weg selber nicht.

3 Kommentare

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