>

Mi., 03.07.2019

Neuzugang Fabian Kunze will zunächst von den Erfahrenen lernen – mit Video Auf Umwegen zur Arminia

Fabian Kunze gibt auch im Kraftraum alles. Er wolle noch an Gewicht zulegen, sagt der 1,90 Meter große Schlaks.

Fabian Kunze gibt auch im Kraftraum alles. Er wolle noch an Gewicht zulegen, sagt der 1,90 Meter große Schlaks. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Scheffau (WB). Fabian Kunze gehört in der ersten Trainingslagerwoche des DSC Arminia Bielefeld zu den Verlierern. Loser (Verlierer) zu sein ist aber nicht so schlimm, wie es sich anhört, sondern hat einen spaßigen Hintergrund.

» In jeder Trainingswoche machen wir ein Spiel mit allen , und die drei schlechtesten müssen dann eine Woche das Loser-Shirt tragen. Wir mussten von der Grundlinie aus den Ball mit dem Kopf bis zur Mittellinie hochhalten. Die anderen beiden waren Andreas Voglsammer und Agoston Kiss. Montag gibt es ein neues Spiel, dann bin ich hoffentlich nicht mehr dabei«, klärt Kunze im Gespräch auf der Terrasse des Mannschaftshotels in Scheffau auf.

Der 21-Jährige ist vom Regionalligisten SV Rödinghausen nach Bielefeld gewechselt , in seine Geburtsstadt. Wohnhaft ist er bei seiner Familie in Hücker-Aschen (Kreis Herford). Das Fußballspielen lernte Kunze beim Bielefelder Stadtteilklub VfL Theesen, von wo aus er als damals 16-Jähriger aber nicht zum DSC wechselte, sondern zum FC Schalke 04. Hatte Arminia sein Talent übersehen? »Der Kontakt zu Arminia war immer da. Aber zu dem Zeitpunkt passte es einfach nicht«, sagt der defensive Mittelfeldspieler.

Seit der Kindheit BVB-Fan

In Gelsenkirchen war es nicht ganz einfach für ihn, schließlich ist er seit frühester Kindheit Fan von Borussia Dortmund. »Ich habe im Internat auf Schalke in Schalke-Bettwäsche geschlafen und habe mich geschämt«, erzählt er mit einem Lächeln. Nach einem Jahr S04 ging es zurück in die Heimatregion, aber immer noch nicht zu Arminia, sondern zum SV Rödinghausen. Dort blieb er bis zuletzt, ehe er am 19. Juni einen Dreijahresvertrag beim DSC unterschrieb.

Mit klaren Zielen: »Ich will viel von den Erfahrenen lernen, ich möchte reifen und der Mannschaft so gut es geht helfen.« Seine fußballerischen Stärken sind laut Selbsteinschätzung Zweikampf- und Laufstärke. Und er sei jemand, der das Spiel an sich reißen könne. Der Sprung von der 4. in die 2. Liga sei groß, »aber ich traue es mir natürlich zu«. Sonst wäre er den Schritt nicht gegangen. »Die erste Woche waren die Beine ganz schön schwer. Jetzt ist es schon ganz gut. Jeder Ball muss konzentriert gespielt werden, das Tempo ist viel höher. Die Spieler haben eine viel größere Klasse«, lauten seine Vergleiche zwischen Regionalliga und 2. Liga.

Neuhaus kannte Kunze schon länger

Seinen neuen Trainer kannte Fabian Kunze schon länger, aus einem persönlichen Duell, das nicht gut ausging für Uwe Neuhaus. Im DFB-Pokal gewann Rödinghausen am 18. August 2018 das Erstrundenspiel gegen Dynamo Dresden mit Neuhaus an der Seitenlinie 3:2 nach Verlängerung. Wenige Tage später wurde Neuhaus bei den Sachsen entlassen. Natürlich war diese Partie bei den Gesprächen auch ein Thema, »aber nur zum Spaß. Er hat mich gefragt, warum er mich verpflichten soll, wo ich ihn doch damals den Job gekostet habe«, erinnert sich Kunze und lacht.

Fußball ist für den Youngster längst nicht alles. Er könne und wolle nicht rund um die Uhr nur daran denken. »Deshalb mache ich ein Fernstudium in BWL. Dann habe ich neben dem Fußball einen klaren Kopf. Außerdem kann es im Fußball schnell gehen mit einer Verletzung. Man kann nie wissen. Darum will ich mich absichern«, erklärt Kunze.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6745230?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2536432%2F