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Sa., 06.07.2019

Fabian Klos hat hohe Ansprüche an sich und seine Mitspieler – Mit Video »Wir dürfen nie zufrieden sein«

Fabian Klos will auch in der neuen Saison alle Hürden nehmen – die großen und die kleinen. Der Stürmer traut der Mannschaft einiges zu.

Fabian Klos will auch in der neuen Saison alle Hürden nehmen – die großen und die kleinen. Der Stürmer traut der Mannschaft einiges zu. Foto: Thomas F. Starke

Scheffau (WB). Fabian Klos hat die beste Saison seiner Karriere hinter sich . Im Trainingslager arbeitet Arminias Rekordtorschütze dafür, dass es in der kommenden Spielzeit möglichst so weiter geht und er mit der Mannschaft an die starke Rückrunde anknüpfen kann. Mit dem WESTFALEN-BLATT spricht Klos (31) über...

...die abgelaufene Saison: »Es war, gemessen an der Spielklasse und der Statistik (17 Tore, 10 Vorlagen), die beste Saison meiner Karriere. Aber das ist das Spiegelbild unserer Rückrundenleistung gewesen. Es lief bei uns richtig gut. Es hat sich bewahrheitet, dass man als Stürmer in unserem System viele Vorteile hat.«

...persönliche Ziele: »Ich setze mir nie Marken, die ich erreichen will. Aber mein Anspruch an mich selbst ist es definitiv, das aus der Rückrunde so fortzusetzen. Da war ich vor allem mit der Chancenverwertung zufrieden. Und mit der Mannschaft wollen wir es auch so weiterführen.«

...gestiegene Erwartungen: »Die Rückrunde war kein Zufall. Wir müssen mal langsam von dem Gedanken wegkommen, dass immer, wenn wir unsere Spiele gewinnen, der Gegner schlecht war. Das ist nicht so. Wir sind eine gute Truppe, und wir haben es uns mit harter Arbeit verdient, dass wir Rückrundenzweiter waren. Es wäre natürlich super, wenn es so weiterläuft. Aber wir sollten uns Etappenziele setzen. Das erste Etappenziel ist ein guter Start in die Saison, und das zweite ist, bis zum Winter die Leistung Woche für Woche zu bestätigen. Dass wir das können, haben wir ein halbes Jahr lang gezeigt. Es liegt an uns, ob wir den Willen und die Gier haben, das Woche für Woche abzurufen.«

...das Potenzial im Team: »Trotz der guten Rückrunde sehe ich bei uns immer noch Steigerungspotenzial. Wir haben Sachen, die wir verbessern können. Das Schwierige ist eben, die Leistungen der Rückrunde Woche für Woche zu zeigen. Angenommen, wir starten nicht so gut. Dann ist es vielleicht relativ einfach, diesen Bock zu entwickeln, es besser machen zu wollen. Schwieriger ist es, nach einem guten Start immer wieder hungrig ins nächste Spiel zu gehen. Da haben wir definitiv Entwicklungspotenzial in der Truppe. Das machen die richtig guten Mannschaften in der 2. Liga. Wir dürfen nie zufrieden sein!«

...seine Aufgaben zusammen mit den anderen Älteren: »Genau das müssen wir Führungsspieler in die Mannschaft reintragen. Wir müssen vorangehen und dafür sorgen, dass wir immer wieder Punkte sammeln. Dann müssen wir uns auch nicht kleiner machen als wir sind. Wir sind letztes Jahr Siebter geworden, davor das Jahr Vierter. Wir können eine breite Brust haben und sagen: Wir wollen im Winter unter den ersten Acht stehen. Das finde ich nicht vermessen. Das ist das, was die Mannschaft sicher in der Lage ist zu leisten.«

...die Auf- und Absteiger: »Ich denke, dass es nicht die Favoriten gibt wie letztes Jahr Köln und Hamburg. Stuttgart, Hannover und Nürnberg sind ambitionierte Vereine, aber nicht so klar oben zu sehen wie Köln und der HSV es waren. Die Aufsteiger gucken sicher mehr nach unten. Für uns ist es natürlich geil, dass Osnabrück hochgekommen ist.«

...das Fehlen von Julian Börner: »Er fehlt mir als Typ sehr. Als Spieler können wir seinen Weggang in der Vorbereitung momentan kompensieren. Wir werden sicher noch einen Innenverteidiger holen. Da bin ich ganz entspannt, weil ich weiß, dass Samir Arabi gute Arbeit macht. Als Typ fehlt er, weil er immer für jeden Spaß zu haben war, er hat gute Laune und positive Stimmung in die Mannschaft gebracht. Ich freue mich, dass Börni sich erst mal gut eingelebt hat in England und wünsche ihm nur das Beste.«

...die Kapitänsbinde: »Börni als Kapitän und ich als Vize haben das immer in enger Abstimmung gemacht. Der Trainer wird einen neuen Kapitän bestimmen, ich spüre seit seinem ersten Tag seine Wertschätzung. Wenn ich zum Kapitän bestimmt werden würde, müsste ich nicht viele Dinge ändern.«

...die Aussicht, mit zwei weiteren Toren Norbert Eilenfeldt (59 Treffer) als DSC-Rekordtorschützen der 2. Liga abzulösen: »Ohne vermessen klingen zu wollen, aber ich glaube, zwei Tore schaffe ich in der neuen Saison. Die Rekorde bedeuten mir definitiv etwas, aber so lange ich aktiver Spieler bin, werde ich das wahrnehmen und mich darüber freuen. Aber was das im Großen und Ganzen für diesen Verein bedeutet, das raffe ich erst nach der Karriere.«

...das Karriereende: »Ich habe jetzt erst mal noch Bock auf zwei Jahre. Ich konzentriere mich komplett weiter auf Fußball. Wenn wir dann im Januar 2021 im Winter-Trainingslager zusammen sitzen, horche ich mal in meinen Körper rein und gucke mal, was die Vereinsführung sagt. So weit in die Zukunft zu gucken, ist im Fußball oder generell im Sport schwierig. Ich hoffe natürlich, dass ich gesund bleibe. Ich fühle mich megagut und fit. Und wenn das so bleibt, ist nicht ausgeschlossen, dass ich dann noch mal ein oder zwei Jahre dranhänge.«

...den Saisonstart gegen St. Pauli: »Es könnte von mir aus schon morgen losgehen. Dass wir mit einem Heimspiel starten, ist richtig geil. Montagabend, Flutlicht, Fußball-Deutschland guckt auf uns: Da kann man schon mal ein kleines Zeichen setzen. Da muss man keinen heiß machen. Die Hütte wird dann das erste Mal brennen.«

Arminia aktuell

Weihrauch abgereist: Patrick Weihrauch (25) plagt sich immer noch mit muskulären Problemen herum. Für den Mittelfeldspieler ist das Trainingslager in Österreich vorzeitig beendet. Er ist abgereist, um sich in München eingehend untersuchen zu lassen. Die Untersuchungen finden am Montag statt.

Test gegen Uerdingen: Das zweite Testspiel im Trainingslager bestreiten die Arminen an diesem Samstag gegen den Drittligisten KFC Uerdingen. Anstoß ist um 17 Uhr in Kufstein. Der KFC absolvierte bereits am Freitag eine Testpartie, gegen den ukrainischen Topklub Schachtjor Donezk holte Uerdingen ein 1:1 (0:0).

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