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Mi., 24.07.2019

Prozess gegen den Ex-Manager von Arminia Bielefeld ist in Mannheim gestartet Rechtsanwalt von Rüdiger Lamm strebt Deal an

Der ehemalige DSC-Manager Rüdiger Lamm muss sich seit Mittwoch in einem Betrugsprozess vor dem Landgericht Mannheim verantworten.

Der ehemalige DSC-Manager Rüdiger Lamm muss sich seit Mittwoch in einem Betrugsprozess vor dem Landgericht Mannheim verantworten. Foto: imago

Mannheim (WB/cbr). Auftakt im Betrugsprozess: Rüdiger Lamm, ehemaliger Manager von Arminia Bielefeld, muss sich seit Mittwoch vor dem Landgericht Mannheim verantworten. Ihm wird Betrug in einem besonders schweren Fall zu seiner Zeit als Berater und Manager des SV Waldhof Mannheim vorgeworfen.

Der 70-Jährige soll sich auf Kosten der Dietmar-Hopp-Stiftung bereichert haben. Sieben Jahre, nachdem die Staatsanwaltschaft gegen Lamm und zwei weitere Männer Anklage erhoben hatte, startete am Mittwoch der Prozess vor der Großen Wirtschaftsstrafkammer am Mannheimer Landgericht. Gleich zu Beginn habe sich nach Informationen des Südwestrundfunks (SWR) eine sogenannte Verständigung abgezeichnet.

Wiedergutmachungszahlung für Verfahrenseinstellung

Demnach habe Lamms Anwalt das Interesse an einer Einstellung des Verfahrens angedeutet. Im Gegenzug könne sich sein Mandant zu einer Wiedergutmachungszahlung bereit erklären. »Dieser Fall schreit geradezu nach einer einverständlichen Lösung«, wird Lamms Verteidiger vom SWR zitiert.

Hintergrund des Prozesses sind Unregelmäßigkeiten beim Bau des Fußball-Jugendförderzentrums des SV Waldhof Mannheim Ende des Jahres 2006. Dafür, so der Vorwurf, hat Rüdiger Lamm zweckgebundene Spenden der Hopp-Stiftung auch für andere Zwecke verwendet und teilweise in die eigene Tasche gesteckt.

Anwalt sieht gute Chancen auf Verständigung

Die Verteidigung des früheren Sportmanagers, der in den 1980er-Jahren die Tischtennisabteilung der Spvg Steinhagen in die Bundesliga und zum Europapokalsieg geführt hatte und 1994 bei Arminia Bielefeld anfing, soll sich am Mittwoch optimistisch gezeigt haben, den angestrebten Deal erreichen zu können. Immerhin liegt die Tat mehr als zehn Jahre zurück und drei wichtige Zeugen seien verstorben.

Außerdem, so der Anwalt im SWR-Bericht, sei Lamm bislang völlig unbescholten. Der Ex-DSC-Manager selber habe eingeräumt, seit der Waldhof-Affäre von Ersparnissen gelebt zu haben und im Fall einer Einstellung des Verfahrens das Geld mit Hilfe seiner Ehefrau beschaffen zu können.

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